Aktion Bernhard
Aktion Bernhard (auch Unternehmen Bernhard oder Operation Bernhard) wurde eine Geldfälschungsaktion des Sicherheitsdienstes (SD) im Reichssicherheitshauptamt (RSHA) in der Zeit des Nationalsozialismus genannt. Sie ist die bislang größte bekannte Geldfälscheraktion der Geschichte.[1] Ziel war eine massenhafte Fälschung der Pfundnoten der Bank of England in höchster Qualität.
Zielvorgaben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Fälschungsprojekt hat im Wesentlichen zwei Ziele: Das eine war, die britische Wirtschaft mit Falschgeld zu überschwemmen. Die Aktion hätte bei konsequenter Umsetzung dieselben negativen Auswirkungen gehabt wie eine extrem expansive Geldpolitik der Bank of England – durch die Überschwemmung der Volkswirtschaft mit Geld wäre es im Erfolgsfall zu einer enormen Inflation gekommen. Es war weiterhin davon auszugehen, dass die Aktion bei Bekanntwerden in der britischen Öffentlichkeit zu einem Verlust der Glaubwürdigkeit des Pfund Sterling geführt hätte. Dadurch hätte es in großem Umfang zu einem Verlust der Zahlungsmittelfunktion des britischen Geldes kommen können (d. h. britische Konsumenten und Läden hätten die eigene Währung nicht mehr akzeptiert), wodurch der Wirtschaftskreislauf der Volkswirtschaft erheblich gestört worden wäre.
Das andere Ziel war die Bereicherung und Beseitigung der akuten Devisennot des NS-Regimes. Die Operation erbrachte erhebliche Einnahmen aus Geldschöpfungsgewinnen, da die gefälschten Banknoten auf dem internationalen Finanzmarkt abgesetzt werden konnten. Zudem war es hochgestellten Angehörigen des Regimes möglich, sich durch Umtausch der „Blüten“ in andere Währungen und Gold auch persönlich zu bereichern.
Die Bank von England räumte im Jahr 2003 ein, dass die Falschgeldaktion die Stabilität des Pfunds in der Kriegszeit ernsthaft bedroht hatte. Es kann durchaus auch von einer Gefahr für die Stabilität des internationalen Finanzsystems in diesem Zeitraum ausgegangen werden.[2]
Es wurde auch die Möglichkeit genutzt, nur die Vorderseite wie ein Original zu gestalten, auf der Rückseite jedoch einen arabischen Text abzudrucken. Diese Scheine wurden um 1943 über Afrika abgeworfen und postulierten den baldigen Untergang Großbritanniens. Ein solcher Geldschein ist in der Sammlung Winkelhöfer / Dresden erhalten.
Ablauf
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Pläne aus dem Finanzministerium
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 1. September 1939 überfiel das Dritte Reich Polen, was aus europäischer Sicht als Beginn des Zweiten Weltkrieges gesehen wird. Am 18. September 1939 unterbreitet Arthur Nebe, Leiter des Reichskriminalpolizeiamts, auf einer Sitzung des Finanzministeriums den Vorschlag, bekannte Fälscher für die Herstellung echt wirkender britischer Banknoten einzusetzen. Der Plan war es, 30 Milliarden Pfund über Großbritannien abzuwerfen, um die damalige Leitwährung zu erschüttern.[3][4]
SS-Oberhaupt Reinhard Heydrich gefiel der Plan, Propagandaminister Joseph Goebbels stufte ihn als grotesk ein[5] und der Reichsminister für Wirtschaft Walther Funk lehnte ihn ab, da er gegen internationales Recht verstieß.[3] Adolf Hitler genehmigte schließlich den Plan.[3] Dieser gab vor, sich vorerst auf das Pfund Sterling (£) als Währung zu beschränken, wenngleich auch Dokumente wie Reisepässe, Urkunden und Briefmarken gefälscht wurden, die u. a. zur Verwirrung im Ausland und für die Spionage dienten.
