Der Aldar Sports Club, auch in der Schreibweise Aldar Ulaanbaatar oder Aldar FC, war ein Fußballverein aus der Mongolei. Seine Heimspiele trug er im Nationalstadion aus, welches 20.000 Zuschauerplätze fasst und in der Stadt Ulaanbaatar steht. Der Verein gehörte in den Anfangsjahren des mongolischen Fußballs zu den erfolgreichsten Mannschaften.
Über den Verein sind nur wenige verifizierbare Informationen bekannt. Daher kann der Verlauf seiner Geschichte, bis auf wenige Jahre, durch Quellen nicht hinreichend belegt werden. Bekannt ist, dass die Mannschaft 1956 Vizemeister wurde. Die erste bekannte Meisterschaft wurde im Jahr 1961 gewonnen.[1] Zu dieser Zeit standen die Nationalspieler Sagar Tserennadmid, Luvsandorj Sandagdorj und Badrakh Tsodol im Kader des Vereins. Aldar wurde in dieser Zeit als mehrfacher nationaler Meister bezeichnet, der zwischen 1956 und 1963 weitere Titel gewonnen haben soll.[2] Belegt werden kann dies jedoch nicht, da keine genauen Informationen aus dieser Zeit vorliegen. In den Jahren 1970, 1974, 1976 und 1980 gewann der Hauptstadtklub die mongolische Meisterschaft.[3] Nach 1980 verliert sich die Spur des Vereins. Mögliche Ursache könnte die Reformierung des mongolischen Fußballs in den 1990er Jahren sein, infolgedessen sich die Fußballabteilung des Vereins auflöse.
Die Institution selbst existiert jedoch weiterhin unter dem Namen Aldar Sports Committee.[4] Dieses fungiert als staatliches Leistungszentrum für das Militär und konzentriert sich heutzutage vorrangig auf Hallen- und Einzelsportarten wie Boxen, Ringen, Taekwondo, Gewichtheben und Basketball. Das dafür genutzte Hauptquartier im Bayanzurkh-Distrikt ist ein mehrstöckiger Sporthallenkomplex.[5] Sportler des Vereins vertraten die Mongolische Volksarmee erstmals bei der 1. Sommerspartakiade der befreundeten Armeen im Jahr 1958 in der DDR. Sie traten in den Disziplinen Basketball, Schießen, Boxen, Leichtathletik, Gewichtheben und militärischer Dreikampf an.[6] Aus den Reihen des Vereins kamen zudem mehrere Olympiateilnehmer wie z.B. die Ringerin Pürevdorjiin Orkhon, der Marathonläufer Tseveenravdangiin Byambajav und der Boxer Kharkhüügiin Enkh-Amar.[7][8][9]