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Alexander Stevens

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Alexander Stevens (2026)

Alexander Stevens (auch: Alexander Stephens) (* 20. April 1981 in München) ist ein deutsch-britischer Rechtsanwalt, Podcaster, Autor und ehemaliger Schauspieler.

Zweisprachig aufgewachsen, war Stevens in jungen Jahren Synchronsprecher für die Arri und Bavaria Filmstudios und wurde bei einem TV-Auftritt in der Fernsehsendung „Dingsda“ vom Tölzer Knabenchor entdeckt. Im Jahr 1990 wechselte er dann zu den Regensburger Domspatzen.[1]

Nach dem Abitur nahm Alexander Stevens ein Studium der Rechtswissenschaft auf, das er 2007 an der Universität Regensburg abschloss.[2] Dort wurde er später auch beim Strafrechtler Friedrich-Christian Schroeder promoviert. Seit 2010 ist er als Rechtsanwalt und später als Fachanwalt für Strafrecht in München tätig. Von Juni 2011 bis Februar 2013 trat er in der pseudo-dokumentarischen Gerichtsshow Richter Alexander Hold auf. Außerdem spielte er von 2013 bis 2015 in der Fernsehserie Im Namen der Gerechtigkeit – Wir kämpfen für Sie! mit. Ferner trat er in verschiedenen TV-Sendungen wie Markus Lanz und dem Sat1-Frühstücksfernsehen auf. Zudem moderierte er die Gerichtssendung „Im Namen des Volkes“ auf RTL 2. Im Jahre 2017 veröffentlichte er die Spiegel-Bestseller Garantiert nicht strafbar und 9 1/2 Perfekte Morde sowie im Jahr 2023 Falsch verdächtigt, in welchem er Fälle seiner Mandanten beschreibt. Von Ende 2020 bis 2025 präsentierte Stevens in dem Bayern3 True Crime-Podcast[3] ausgewählte Fälle aus seiner Kanzlei.

Das Medienmagazin Zapp des NDR beschäftigt sich in einer 45-minütigen Dokumentation mit Stevens.[4] Inzwischen ist Stevens nach mehreren Vorfällen, die öffentliche Kritik hervorriefen (beispielsweise von Opferschutzverbänden, Angehörigen von Opfern und Medienrechtlern) als Host des Bayern-3-Podcasts ausgeschieden.[5][6] Seit 2025 moderiert er mit Jacqueline Belle den Podcast TrueCrime187.[7]

Anwaltliche Tätigkeit

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Zu seinen bekanntesten Prozessen gehören das Verfahren im #MeToo-Fall gegen Dieter Wedel, in dem er die Schauspielerin Jany Tempel[8] vertrat, der Prozess gegen den Musikprofessor Siegfried Mauser[9] sowie ein Fall von sexueller Belästigung im Vatikan.[10][11] Zudem vertrat er die Sängerin Schwesta Ewa[12] sowie die Schauspielerin Antje Mönning.[13][14] Im Prozess um den Dreifachmord von Starnberg 2021–23 verteidigte er einen Mitangeklagten und erhob Foltervorwürfe gegen die Polizei.[15][16][17] Außerdem übernahm er im Fall Gil Ofarim 2022 die Vertretung des Sängers Gil Ofarim wegen falscher Verdächtigung[18][19] sowie 2023 die des österreichischen Politikers und Bundespräsidentschaftskandidaten Gerald Grosz wegen übler Nachrede gegen den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und den Gesundheitsminister Karl Lauterbach.[20][21] 2023 vertrat er den Täter im Neuschwanstein-Mord[22] und die Hauptangeklagte im sogenannten Doppelgängerinnen-Mord.[23] Mandatiert ist Stevens auch in dem im Januar 2027 beginnenden Prozess um die Foltervorwürfe gegen die Justizvollzugsanstalt Augsburg-Gablingen als Verteidiger der stellvertretenden Anstaltsleiterin Susanne B.[24]

