Assanaga

Assanaga (auch: Asennaga, Assanagah) ist ein Dorf in der Landgemeinde Dabaga in Niger.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das von einem traditionellen Ortsvorsteher (chef traditionnel) geleitete Dorf liegt am rechten Ufer des Trockentals Téloua im Gebirge Aïr. Es befindet sich rund 20 Kilometer südwestlich des Hauptorts Dabaga der gleichnamigen Landgemeinde, die zum Departement Tchirozérine in der Region Agadez gehört. Zu den Siedlungen in der näheren Umgebung von Assanaga zählen Azaningar im Nordwesten, N’Doudou im Nordosten und Toumga im Süden.[1]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Assanaga wurde von der Tuareg-Gruppe der Kel Aghazer gegründet, die sich im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Tal Téloua niederließen.[2] Eine 2025 durchgeführte Untersuchung der nigrischen Regierung mit Unterstützung des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen stufte Assanaga als einen der 1285 Orte in Niger ein, die in Hinblick auf die Ernährungssicherheit äußerst verwundbar waren.[3]
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei der Volkszählung 2012 hatte Assanaga 653 Einwohner, die in 119 Haushalten lebten.[1] Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 384 in 71 Haushalten.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die große Lehmziegel-Moschee in Assanaga weist sechs Joche auf. Sie ist 15 m lang und an ihrer Qibla-Wand 9 m breit. Etwas außerhalb des Orts erstreckt sich das 18 m mal 14 m große Areal einer Freiluft-Moschee, die mit Steinen markiert und der Länge nach in neun Abschnitte gegliedert ist.[5]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Répertoire National des Localités (ReNaLoc). (RAR) Institut National de la Statistique, République du Niger, Juli 2014, S. 20, archiviert vom am 24. September 2015; abgerufen am 15. August 2026 (französisch).
- ↑ Issouf Bayard, Franck Giazzi: Population et activités économiques au sein de la Réserve Naturelle Nationale de l’Aïr et du Ténéré. In: Franck Giazzi (Hrsg.): La Réserve Naturelle Nationale de l’Aïr et du Ténéré (Niger). La connaissance des éléments du milieu naturel et humain dans le cadre d’orientations pour un aménagement et une conservation durables. Analyse descriptive. Union internationale pour la conservation de la nature et de ses ressources, Gland 1996, ISBN 2-8317-0249-6, S. 294.
- ↑ Analyse des zones vulnérables 2025. In: Food Security Cluster. 23. Juni 2025, abgerufen am 31. Oktober 2026 (französisch).
- ↑ Répertoire National des Communes (RENACOM). (RAR) Institut National de la Statistique, République du Niger, archiviert vom am 2. Februar 2012; abgerufen am 15. August 2026 (französisch).
- ↑ Les Mosquées de l’Ayar. (zip) In: ingall-niger.org. Chlorophylle, 5. April 2026, abgerufen am 12. Oktober 2026 (französisch).
Koordinaten: 17° 8′ N, 8° 4′ O