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Alfons Probst

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Alfons Maria Probst (* 25. März 1886 in Hammelburg; ⚔ 23. März 1945 in Danzig) war ein deutscher Jurist in der Finanzverwaltung und Mitglied des Bayerischen Landtags.

Werdegang und Wirken

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Alfons Probst wurde als Sohn des Heimatforschers Joseph Probst (1852–1899) geboren und absolvierte nach dem Abitur ein Studium der Rechtswissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, das er 1914 mit der Dissertation Die staatsrechtliche Stellung der katholischen Kirche im Herzogtum Sachsen-Meinigen und Promotion zum Dr. jur. abschloss. Er begann eine Beamtenlaufbahn bei der staatlichen Finanzverwaltung und war schließlich als Regierungsrat in der Regierung von Unterfranken in Würzburg tätig. Er musste Kriegsdienst leisten und kämpfte mit dem 5. Bayerischen Reserve-Artillerie-Regiment im Verband der 5. Königlich Bayerischen Reserve-Division an der Westfront. 1918 kehrte er als Oberleutnant und mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet in die Heimat zurück.

Probst engagierte sich in der Politik, trat der Bayerischen Volkspartei bei und wurde deren Vertreter aus dem Wahlkreis Kissingen im bayerischen Landtag.[1] Dort wurde er zunächst mit dem Posten des 1. Schriftführers betraut und kam später wegen seiner staatswirtschaftlichen Kenntnisse in den Haushalts- und Finanzausschuss. Hier galt er als maßgeblicher Spezialist auf dem Gebiet des Steuerrechts. So wurde er Vizepräsident des ersten Landtages. Er setzte sich stark für die Belange seines Wahlkreises ein. So war er führend an der Fertigstellung des Lückenschlusses der Bahnstrecke zwischen Hammelburg und Bad Kissingen im Jahre 1924 beteiligt.

Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933 setzte eine autoritäre Gewaltherrschaft ein, der sich Probst vehement widersetzte. Aus diesem Grund wurde er von den Machthabern vom 26. Juni 1933 bis zum 5. Juli 1933[2] in Schutzhaft genommen und anschließend zu den Finanzämtern Frankfurt/Oder und Stettin strafversetzt. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde er abermals zum Waffendienst eingezogen. Als Hauptmann kämpfte er in Polen und Frankreich. Nach einem kurzen Arbeitsurlaub wurde er als Major an der Ostfront eingesetzt, wo die Einheiten den Ansturm der Roten Armee abwehren sollten. Am 23. März 1945 wurde er bei den Kämpfen um die Oxhöfter Kämpe nahe Danzig durch einen Artillerievolltreffer getötet.

Probst war mit Maria Probst (1902–1967) verheiratet. Sie war die Tochter des Diplomaten Wilhelm Mayer. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor. Maria Probst wurde erst 1949 offiziell über das Schicksal ihres Mannes in Kenntnis gesetzt und hatte bei Kriegsende weder eine eigene Wohnung noch Unterstützung und musste sich mit ihren Kindern „durchschlagen“. Später wurde sie als CSU-Politikerin Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.

  • Heinrich Ulrich; Landtagsabgeordneter Dr. Alfons Probst in Hammelburger Geschichte(n) (Digitalisat)

Einzelnachweise

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  1. Joachim Lilla: Der Bayerische Landtag 1918/19 bis 1933. 2008 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Opfer und Verfolgte des NS-Regimes aus den bayerischen Parlamenten Digitalisat