Alex Koo
Alex Koo Derudder (* 10. Februar 1990 in Waregem) ist ein belgischer Jazzmusiker (Piano, Komposition).
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Koo, der eine japanische Mutter hat und in einer musikalischen Familie aufwuchs, begann mit fünf Jahren klassisches Klavier zu spielen und wurde bald als „Wunderkind“ gehandelt;[1] mit zehn Jahren wurde er beim Cantabile Concours mehrfach ausgezeichnet. Er interessierte sich insbesondere für die Musik von Claude Debussy, Maurice Ravel und Olivier Messiaen. Als Jugendlicher wandte er sich dann dem Jazz zu.[2] Nach Unterweisungen in Jazzpiano am Konservatorium von Kortrijk absolvierte er ein Bachelorstudium am Koninklijk Conservatorium Den Haag. Dann machte er seinen Master an den Konservatorien von Amsterdam, Kopenhagen und der Steinhardt School of Culture in New York City, wo er auch als Lehrbeauftragter tätig war.
Koos Debütalbum Dance of Hope (2014) erhielt gute Kritiken in Belgien. Im Trio mit Mark Turner und Ralph Alessi veröffentlichte er 2019 das Album Appleblueseagreen, das vom Magazin Down Beat als „atemberaubend originell“ klassifiziert wurde und auf dessen Liste der „Best Albums of 2019“ erschien.[3] Zu Koos Trio gehören zumeist Lennart Heyndels (Bass) und Dré Pallemaerts (Schlagzeug). Sein Trioalbum Blame It to My Chromosomes (2025) mit dem Gast Ambrose Akinmusire erhielt vom Down Beat wiederum vier Sterne.[2] Seine Musik ist „manchmal ganz fragil und melancholisch gefärbt,“ mal tönt sie „aufreibend und sehr energetisch.“[1] Weiterhin arbeitete er mit Kurt Elling, Bert Joris, Peter Bernstein, Benjamin Herman, Mike Mainieri, John Ruocco, Jasper Blom, Martijn Vink, Stefan Lievestro und Clemens van der Feen.
Koo ist zudem Professor für Jazzpiano an der LUCA School of Arts in Löwen (Lemmens Konservatorium).
Preise und Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Koo erhielt 2010 einen ersten Preis beim Prinses Christina Concours, 2015 einen B-Jazz Award für die beste Komposition, einem Fulbright Award und den Prins Bernhard Cultuurfondsprijs.
Diskographische Hinweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dance of Hope (2014, mit Thomas Pol, Attila Gyárfás sowie Caspar van Wijk bzw. Floriaan Wempe)
- Appleblueseagreen (2019), mit Mark Turner und Ralph Alessi
- Identified Flying Object (2021, mit Ralph Alessi und Attila Gyárfás)
- Blame It on My Chromosomes (2025, mit Lennart Heyndels, Dre Pallemaerts sowie Ambrose Akinmure)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Webpräsenz
- Eintrag (jazzinbelgium, englisch)
- Interview (flämisch)
- Alex Koo bei Discogs
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Ssirus W. Pakzad: Jazztime: Der Pianist Alex Koo im Porträt. In: BR Klassik. 12. Juni 2026, abgerufen am 20. Juni 2026.
- 1 2 Dominique Jackson: Alex Koo Trio – UK debut, 24 March 2026. In: UK Jazz News. 5. März 2026, abgerufen am 20. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Alex Koo Etudes for Piano. In: jazz-fun.de. 2023, abgerufen am 20. Juni 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Koo, Alex |
| ALTERNATIVNAMEN | Koo Derudder, Alex |
| KURZBESCHREIBUNG | belgischer Jazzmusiker (Piano, Komposition) |
| GEBURTSDATUM | 2. Februar 1990 |
| GEBURTSORT | Waregem |