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Alfred Lattermann

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Alfred Lattermann (* 23. Oktober 1894 in Lissa; † 3. Mai 1945 in Berlin-Staaken) war ein deutscher Historiker (Ostforscher) und Bibliotheksdirektor in Posen.

Am Comenius-Gymnasium in Lissa legte er 1913 die Reifeprüfung ab. Danach studierte er in Marburg Deutsch, Geschichte, Erdkunde und Polnisch. Nach der Unterbrechung seines Studiums durch die Teilnahme am Ersten Weltkrieg führte er seine Studien von 1922 bis 1924 in Breslau zu Ende. Von 1924 bis 1927 studierte er zudem an der polnischen Universität in Posen und bestand dort 1930 die zur Ausübung des Lehramtes verlangte Staatsprüfung in polnischer Sprache.

Erster Weltkrieg

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Sein Studium wurde durch die Kriegsteilnahme und den Grenzschutz unterbrochen und er wurde am Kehlkopf verwundet.

Berufliche und herausgeberische Tätigkeit

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Seine Schultätigkeit übte er in Posen, Dirschau und Graudenz aus.[1] Zusammen mit Viktor Kauder (1899–1985) war er Herausgeber der Deutschen Monatshefte in Polen: Zeitschrift für Geschichte und Gegenwart des Deutschtums in Polen.[2] Er gab auch die Deutsche Wissenschaftliche Zeitschrift im Wartheland heraus, die seit 1940 in Posen im Verlag der Historischen Gesellschaft erschien.

Zeit des Nationalsozialismus

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Bei Kriegsbeginn 1939 wurde Lattermann von polnischen Behörden in Gewahrsam genommen und in das Gebiet hinter Kutno gebracht. Nach seiner Rückkehr wurde er 1941 zum Direktor der Staats- und Universitätsbibliothek Posen ernannt.[1]

Lattermann war Mitglied der SS (SS-Nummer 372.332), am 1. September 1940 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde zum 1. Oktober desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 8.712.139).[3]

Otto Heike[4] traf ihn Ende Januar 1945 in Frankfurt an der Oder.[5] Am 3. Mai 1945 fiel Lattermann in Berlin-Staaken[1] als Kommandeur einer Volkssturmeinheit.[5]

Publikationen (Auswahl)

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Einzelnachweise und Fußnoten

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  1. 1 2 3 Hans M. Meyer: Alfred Lattermann (1894–1945). Nachrufe. In: Zeitschrift für Ostforschung. 22. August 1952, S. 423–425, doi:10.25627/19521360 (zfo-online.de [abgerufen am 29. Januar 2026]).
  2. ZVAB
  3. Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/24961070
  4. Einige biografische Angaben zu Otto Heike und eine Auflistung seiner Veröffentlichungen auf Deutsch sind auf der polnischsprachigen Wikipedia vorhanden.
  5. 1 2 Emil Mielke: Schlonsk. Chronik eines deutschen Dorfes an der Weichsel in Mittelpolen. 2004, Vorwort von Otto Heike: Übersicht über den Siedlungsgang längs der Weichsel, S. 6 (upstreamvistula.org [PDF; abgerufen am 31. Januar 2026]).