Nach Erhalt der Zustimmung Hitlers befahl Heydrich die Einrichtung einer Fälschungsabteilung unter dem Codenamen Unternehmen Andreas bzw. Aktion Andreas. Die Bezeichnung leitete sich dabei vom Andreaskreuz im Union Jack ab.
Vorläufer: Aktion Andreas
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alfred Naujocks war im Dezember 1939 Chef der Gruppe Technik im Reichssicherheitshauptamt (RSHA) und wurde mit einem Etat von rund 2 Mio. Reichsmark ausgestattet um britische Pfundnoten zu fälschen. Von dafür bezogenen Räumlichkeiten in der Berliner Delbrückstrasse begannen die Vorbereitungen. So wurde das Papier echter Pfund-Noten an deutschen Universitäten mithilfe etwa zwölf verschiedener physikalischer, optischer und chemischer Tests analysiert.[6]
Fälschungen dieser Zeit werden heute als Serie A bezeichnet und die Produktion war noch nicht für eine Massenproduktion ausgelegt.
Aktion Bernhard
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Etwa im Juli 1942 wurde die Aktion Andreas von Walter Schellenberg, dem Chef des SD, dem Sturmbannführer Bernhard Krüger übergeben und dieser benannte die Aktion nach dem neuen Leiter um.
Zuständig für die Operation Bernhard im RSHA war (vermutlich) weiterhin das „Amt VI (SD Ausland) F (Technische Hilfsmittel)“. Versuche der Aktion Andreas, in regimetreuen Facharbeiterkreisen geeignete Arbeiter für die Operation zu gewinnen, waren misslungen und das RSHA ließ die Druckerei in den eigenen Räumen schließen. Anschließend griff die SS auf besonders qualifizierte Insassen der deutschen KZ und Vernichtungslager zurück und ließ die Drucktechnik in ein KZ verlegen.[2] Für die Aktion war ein erheblicher Aufwand notwendig. So musste der Algorithmus der Seriennummern und die Ausgabezeit mit realen Banknoten übereinstimmen, die Qualität sollte mit der von echten Banknoten vollkommen übereinstimmen. Die richtige Zusammensetzung des Papiers stellte dabei ein großes Problem dar; erst nach hunderten von Versuchsreihen wurde die Zusammensetzung ermittelt und imitiert. Das Papier für die Geldfälschungsaktion stammte zunächst aus der Papierfabrik Spechthausen im Landkreis Oberbarnim in der Provinz Brandenburg. Die Papierfabrik stellte von 1874 bis 1945 das Papier für die Reichskassenscheine und fast alle Banknoten sowie Wert- und Kreditbriefe, Aktien, Schecks und andere Wertpapiere für das Deutsche Reich her. Im Zuge der Umstellung der Falschgeldproduktion auf Massenfertigung erfolgte die Verlagerung der Papierproduktion zur Papierfabrik Hahnemühle in Relliehausen (heute ein Ortsteil von Dassel). Nach Angaben der Papierfabrik stellte die Hahnemühle rund 1,5 Millionen Druckbogen für Pfundnoten her. Die Fabrik wurde zum kriegswichtigen Betrieb erklärt, die Belegschaft unter Eid genommen.[2] Drucktechnisch wurde dieser Staatsauftrag im KZ Sachsenhausen nördlich von Berlin realisiert.[7][8]
Im KZ Sachsenhausen, in den KZ-Baracken 18 und 19, fälschten 140–144 jüdische Häftlinge (siehe Kapitel Eingesetzte Häftlinge) mithilfe professioneller Geldfälscher ausländische Währungen, vor allem englische Pfundnoten mit Nennwert in Höhe von 132 Millionen Pfund, um die Volkswirtschaften der Alliierten zu destabilisieren. Das entsprach 15 Prozent des britischen Bargeldumlaufes. Einen Höhepunkt erreichte die Produktion im Sommer 1943 mit monatlich etwa 650.000 Banknoten.
