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Amir Sharon

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Begründung: Relevanz wird nicht ausreichend nachgewiesen. Sämtliche Ausstellungen ohne Einzelnachweis. Keine Trennung in Einzel- bzw. Gruppenausstellungen. Kommerzielle Galerien und Art Fairs. Relevant wäre nur das Modern Art in Mühlheim, aber ob das - im Falle eines Nachweises, den es bislang nicht gibt - reichen würde? Die vorliegenden ENs sind eigentlich ein einziger Weblink von der eigenen Webseite. Der Artikelersteller ist mit den WP:Richtlinien bildende Kunst offensichtlich nicht vertraut. -- WMS.Nemo (Diskussion) 08:39, 31. Mai 2026 (CEST)

Amir Sharon

Amir Sharon (geboren am 10. Dezember 1957 in Haifa, Israel) ist ein israelisch-deutscher Maler, der hauptsächlich im Bereich der zeitgenössischen, konzeptionellen Stilllebenmalerei arbeitet. Er lebt und arbeitet überwiegend in Düsseldorf.

Sharon studierte von 1975 bis 1976 an der Kunstakademie Avni in Tel Aviv. Im Jahr 1979 siedelte er nach Deutschland über und setzte sein Studium von 1980 bis 1984 an der Kunstakademie Düsseldorf fort. Dort wurde er 1984 Meisterschüler bei dem Maler und Grafiker Konrad Klapheck.[1]

In den folgenden Jahren wechselten seine Lebens- und Arbeitsmittelpunkte mehrfach: Nach Aufenthalten in Haifa (1985–1986) und Los Angeles (1986–1988) sowie einer erneuten Phase in Haifa (1988–1990) lebt und arbeitet Sharon seit 1990 dauerhaft in Düsseldorf. In den folgenden Jahrzehnten zog er sich aus dem aktiven Kunstgeschehen und dem Rampenlicht zurück. Er arbeitet jedoch weiterhin an neuen Projekten, die in Zukunft veröffentlicht werden sollen.[2] Darüber hinaus engagiert sich Sharon im pädagogischen Bereich und hilft Düsseldorfer Schülern, einen praktischen Zugang zur Kunst zu finden. So besuchte er unter anderem die Yitzhak-Rabin-Schule, um den Kindern seine Arbeit näherzubringen.[3] Zudem entstand ein ausführliches Interview über seinen Werdegang und seine Werke im Rahmen eines Projekts am Düsseldorfer Rückert-Gymnasium.[4]

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Frontansicht des Deutschen Klingenmuseums, davor Scherenskulptur Der Schritt von Amir Sharon

Sharons Werk zeichnet sich vor allem durch großformatige Stillleben aus. Seine Motive sind leicht erkennbare, gewöhnliche Haushaltsgegenstände und Werkzeuge des alltäglichen Gebrauchs, wie etwa Hämmer oder Streichhölzer. Stilistisch nutzt er eine klassische Malweise, bricht jedoch mit den traditionellen Regeln des Stilllebens, indem er die Objekte stark überdimensioniert darstellt und sie in einem ansonsten leeren, isolierten Bildraum ohne räumliche Perspektive platziert.

Ein zentrales Element seines Schaffensprozesses ist die gezielte Inszenierung und Verfremdung der Motive, die eng mit der Titelgebung der Werke verknüpft ist. Sharon modifiziert die Gegenstände im Atelier, kombiniert sie mit unbezogenen Objekten oder bricht sie auf, um sie aus ihrem rein funktionalen Kontext zu lösen. Er beschreibt diesen konzeptionellen Ansatz, bei dem die Gegenstände die Funktion von Schauspielern auf einer Bühne übernehmen, als „Stage Realism“ (Bühnen-Realismus). Das Ziel dieser Darstellung ist es, die vordergründige Frage nach der Identität des Objekts („Was ist es?“) zu verdrängen und stattdessen eine metaphorische Ebene („Warum ist es?“ / „Was bedeutet es?“) zu eröffnen.[5]

Der Kunstkritiker B. J. Daniels beschrieb Sharons künstlerischen Ansatz und den Umgang mit seinen Motiven wie folgt:

