Andreas Luckner
Andreas Luckner (* 1962 in Darmstadt) ist ein deutscher Philosoph und Professor am Institut für Philosophie der Universität Stuttgart.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ausbildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Andreas Luckner wurde 1962 in Darmstadt geboren. Er studierte von 1985 bis 1989 in Freiburg im Breisgau und Berlin Philosophie, Musikwissenschaft und Germanistik. Im Jahr 1992 wurde er an der Technischen Universität Berlin promoviert. Seine 1994 im Akademie Verlag veröffentlichte Dissertation trägt den Titel Genealogie der Zeit. Zu Herkunft und Umfang eines Rätsels; dargestellt an Hegels Phänomenologie des Geistes.[1]
Werdegang
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Anschließend (1992–1998) wurde er Assistent am Lehrstuhl für Praktische Philosophie der Universität Leipzig und folgend Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. An der Universität Leipzig habilitierte er sich auch 2002 mit einer Schrift zur Philosophie der Klugheit. Von 2001 bis 2003 forschte er an der Universität Stuttgart an einem DFG-Projekt „zu handlungstheoretischen Grundlagen einer Philosophie der Technik“. Ab April 2003 wirkte er als Akademischer Rat an der Universität Stuttgart, wo er Leiter der Koordinationsstelle für das Ethisch-Philosophische Grundlagenstudium war. Im Oktober 2006 wurde er außerplanmäßiger Professor an der Uni Stuttgart.[1]
In seiner Forschung beschäftigt er sich mit v. a mit Fragen zur Philosophie der Existenz und der Zeit; in der Praktischen Philosophie entwickelt er einen klugheitsethischen Ansatz unter den autonomistischen Bedingungen der Moderne. Zudem veröffentlichte er zur Technik- und Musikphilosophie. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit lag auf dem Denken Martin Heideggers[1]; seit 2016 befasst er sich eingehender mit der Philosophie Rudolf Steiners[2], insbesondere mit dessen ethischem Individualismus.
Privates
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Luckner ist verheiratet und hat fünf Kinder. Er war lange Jahre Vorstandsmitglied des Schulvereins der Freien Waldorfschule Leipzig.[2]
Veröffentlichungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Monographien
- Genealogie der Zeit. Zu Herkunft und Umfang eines Rätsels; dargestellt an Hegels Phänomenologie des Geistes. Vollst. zugl.: Berlin, Techn. Univ., Diss., 1992. Akademie Verlag, Berlin 1994, ISBN 978-3050024240.
- Martin Heidegger: "Sein und Zeit". Ein einführender Kommentar, UTB/Schöningh, Paderborn 1997, 3. überarbeitete Auflage 2025, ISBN 9783825219758.
- Klugheit. zugl.: Leipzig, Univ., Habil.-Schr., 2001 u.d.T.: Philosophie der Klugheit, de Gruyter, Berlin 2005, ISBN 978-3110177060.
- mit Julius Kuhl: Freies Selbstsein. Authentizität und Regression. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 978-3525451717.
- Heidegger und das Denken der Technik. transcript Verlag, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-8394-0840-7.
- mit Sebastian Ostritsch: Existenz. de Gruyter, Berlin, Boston 2018, ISBN 978-3110272147.
Herausgeberschaften
- Dissens und Freiheit. Leipziger Univ.-Verl., Leipzig 1995, ISBN 978-3-929031-79-9.
- mit Christoph Hubig und Nadia Mazouz (Hrsgg.): Handeln und Technik – mit und ohne Heidegger. Lit-Verl., Berlin, Münster 2007, ISBN 978-3-8258-0224-0.
- mit Peter Fischer und Ulrike Ramming (Hrsgg.): Die Reflexion des Möglichen. Zur Dialektik von Handeln, Erkennen und Werten; Christoph Hubig zum 60. Geburtstag. Lit, Berlin, Münster 2012, ISBN 978-3-643-11347-4.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eintrag auf der Website der Universität Stuttgart
- Eintrag auf der Website des Instituts für Soziale Dreigliederung
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Herr Apl. Prof. Dr. Andreas Luckner | Institut für Philosophie | Universität Stuttgart. Abgerufen am 27. November 2025.
- 1 2 Andreas Luckner - Institut für soziale Dreigliederung. Abgerufen am 27. November 2025.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Luckner, Andreas |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Philosoph und Autor |
| GEBURTSDATUM | 1962 |
| GEBURTSORT | Darmstadt |