Von 1942 bis 1945 wurden Banknoten zu £5, £10, £20 und £50 hergestellt. Später wurde der Plan aufgegeben, die falschen Pfundnoten in größerem Umfang in Umlauf zu bringen. Friedrich Schwend, Sitz Schloss Labers, wurde 1943 Vertriebsleiter für die gefälschten Devisen. Stattdessen wurden damit Devisen gekauft und verschiedene Aktionen der SS mit den gefälschten Pfundnoten unterstützt. So wurde beispielsweise der Spion Cicero (Elyesa Bazna) mit gefälschten Pfundnoten bezahlt.
Die „Blüten“ wurden nach A-, B- und C-Noten sortiert. Dabei waren Scheine der A-Klasse Geldscheine, „die auch Banken akzeptiert haben“, während die C-Noten für einen Abwurf über Großbritannien vorgesehen waren.[9]
Ende und Nachlass
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ende Februar 1945 wurden die Fälschungsarbeiten im KZ Sachsenhausen eingestellt, da die Rote Armee weiter vorrückte. Maschinen, Falschgeld und Häftlinge wurden zunächst über Prag mit dem Zug ins KZ Mauthausen, dann ins KZ-Nebenlager Redl-Zipf verlegt. Die Produktion wurde aber nicht mehr aufgenommen; Druckplatten und verbliebenes Falschgeld wurden in der Nacht vom 28./29. April 1945 im österreichischen Toplitzsee versenkt. Dort wurden sie zum Teil 1959 (im Auftrag des Magazins Der Stern), 1963 (Innenministerium Österreich) und 2000 (TV-Sender CBS) von Tauchern wieder geborgen.
SS-Wachmänner überführten die Häftlinge in das nahegelegene KZ Ebensee, wo sie schließlich mit den anderen Insassen am 5. Mai 1945 von US-amerikanischen Truppen der 11. US-Panzerdivision der 3. US-Armee befreit und an das Rote Kreuz übergeben wurden. Wesentlichen Anteil daran hatte Louis Häfliger, der sich als Delegierter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) zur Begleitung eines Lebensmitteltransports im Lager aufhielt. Damit hatten fast alle der KZ-Häftlinge der Fälschungsaktion die Zeit im KZ überlebt.[2]
Bernhard Krüger wurde im Jahre 1946 von den britischen Behörden verhaftet und verbrachte insgesamt vier Jahre in alliierter Haft. Juristisch wurde er nie belangt. Nach der Haftentlassung lebte er in Dassel und arbeitete bei der Papierfabrik Hahnemühle, die das Papier für die gefälschten Pfundnoten geliefert hatte, und zog später nach Hamburg, wo er 1989 starb.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Infrastruktur von Nationalsozialisten und Überlebenden des Holocaust genutzt, um über Italien nach Palästina oder nach Lateinamerika zu kommen.[10]
Die Bank of England rief nach dem Krieg alle Pfund-Noten ab fünf Pfund zurück. Sie vernichtete damit zwar auch die echten Banknoten, dafür waren aber alle Fälschungen aus dem Verkehr gezogen. Es gab aber keine andere Möglichkeit, weil diese kaum von den falschen zu unterscheiden waren. Neue Pfund-Noten wurden nach und nach neu herausgegeben (£5: 1945, £10: 1964, £20: 1970, £50: 1981) und hatten dann zusätzliche Sicherheitsmerkmale.[11]
Eingesetzte Häftlinge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Rekrutierung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei den eingesetzten Häftlingen handelte es sich nicht um zufällig anwesende Häftlinge. Drucker, Graveure und Schriftsetzer aus zahlreichen europäischen Ländern wurden zwischen Sommer 1942 und Sommer 1944 gezielt ins KZ Sachsenhausen zur Zwangsarbeit verschleppt. Insgesamt waren es wohl 142 Männer. In verschiedenen Veröffentlichungen wird die Gesamtzahl der Gefangenen auch mit 140 oder 144 angegeben. Vermutlich handelt es sich hier um unterschiedliche Zählweisen. So waren sieben Häftlinge aus Geheimhaltungsgründen erschossen worden, da sie nicht zu unbeteiligten Häftlingen ins Krankenlager durften, und zwei Gefangene konnten kurz vor ihrer Befreiung fliehen.[12]
