Anne Reimers
Anne Kerstin Reimers (* 1983[1]) ist eine deutsche Sportwissenschaftlerin und Hochschullehrerin.
Akademischer Werdegang
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Reimers schloss 2008 ihr Studium der Sportwissenschaften an der Sporthochschule Köln mit dem Studienschwerpunkt im Bereich Prävention und Rehabilitation ab.[2] Von 2010 bis 2013 promovierte sie an der Universität Konstanz zum Sport- und Bewegungsverhalten von Jugendlichen in Abhängigkeit von physischen Umgebungsfaktoren im Wohnumfeld.[3] Nach fünf Jahren als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Konstanz[2] wurde sie 2015 wurde auf die Juniorprofessur für Sportpädagogik an der Technischen Universität Chemnitz berufen. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte lagen dort im Bereich der Aktivitätsforschung und Bewegungsförderung unter besonderem Fokus auf sozialen und räumlich materiellen Umweltfaktoren und im Bereich der Prävention von neurologischen Erkrankungen durch Bewegung und Sport.[3] 2019 wurde sie als Professorin und Lehrstuhlinhaberin für Sportwissenschaft mit der Ausrichtung Gesundheitsförderung/Public Health/Sozialwissenschaften des Sports an das Department für Sportwissenschaft und Sport der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen-Nürnberg berufen.[1]
2022 wurde sie zusammen mit Bettina Wollesen zur geschäftsführenden Herausgeberin („Editors-in-Chief“) der Zeitschrift German Journal of Exercise and Sport Research (ehemals Sportwissenschaft) berufen.[4]
Sportliche Karriere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Reimers spielte lange Jahre Kanupolo in der Bundesliga und in der Nationalmannschaft.[5][6][7] Seit 2021 ist sie im Aufgebot der Damenmannschaft des PSC Coburg[8] und gewann 2022 und 2023 mit ihrer Mannschaft die Deutsche Meisterschaft.[9] Zu Diskussionen kam es 2005 als Spielerinnen des Göttinger Kanu-Clubs sich weigerten, im Finale der Deutschen Meisterschaft gegen den WSF Liblar anzutreten, in dessen Aufgebot Anne Reimers als im siebten Monat Schwangere stand. Sie entschloss sich zu einem Verzicht. Der Deutsche Kanu-Verband prüfte deshalb die Möglichkeiten, Schwangere zukünftig vom Kanupolo auszuschließen.[10]
Auch international spielte sie für den Deutschen Kanu-Verband und wurde im Jahr 2000 bei der Weltmeisterschaft in Brasilien und 2002 bei der Weltmeisterschaft in Essen Weltmeisterin im Kanupolo.[11] Während ihrer Schwangerschaft arbeitete sie auch als Bundestrainerin[10] für den Deutschen Kanu-Verband.[12]
Familie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Reimers ist geschieden und ist Mutter von fünf Kindern.[13] Ihr Sohn Arjen Reimers ist selbst Mitglied in der U21-Herrennationalmannschaft im Kanupolo des Deutschen Kanu-Verbands.[14]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 CURRICULUM VITAE fau.de
- 1 2 Prof. Dr. Anne Reimers. In: Department für Sportwissenschaft und Sport. 3. April 2025, abgerufen am 22. April 2026.
- 1 2 Kandidatinnen und Kandidaten für die dvs-Kommission "Wissenschaftlicher Nachwuchs" sportwissenschaft.de
- ↑ Neues Herausgeberkollegium für das „German Journal of Exercise and Sport Research (Sportwissenschaft)“ 2022-2027 idw-online.de
- ↑ VMW Berlin. 7. November 2025, abgerufen am 21. April 2026 (deutsch).
- ↑ Anne Reimers bundesliga.kanupolo.de
- ↑ News DKV / Jugend vmw-berlin.de
- ↑ Spielerinformation: Anne Reimers | Playoffs Damen 2021 | 1. Kanupolo Bundesliga Damen. Abgerufen am 22. April 2026.
- ↑ Kanupolo: Team des PSC Coburg mit seiner Neuburger Torfrau Petra Brey wird erneut Deutscher Meister. 17. August 2023, abgerufen am 22. April 2026.
- 1 2 Schwangere vom Kanu-Polo ausgeschlossen Spiegel.de
- ↑ Kanupolo - Weltmeisterschaften (Herren). Abgerufen am 4. Dezember 2022.
- ↑ Kanupolo fordert Kraft und Ausdauer rp-online.de
- ↑ FAU.de: CV. Abgerufen am 22. April 2026.
- ↑ Unterwegs mit der Nationalmannschaft. 13. April 2023, abgerufen am 21. April 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Reimers, Anne |
| ALTERNATIVNAMEN | Reimers, Anne Kerstin (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Sportwissenschaftlerin |
| GEBURTSDATUM | 1983 |