Alya Sebti
Alya Sebti (* 1983 in Casablanca) ist eine marokkanische Kuratorin und Kunsthistorikerin im Bereich der zeitgenössischen Kunst.[1][2] Sie leitet die ifa-Galerie Berlin und wurde durch ihre kuratorischen Arbeiten für internationale Biennalen in Marrakesch, Dakar, Marseille und São Paulo bekannt.[1][3]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sebti wurde 1983 in Casablanca geboren, absolvierte ihre kunsthistorische Ausbildung in Paris und lebt seit 2014 in Berlin.[4][5] Seit 2010 arbeitete sie als unabhängige Kuratorin und Autorin; zum 1. April 2016 übernahm sie die Leitung der ifa-Galerie Berlin.[2] Von 2012 bis 2018 war sie Vorstandsmitglied der International Biennial Association.[4] Die Kunstzeitschrift Apollo zählte sie 2020 in ihrer Reihe 40 Under 40 Africa zur Gruppe der „Denker“.[6]
Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sebtis kuratorisches Wirken interpretiert das Biennaleformat als Begegnungsraum und schafft postkoloniale, diasporische und relationale Perspektiven.[1][4] Als künstlerische Leiterin der fünften Marrakesch-Biennale 2014 rahmte sie die Ausgabe unter dem Titel Wo sind wir jetzt?, die Beiträge aus bildender Kunst, Literatur, Film und Performance umfasste.[7] Zu ihren ersten kuratorischen Projekten gehörten Carrefour/Treffpunkt in den ifa-Galerien, Casablanca, energie noire im Rahmen von Mons 2015 und Now Eat My Script am KW Institute for Contemporary Art Berlin.[2] An der ifa-Galerie entwickelte sie ab 2017 Untie to Tie, eine Forschungs- und Ausstellungsplattform zu kolonialen Nachwirkungen in zeitgenössischen Gesellschaften.[1][6] Bei der dreizehnten Dak’Art 2018 gehörte Sebti zu fünf Gastkuratoren und kuratierte die Ausstellung Invisible, die Rituale und unsichtbare Wissensformen in den Mittelpunkt stellte.[8] Für Manifesta 13 Marseille bildete sie mit Katerina Chuchalina und Stefan Kalmár das künstlerische Team der Ausstellung Traits d’union.s.[9] Die Arbeit an Manifesta 13 fiel in die Covid-19-Pandemie, während der Sebti die Fortführung der Biennale als Anlass beschrieb, das Format als Experiment zu denken.[10] 2025 gehörte sie zum kuratorischen Konzeptteam der 36. Bienal de São Paulo, die unter der Leitung von Bonaventure Soh Bejeng Ndikung unter dem Titel Not All Travellers Walk Roads – Of Humanity as Practice stand.[3][5]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 Alya Sebti. In: Contemporary And. 29. September 2025, abgerufen am 19. Mai 2026 (englisch).
- 1 2 3 Alya Sebti übernimmt Leitung der ifa-Galerie Berlin. In: art-in-berlin.de. 4. März 2016, abgerufen am 19. Mai 2026.
- 1 2 About the 36th. In: 36. Bienal de São Paulo. Abgerufen am 19. Mai 2026 (englisch).
- 1 2 3 Interview with the curatorial team of the São Paulo Bienal 2025. In: ONCURATING. Abgerufen am 19. Mai 2026 (englisch).
- 1 2 A Moroccan at the São Paulo Biennial. In: ANBA. 27. Juni 2024, abgerufen am 19. Mai 2026 (englisch).
- 1 2 Alya Sebti. In: Apollo Magazine. 28. September 2020, abgerufen am 19. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Marrakech Biennale 5, under the artistic direction of Alya Sebti, is announcing the list of participating artists of the Visual Arts section, curated by Hicham Khalidi. In: Biennial Foundation. 5. Dezember 2013, abgerufen am 19. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Dak’Art Biennale 2018: The Red Hour. In: Ocula Magazine. 1. Juni 2018, abgerufen am 19. Mai 2026 (englisch).
- ↑ The Artistic Team. In: Manifesta 13 Marseille. Abgerufen am 19. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Pulling Off a Biennial in a Pandemic: An Interview with Manifesta’s Alya Sebti. In: Frieze. 4. August 2020, abgerufen am 19. Mai 2026 (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sebti, Alya |
| KURZBESCHREIBUNG | marokkanische Kuratorin und Kunsthistorikerin |
| GEBURTSDATUM | 1983 |
| GEBURTSORT | Casablanca |