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Austria-Spitze

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Die Austria-Spitze ist eine Klöppelspitze, die während der Zeit des Jugendstils in Österreich entwickelt worden ist, aber nach 1920 fast in Vergessenheit geriet.

Die Austria-Spitze zeichnet sich durch ihre Luftigkeit und Leichtigkeit aus. Es gibt zwei unterschiedliche Gruppen von Austria-Spitze: die Bandspitze und die Guipurespitze.[1]

Bandspitze

Diese Spitze wird meist mit nur 3 Klöppelpaaren gearbeitet: 2 Randpaare und 1 Läufer.[1]

Guipurespitze

Hier gibt es viel mehr Klöppelpaare, jedoch kann es sein, dass nicht alle Paare durch die Spitze laufen. Sie können an bestimmten Stellen hinausgenommen werden und neue Paare an anderen Stellen eingehängt werden.

Nach der Weltausstellung in Wien 1873 schuf man 1874 die Kunststickschule, da die österreichische Spitze im internationalen Vergleich nicht mithalten konnte.[2] 1879 wurde der K.K Central-Spitzencurs in Wien gegründet, und viele Spitzenschulen in der Monarchie wurden an diesen Kurs angeschlossen, darunter die Spitzenschulen in Böhmen, Schlesien, Tirol, Krain und Dalmatien.[2]

Im Jugendstil waren die österreichischen Jugendstil-Spitzen bei der Weltausstellung 1900 in Paris erfolgreicher als noch knapp 25 Jahre zuvor.[2] Die Wiener Werkstätte vertrieb ab 1913 auch Klöppelspitze. Viele dieser Spitzen sind heute noch im Museum für angewandte Kunst (MAK) ausgestellt.

2004 erschien das Buch Austria-Spitze. Eine Klöppelspitze des Wiener Jugendstils von Leopoldine Winkler.[1] Sie hat 25 der alten Spitzen rekonstruiert, und das Buch gilt als das Standardwerk zum Erlernen der Austria-Spitze.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Leopoldine Winkler, Ann E. Wild: Austria-Spitze: eine Klöppelspitze des Wiener Jugendstils: Art Nouveau Bobbin Lace from Vienna = Austria lace. Fay, Gammelby 2004, ISBN 978-3-925184-69-7.
  2. 1 2 3 Spitze: Luxus zwischen Tradition und Avantgarde. Ed. Braus, Heidelberg 1995, ISBN 978-3-89466-134-2.