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Angelika Andrees

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Angelika Andrees (* 12. September 1951 als Angelika Kleinert in Ost-Berlin) ist eine deutsche Filmregisseurin.

DDR 1951–1985

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Angelika Kleinert studierte ab etwa 1972 an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg Regie. In dieser Zeit heiratete sie den Filmstudenten Jörg Andrees. Ihre beiden kreativen Studentenfilme gestaltete sie mit der Kamerastudentin Julia Kunert.

Nach dem Abschluss des Studiums 1976 wirkte sie als Regie-Assistentin an Roland Gräfs DEFA-Spielfilm P.S. mit, dessen Hauptfigur ein Heimkind ist. Parallel dazu drehte sie zusammen mit Petra Tschörtner ihren ersten eigenen DEFA-Dokumentarfilm Heim im mecklenburgischen Mentin, (der als Vorfilm für P.S. konzipiert war). Dieser wurde jedoch bereits bei der Rohfilmabnahme wegen einer zu ungeschönten Darstellung der Heimkinder und ihrer Probleme auf Anweisung des DEFA-Generaldirektors verboten. Erst 1990 konnte er erstmals gezeigt werden und war seitdem auf mehreren Filmfestivals und weiteren Veranstaltungen zu sehen.[1]

Danach konnte Angelika Andrees noch einen Kurz-Dokumentarfilm über den Berliner Friedrichstadt-Palast (1980) drehen, danach durfte sie nur noch kleine Sujets für die DEFA Kinobox (Nachfolger von Der Augenzeuge) realisieren. 1985 reiste sie deshalb mit ihrem Ehemann aus der DDR aus.

Bundesrepublik Deutschland und Island seit 1985

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Nachdem sie in der Bundesrepublik zunächst Kurzbeiträge für verschiedene Fernseh-Magazine realisierte, drehte sie ab den 1990er Jahren eigene TV-Dokumentationen. Viele davon entstanden in Zusammenarbeit mit Sigurður Grímsson und widmeten sich ihrer späteren Wahlheimat Island.[2]

Angelika Andrees war eine von verhältnismäßig wenigen Filmregisseurinnen in der DDR. Ihre Filme Wanderzirkus und Heim wurden bei der Berlinale 1976 bzw. 2019 gezeigt.[3] 2022 präsentierte das Leipziger Dokumentarfilmfestival unter dem Titel Angelika Andrees – Der einfühlsame Blick eine Matinee mit mehreren ihrer Filmen in ihrer Anwesenheit.[4]

Filmografie (Auswahl)

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  • 1975: Wanderzirkus (Hochschulfilm)
  • 1976: Jacki (Diplomfilm an der Filmhochschule)
  • 1978: Heim (unvollendet)
  • 1978: P.S. (Regie-Assistenz)
  • 1979: Der Baulöwe (Regie-Assistenz)
  • 1980: Friedrichstadtpalast
  • 1986: Salto Westwärts (TV-Dokumentation)
  • 1990: Eric Bass – Ein Magier des Figurentheaters (TV-Dokumentation)
  • 1992: Ich will kein Penner sein (TV-Dokumentation)
  • 1992: Huren, Bürger, Ordensleute – Eindrücke vom Amsterdamer Drogenstrich (TV-Dokumentation)
  • 1993: Heimkinder (TV-Dokumentation)
  • 1994: Die Geister Islands (TV-Dokumentation)
  • 1997: Kinder in Island (Kurz-Sujets für die Sesamstraße)
  • 1999: Freiheit für Willy – Ein Wal kommt nach Hause (TV-Dokumentation)
  • 2000: Lokinhamrar – Sein oder nicht sein (TV-Dokumentation)
  • 2002: Aschenputtels Traum – Models aus Sibirien (TV-Dokumentation)
  • 2003: Islands letzter Einsiedler. Der Schäfer von Lokinhamrar (TV-Dokumentation)
  • 2004: Drei Mönche am Polarkreis (TV-Dokumentation)
  • 2010: Der verrückte Bauernhof. Klaus und seine 1000 Tiere (TV-Dokumentation)
  • 2013: Burkina Faso – Würzburger Stadttheater (nicht veröffentlicht)

Einzelnachweise

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  1. Jan Gympel: Angelika Andrees – Vielversprechend und früh ausgebremst. In: Ralf Schenk und Cornelia Klauß (Hrsg.): Sie – Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme (= Schriftenreihe der DEFA-Stiftung). Bertz + Fischer, Berlin 2019, ISBN 978-3-86505-415-9, S. 27.
  2. Jan Gympel: Angelika Andrees – Vielversprechend und früh ausgebremst. In: Ralf Schenk und Cornelia Klauß (Hrsg.): Sie – Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme (= Schriftenreihe der DEFA-Stiftung). Bertz + Fischer, Berlin 2019, ISBN 978-3-86505-415-9, S. 28.
  3. Heim. Internationale Filmfestspiele Berlin, abgerufen am 5. August 2023.
  4. Angelika Andrees – Der einfühlsame Blick. DOK Leipzig, abgerufen am 5. August 2023.