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André Hesse

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Porträtfoto schwarz-weiß
André Hesse, 1932

André Hesse (geboren am 22. April 1874 in Paris; gestorben am 18. Dezember 1940 ebenda) war ein französischer Politiker der Dritten Republik.[1]

André Hesse war der Sohn von Isidore und Nina Esthel Hesse (geborene Hirsch). Er schloss sein Studium an der École libre des sciences politiques in Rechtswissenschaften ab und war Sekretär der Conférence des avocats du barreau de Paris.[1][2]

Bei den Wahlen von 1910 wurde er in die Abgeordnetenkammer gewählt, der er zunächst bis 1919 angehörte. Im Parlament war er Mitglied der Gauche radicale und später der Radikalsozialisten, beide trotz ihres Namens eher der Mitte zuzurechnende Fraktionen. 1919 verlor er seinen Sitz, eroberte ihn aber 1924 zurück. 1936 wurde er erneut geschlagen. 1925 wurde Hesse von Paul Painlevé als Kolonialminister in sein Kabinett berufen; 1926 amtierte er als Kurzzeitminister für öffentliche Arbeiten in der Regierung Édouard Herriots. 1928 bis 1929 war er für ein halbes Jahr Bürgermeister von La Rochelle.[1]

André Hesse war verheiratet mit Sophie Germaine Gutmann[3], die weitläufig mit der Familie von Alfred Dreyfus verwandt war und auch zu dessen Anhängern zählte. Germaine Gutmann stammte aus einer Familie mit weitreichenden Verbindungen zur Literatur. Die französische Nationalbibliothek nennt zwei literarische Werke aus ihrer Feder; eines davon über Paul Painlevé.

Commons: André Hesse – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Jean Jolly: Dictionnaire des parlementaires français (1889–1940). PUF, 1960 (assemblee-nationale.fr).
  2. ↑ Promotion 1897. In: La Conférence. Abgerufen am 27. Juli 2026 (französisch).
  3. ↑ Angaben zu Germaine-André Hesse in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.
VorgängerAmtNachfolger

Édouard Daladier
Kolonialminister
17.04. 1925 – 27.10. 1925

Léon Perrier

Daniel Vincent
Minister für öffentliche Arbeiten
19.07. 1926 – 21.07. 1926

André Tardieu

Gustave Perreau
Maire von la Rochelle
1928 – 1929

Édgard Jodet Angibaud