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Apostolischer Feldvikar

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Der Apostolische Feldvikar Emmerich Bjelik bei einem seiner häufigen Frontbesuche, 1916

Der Apostolische Feldvikar (auch Apostolischer Vikar der k.k. Heere) war der oberste römisch-katholische Militärgeistliche der Habsburgermonarchie von 1773 bis 1918. Sein Rang entsprach 1892 dem eines Generalmajors.

Der Apostolische Feldvikar war stets ein geweihter Bischof mit eigener Diözese oder einem Titularbistum. Er stand dem Apostolischen Feldvikariat innerhalb der k.u.k. Militärseelsorge vor. Er wurde vom Kaiser ernannt ("präsentiert") und vom Heiligen Stuhl bestätigt. Ihm stand die geistliche Jurisdiktion über die kaiserliche Armee in Kriegs- und Friedenszeiten zu. Der genaue Umfang dieser Jurisdiktion wurde in der hofkriegsräthlichen Normalverordnung vom 5. Oktober 1808 festgelegt, blieb aber umstritten und war im Laufe der Zeit einigen Änderungen unterworfen.

Der Apostolische Feldvikar war beratendes Organ des Reichskriegsministeriums. In dieser Funktion wurde er von den Feldkonsistorialdirektoren unterstützt. Der Sitz des Apostolischen Feldvikariates wurde 1826 nach Wien verlegt, wo mit der Feldkonsistorial-Kanzlei bereits die Kanzleigeschäfte der militärischen Kirchenangelegenheiten (bis 1871 auch die militär-geistliche Ehegerichtsbarkeit) geführt wurden.

Liste der Apostolischen Feldvikare

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Coloman Belopotoczky

Verbindungen zur Diözese St. Pölten

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Durch die Neuziehung der Diözesangrenzen 1785 wurde das Bistum Wiener Neustadt aufgehoben. Der damalige Bischof von Wiener Neustadt, Johann Heinrich von Kerens, war zugleich erster Apostolischer Feldvikar und blieb es auch als Bischof der neu geschaffenen Diözese St. Pölten. Ebenso mit dem Amt des Apostolischen Feldvikars betraut wurden seine Nachfolger, die Bischöfe Hohenwart und Crüts van Creits. Unter dem St. Pöltner Bischof Dankesreither wurde die Verbindung der beiden Ämter unterbrochen, auch wenn sie unter Bischof Pauer nochmals von 1824 bis 1826 und später auch unter den Bischöfen Wagner und Leonhard und – nach Ende der Monarchie – noch einmal unter Bischof und Militärvikar Žak bestand.

  • Emerich Bielik: Geschichte der K.u.K. Militär-Seelsorge und des Apostolischen Feld-Vicariates: über Auftrag Seiner Bischöflichen Gnaden des Hochwürdigsten Herrn Apostolischen Feld-Vicars Dr. Coloman Belopotoczky. Wien 1901.
  • Roman Hans Gröger, Claudia Ham, Alfred Sammer: Zwischen Himmel und Erde. Militärseelsorge in Österreich. Graz u. a. 2001.
  • Erwin Gatz (Hrsg.): Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder 1785/1803 bis 1945. Ein biographisches Lexikon. Duncker & Humblot, Berlin 1983, ISBN 3-428-05447-4.