Alte Poste
| Alte Poste | ||
|---|---|---|
Im unteren Bereich der Alten Poste | ||
| Lage | Sachsen, Deutschland | |
| Gewässer | Kratzbach, meist trocken | |
| Gebirge | Elbsandsteingebirge | |
| Geographische Lage | 50° 58′ 38″ N, 13° 59′ 13″ O | |
|
| ||
| Gestein | Sandstein | |
| Höhe | 150 bis 240 NHNVorlage:Höhe/unbekannter Bezug | |
| Länge | ca. 4 km | |
| Besonderheiten | Schlucht | |
Die Alte Poste ist ein ca. 4 km langes Trockental am Westrand der Sächsischen Schweiz.[1] Dieses Tal liegt in den Gemarkungen von Mockethal, Doberzeit, Stadt Wehlen und Lohmen.[2] Laut Götzinger kommt der Name Alte Poste von dem an der Elbe gelegenen Dorf Posta, da er vermutete, dass früher ein Teil dieses Dorfes an dieser Stelle gestanden habe.[3]
Der Weg bzw. die Straße durch die Alte Poste trägt den Namen Herrenleite, was wahrscheinlich auf die im südöstlichen Teil (jetzt ehemaligen) Steinbrüche adliger Grundbesitzer hinweist.[1]

In der Alten Poste befindet sich die stillgelegte Bahnstrecke Pirna-Herrenleite, die als Stichbahn 1904 zum Transport, des in der Alten Poste gebrochenen Sandsteins gebaut wurde,[1] und das Feldbahnmuseum Herrenleite. Das Feldbahnmuseum befindet sich auf einem ehemaligen Armeegelände (Tanklager) auf dem 1944 eine Kleinstraffinerie zur Herstellung von Kraftstoffen errichtet wurde, die bis 1964 Benzin produzierte.[4]

Der Sandstein in der Alten Poste gehört zur „Sandsteinstufe d“ (nach Lambrecht[5]). Der Postaer Sandstein ist sehr fest, geeignet z. B. für Brückenbauten aber weniger für Bildhauer.[6][1] Stand 09/2026 befinden sich im Bereich der Alten Poste noch zwei aktive Steinbrüche.[2]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 Pirna und seine Umgebung (= Werte der Deutschen Heimat. Band 9). Akademie-Verlag, Berlin 1965, S. 64 ff.
- 1 2 con terra GmbH, Muenster, Germany: Karte - Geoportal Sachsenatlas - sachsen.de. Abgerufen am 24. September 2026.
- ↑ W. L. Götzinger: Schandau und seine Umgebungen oder Beschreibung der sächsischen Schweiz. 2. Auflage, Dresden 1812, Fotomechanischer Neudruck der Originalausgabe, Zentralantiquariat der Deutschen Demokratischen Republik, Leipzig 1973, S. 56–57
- ↑ Geschichte des Geländes – Feldbahnmuseum Herrenleite. Abgerufen am 24. September 2026.
- ↑ Dietmar Heinicke et al.: Kletterführer Elbsandsteingebirge – Sächsische Schweiz Westteil. Sportverlag Berlin 1981, S. 21–23.
- ↑ Sächsische Sandsteinwerke: POSTAER SANDSTEIN -mE- (Technische Werte des Postaer Sandsteins) ( vom 23. März 2012 im Internet Archive)