„...Entsprechend dem Befehl hatte ich die Aufgabe, mit Häftlingen jüdischer Abstammung die Geldfälscheraktion durchzuführen. Aus diesem Grund suchte ich zunächst 39 Häftlinge aus, die aus dem KL [KZ] Sachsenhausen zugehörig. Weiter, über 100 Häftlinge, übernahm ich vom KL Ausschwitz. Ich betone ausdrücklich, dass es sich bei diesen Häftlingen, von einer Ausnahme abgesehen, um keine kriminellen Elemente, bzw. berufsmäßige Fälscher und Zuchthäusler, gehandelt hat....“
Von ihnen waren in den 2010er Jahren noch drei am Leben. Einer war Adolf Burger (1917–2016), der in Auschwitz-Birkenau als Nr. 64.401 gekennzeichnet worden war. Er hat über seine Erlebnisse während dieser Zeit ein Buch verfasst (siehe auch zum Film Die Fälscher). Ein anderer ist Abraham Sonnenfeld, dessen Vater in Transsilvanien ein Druckhaus besaß,[9] und auch Jack Plapler (1919–2015) stand noch länger als Zeitzeuge zur Verfügung.
Ermordete KZ-Häftlinge der „Fälscherwerkstatt“
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hermann Gütig, staatenlos (vermutlich unter Zwang ausgebürgert; siehe Ausbürgerung#Diktatur des Nationalsozialismus)
- Abraham Fingerhut, staatenlos (vermutlich unter Zwang ausgebürgert)
- Abraham Kleinfeld, Österreich
- Ernst Stiasny, Tschechoslowakei
- Isaak Sukiennik, Sowjetunion
- Karl Sussmann, Österreich[2]
Sabotage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die technischen und logistischen Rahmenbedingungen im KZ Sachsenhausen waren für eine große Produktionsmenge zwar vorhanden, aber die KZ-Insassen leisteten Widerstand und riskierten zu der ohnehin allgegenwärtigen Todesgefahr ihr Leben. So wurden beispielsweise ca. neun Millionen britische Pfund-Scheine gedruckt, aber nur 670.000 Scheine an das Reichssicherheitshauptamt ausgeliefert, somit eine Makulaturquote von 92 %. Die Facharbeiter verzögerten absichtlich die Aktion und produzierten Ausschuss.[2]
Trotz der grundsätzlichen Perfektion der Herstellung konnte einer der ehemaligen Häftlinge zur Überraschung seiner britischen Befrager mit erstaunlicher Schnelligkeit gefälschte Noten erkennen. Als Erklärung gab er an, dass die druckfrischen Noten noch nachbearbeitet wurden, um diesen das Aussehen gebrauchter Scheine zu verleihen. Dazu gehörte auch das Zusammenheften von Scheinen mittels Sicherheitsnadeln, ein damals übliches Vorgehen, das kleine Einstichlöcher im Papier hinterließ. Im Bestreben, die Pläne ihrer Auftraggeber zu hintertreiben, stachen die Häftlinge dabei durch das Wappen, was kein patriotischer Brite tun würde.
Briefmarkenfälschung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf Weisung von Heinrich Himmler wurde auch die Fälschung britischer Briefmarken in Auftrag gegeben. Die erste Propagandafälschung war eine Verfälschung des Motives der Gedenkmarke zu 1⁄2 Penny anlässlich des königlichen Silberjubiläums 1935. Der Kopf des britischen Königs wurde durch den Kopf Josef Stalins ersetzt. Es wurden weitere Motive gefälscht, so die Marke anlässlich der Königskrönung von 1937 und der britischen Dauermarkenserie von 1937 mit dem Porträt von König George VI.
Mit der Ausführung dieser Fälschungen hatte Bernhard Krüger den Maler und Grafiker Leo Haas beauftragt.[14][15]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter Bower: The Exeter Papers. The British Association of Paper Historians, London 2001, ISBN 978-0-9525757-2-6, Operation Bernhard: The German Forgery of British Paper Currency in World War II, S. 43–65 (englisch).
