Alphons Iten
Alphons Iten (* 17. Februar 1898 in Zug, Kanton Zug; † 6. Juni 1964 ebenda; heimatberechtigt in Unterägeri, ab 1949 von Zug) war ein Schweizer Politiker der Konservativen Volkspartei (KVP), der unter anderem von 1947 bis 1948 Präsident des Ständerats war.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alphons Iten, Sohn des Textilkaufmanns Humbert Iten und der Klara Kalt, besuchte die Gymnasien in Einsiedeln im Kanton Schwyz und Zug, wo er 1916 seine Matura erwarb. Im Anschluss absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Zürich und der Universität Freiburg. Nachdem er 1920 seine Promotion zum Dr. iur. mit der Dissertation «Die rechtliche Stellung des Zugerbürgers» abgeschlossen hatte, nahm er eine Tätigkeit als Rechtsanwalt in einer von ihm eröffneten Anwaltskanzlei in Zug auf und war zugleich von 1920 bis 1928 Sekretär des kantonalen Gewerbeverbandes. Er war des Weiteren zwischen 1923 und 1930 als Verhörrichter tätig. In dieser Zeit begann er auch seine politische Laufbahn für die Konservative Volkspartei (KVP) und gehörte für diese zwischen 1923 und 1950 dem Kantonsrat von Zug als Mitglied an. Zudem gründete er 1926 das Zuger Gewerbeblatt, dessen Redaktor er bis 1935 blieb. Er fungierte ausserdem zwischen 1930 und 1950 als Staatsanwalt des Kantons Zug.
Daneben engagierte sich Iten von 1934 bis 1963 als Präsident des Schweizerischen Detaillistenverbandes und gehörte zudem zwischen 1934 und 1964 dem Vorstand des Schweizerischen Gewerbeverbandes an. Bei den Parlamentswahlen am 27. Oktober 1935 wurde er erstmals zum Mitglied des Ständerates gewählt und vertrat in diesem nach seinen Wiederwahlen 1939, 1943 sowie 1947 vom 25. März 1935 bis zum 1. Dezember 1950 den Kanton Zug. Er setzte sich als Ständerat für die Interessen des mittelständischen Detailhandels ein. Am 1. Dezember 1947 übernahm er von Walter Ackermann den Posten des Präsidenten des Ständerats und behielt dieses Amt bis zu seiner Ablösung durch Gustav Wenk am 6. Dezember 1948.[1] 1950 wurde er wegen eines steuerlich bedingten Bürgerortswechsels nicht mehr für den Ständerat nominiert und fungierte zuletzt von 1957 bis zu seinem Tode 1964 als Vizepräsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes und damit als Stellvertreter des Verbandspräsidenten Ulrich Meyer. Er war mit Emilie verheiratet, Tochter des Spenglermeisters Emil Reutemann.
Veröffentlichung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die rechtliche Stellung des Zugerbürgers. Juristische Fakultät, Universität Freiburg, Dissertation 1949.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Alphons Iten auf der Website der Bundesversammlung
- Renato Morosoli: Alphons Iten. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Switzerland: Council of States Presidents. In: rulers.org. (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Iten, Alphons |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Politiker (KVP), Ständeratspräsident |
| GEBURTSDATUM | 17. Februar 1898 |
| GEBURTSORT | Zug, Kanton Zug |
| STERBEDATUM | 6. Juni 1964 |
| STERBEORT | Zug, Kanton Zug |