„Er benutzt seine Objekte bzw. Themen wie Schauspieler. Indem er sie auf einer bestimmten Bühne platziert oder positioniert, unter sorgfältig komponierten Lichtverhältnissen und oft maskiert oder auf gewisse Weise verfremdet, nutzt Amir das Objekt, um eine bestimmte Geschichte zu erzählen und eine bestimmte Rolle spielen zu lassen – eine Rolle, die sich stark von seiner gewöhnlichen Funktion unterscheidet. Jeder ‚Darsteller‘ kann in einem Gemälde eine bestimmte Rolle spielen und in einem anderen eine völlig andere.“

Sharon bezeichnet seinen eigenen Malstil als „inszenierten Realismus“. Seine Arbeitsweise grenzt sich von Richtungen wie dem klassischen Surrealismus dadurch ab, dass er die Motive seiner Bilder nicht rein fiktiv entwirft, sondern zunächst als reale Objekte baut und arrangiert. Erst danach werden sie auf die Leinwand übertragen. Die oft alltäglichen Gegenstände werden dabei wie Schauspieler in einem Theaterstück in neue Rollen versetzt. Sie stellen im fertigen Bild etwas anderes dar, als sie ursprünglich sind, und weisen so über ihre eigentliche Bedeutung hinaus. Auf diese Weise erschafft Sharon Bildwelten, die aus real konstruierten Szenen hervorgehen, aber eine neue Wirklichkeit inszenieren.[6]

Einzelausstellungen

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  • 1974: Galerie Ritz, Haifa (Israel)
  • 1976: Galerie Raja, Tel Aviv (Israel)
  • 1976: Beit Sokolov, Tel Aviv (Israel)[7]
  • 1977: Galerie Beit Rothschild, Haifa (Israel)
  • 1983: Finanzamt Nord, Düsseldorf
  • 1984: ARTIG, Velen[8]
  • 1986: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr (damals Städtisches Museum), Mülheim an der Ruhr[9][10]
  • 1986: Goldmann Galerie, Haifa (Israel)
  • 1988: Goldmann Kraft Gallery, Chicago (USA)
  • 1992: Boden Openhof, Köln

Gruppenausstellungen

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  • 1974: Galerie Beit HaGefen, Haifa (Israel)
  • 1978: Galerie Blum, Jerusalem (Israel)
  • 1985: Galerie Knokke, Knokke (Belgien)
  • 1985: Ausstellung der Kunstakademie Düsseldorf im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf[11]
  • 1987: Art Fair, Los Angeles (USA)
  • 1987: Robertson Gallery, Los Angeles (USA)
  • 1990: Arbel Gallery, Jerusalem (Israel)
  • 1991: Glahe Gallery, Moskau (Russland)
  • 1993: Galerie Maria und Josef, Köln
  • 1996: Galerie Rosi, Köln

Einzelnachweise

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  1. Offizielle Urkunde der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf: Ernennung zum Meisterschüler für Amir Sharon auf Vorschlag von Prof. Klapheck, ausgestellt am 15. Juni 1984.
  2. Magical Days by Amir Sharon. Abgerufen am 29. Mai 2026.
  3. Besuch von Künstler Amir Sharon. In: Yitzhak-Rabin-Schule Düsseldorf. Abgerufen am 31. Mai 2026.
  4. Interview und Porträt: Amir Sharon. In: Rückert-Gymnasium Düsseldorf. Abgerufen am 31. Mai 2026.
  5. Magical Days by Amir Sharon. Abgerufen am 29. Mai 2026.
  6. Zeitungsartikel: Kunstwerke von Amir Sharon im Museum: Malweise entspricht inszeniertem Realismus. In: RZ – Zeitung für Mülheim, Nr. 51, 1. März 1986.
  7. Offizielle Einladungskarte zur Ausstellung Amir Sharon, Beit Sokolov (Journalistenhaus), Tel Aviv, Eröffnung am 18. August 1976.
  8. Zeitungsartikel und Ausstellungsankündigung: forum junger künstler: Amir Sharon. In: Stadtanzeiger (Kreis Borken), Ausstellung vom 9. November bis 2. Dezember 1984.
  9. Zeitungsartikel: Kunstwerke von Amir Sharon im Museum: Malweise entspricht inszeniertem Realismus. In: RZ, Zeitung für Mülheim, Nr. 51, 1. März 1986.
  10. Offizielle Einladungskarte zur Ausstellung Amir Sharon, Städtisches Museum Mülheim an der Ruhr. Ausstellungsdauer: 1. März bis 31. März 1986.
  11. Zeitungsartikel: Von Galerie zu Galerie. Akademieklassen stellen sich vor. (Besprechung der Arbeit Eierkarton, 1985, Klasse Klapheck).