Veröffentlichungen

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TV-Dokumentation

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Commons: Alexander Stevens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Alexander Stevens. In: Dr. Alexander Stevens | Anwalt für Strafrecht Rechtsanwalt und Fachanwalt. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 5. Juni 2023.
  2. ↑ Universität Regensburg – Jahresbericht 2017, S. 31. (PDF) Abgerufen am 28. Februar 2024.
  3. ↑ Staffel 6: „Tödliche Verbrechen“ – immer freitags eine neue Episode! Abgerufen am 22. September 2022.
  4. ↑ ZAPP: Der Verteidiger - Zwischen Gericht und True Crime Show - hier anschauen. Abgerufen am 13. November 2024.
  5. ↑ Lisa Kräher: BR distanziert sich von True-Crime-Show mit Alexander Stevens. In: Übermedien. 22. Mai 2025, abgerufen am 25. Juli 2025.
  6. ↑ Podcast-Aus: Bayerischer Rundfunk beendet Zusammenarbeit mit Star-Anwalt. In: Stern. 12. Juli 2025, abgerufen am 25. Juli 2025.
  7. ↑ Truecrime 187. In: truecrime187.de. Abgerufen am 12. Juni 2026.
  8. ↑ LTO: Wedel-Berichterstattung: Opfer-Anwalt verklagt Die Zeit. Abgerufen am 5. September 2023.
  9. ↑ Wolfgang Janisch: Siegfried Mauser: Revisionsverfahren vor dem BGH. Abgerufen am 24. September 2019.
  10. ↑ Andrea Bachstein: Prälat soll Mitarbeiter des Vatikans belästigt haben. Abgerufen am 5. Dezember 2019.
  11. ↑ Anwalt entlastet Vatikan-Vorgesetzte. In: Die Tagespost. 8. November 2019, abgerufen am 5. Dezember 2019.
  12. ↑ Rapperin Schwesta Ewa schildert sexuelle Übergriffe – und wird angezeigt. In: Stern. 7. Februar 2018, abgerufen am 5. Dezember 2019.
  13. ↑ "Um Himmels Willen"-Star Mönning: Rock-Lupfer soll neu verhandelt werden. In: Spiegel online. 12. Dezember 2018 (spiegel.de [abgerufen am 10. Dezember 2019]).
  14. ↑ Gisela Friedrichsen: Prozess gegen Antje Mönning: „Was haben Sie gesehen?“ – „Alles!“ 5. Dezember 2018 (welt.de [abgerufen am 10. Dezember 2019]).
  15. ↑ Süddeutsche Zeitung: Starnberger Dreifachmord: Beziehungsmotiv vermutet. Abgerufen am 21. August 2022.
  16. ↑ Prozess um Dreifachmord: Verteidigung erhebt Foltervorwürfe. Abgerufen am 21. August 2022.
  17. ↑ Starnberger Morde – Angeklagter erläutert Geständnis. 25. März 2022, abgerufen am 21. August 2022.
  18. ↑ Fall Gil Ofarim: Anwalt wirft Richter Befangenheit vor. Abgerufen am 21. August 2022.
  19. ↑ Gil Ofarim: Sein Anwalt kritisiert Richter im Antisemitismus-Prozess. Abgerufen am 21. August 2022.
  20. ↑ Nach Stranfanzeige: Ösi-Politiker antwortet Söder mit Spott-Brief. 30. April 2023, abgerufen am 5. Juni 2023.
  21. ↑ Politiker in Österreich stellt Strafanzeige gegen Markus Söder. 30. Mai 2023, abgerufen am 5. Juni 2023.
  22. ↑ Benedikt Siegert, Andreas Berger: Nachbarn beschreiben mutmaßlichen Neuschwanstein-Täter als „introvertiert und unfreundlich“. Abgerufen am 1. Dezember 2023.
  23. ↑ Doppelgängerinnen-Mord: Wer sind die Männer, die Schahraban K. verteidigen?" Abgerufen am 28. Februar 2024.
  24. ↑ Nach Anklage zur Skandal-JVA Gablingen: Verteidiger attackieren Justizministerium. 20. Januar 2026, abgerufen am 16. August 2026.
  25. ↑ Polizeispiegel (DPolG): Auch die Würde des Mörders ist unantastbar. (PDF) Abgerufen am 28. Februar 2024.