- Adolf Burger: Des Teufels Werkstatt. Die Geldfälscherwerkstatt im KZ Sachsenhausen. Neues Leben (Erweiterte Neuauflage Hentrich & Hentrich 2005), Berlin 1985, ISBN 978-3-933471-80-2.
- Bryna O. Burke: Nazi Counterfeiting of British Currency During World War II: Operation Andrew and Bernhard. 1988, ISBN 978-0-9618274-0-3 (englisch).
- Peter Edel: Wenn es ans Leben geht. Autobiografie, 1. Aufl., Teil 2, S. 54 ff. Verlag der Nation, Berlin 1979, ISBN 3-87682-714-0.
- Shraga Elam: Hitlers Fälscher. Wie jüdische, amerikanische und Schweizer Agenten der SS beim Falschgeldwaschen halfen. Ueberreuter Verlag, Wien 2000, ISBN 3-8000-3757-2.
- Werner Kopacka: Enthülltes Geheimnis Toplitzsee. Steirische Verlagsgesellschaft, Graz 2001, ISBN 3-85489-041-9.
- Charlotte Krüger: Mein Großvater, der Fälscher. Eine Spurensuche in der NS-Zeit, DVA, München 2015. ISBN 978-3-421-04623-9.
- Julius Mader: Der Banditenschatz. Ein Dokumentarbericht über den geheimen Goldschatz Hitlerdeutschlands. Verlag der Nation (überarbeitete und ergänzte Ausgabe), Berlin 1973, Kapitel III: Die Waffe aus Papier, S. 56–86.
- Lawrence Malkin: Krueger's Men: The Secret Nazi Counterfeit Plot and the Prisoners of Block 19. Little, Brown, New York City 2008, ISBN 978-0-316-06750-8 (englisch).
- Deutsche Übersetzung: Lawrence Malkin: Hitlers Geldfälscher. Wie die Nazis planten, das internationale Währungssystem auszuhebeln. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2008, ISBN 978-3-404-64228-1.
- Florian Osuch: „Blüten“ aus dem KZ. Die Falschgeldaktion „Operation Bernhard“ im Konzentrationslager Sachsenhausen. VSA Verlag, Hamburg 2009, ISBN 978-3-89965-389-2.
- Anthony Pirie: Operation Bernhard. Cassell & Co.(OCLC 603725), London 1961 (englisch).
- Gerald Steinacher: Nazis auf der Flucht. Wie Kriegsverbrecher über Italien nach Übersee entkamen. Studien Verlag, Innsbruck-Wien-Bozen 2008, ISBN 978-3-7065-4026-1, S. 180 ff.
- M.H. Stoltenhoff: Aktion Bernhard: Die größte Geldfälschung der Geschichte gegen die Bank von England im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit. REDIROMA-Verlag, 2021, ISBN 978-3-9852726-2-4, S. 336.
- Franz Wegener: Der Alchemist Franz Tausend. Alchemie und Nationalsozialismus. KFV, Gladbeck 2006, ISBN 3-931300-18-8, 5.3: Vom Gold- zum Geldmachen: Himmlers Fälscherwerkstatt.
- Wolf H. Wagner: Der Hölle entronnen. Stationen eines Lebens. Eine Biografie des Malers und Graphikers Leo Haas. Henschel Verlag, Berlin 1987, ISBN 3-362-00147-5.
Filme
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1952: Die Spur führt nach Berlin, Regie: Franz Cap, mit Gordon Howard, Irina Garden und Kurt Meisel über die Fortführung der Aktivitäten der Geldfälschung im Nachkriegs-Berlin.
- 1959: Der Schatz vom Toplitzsee, Regie: Franz Antel, mit Joachim Hansen, Sabina Sesselmann und Gert Fröbe
- 1965: Geld Geld Geld – Zwei Milliarden gegen die Bank von England, Regie: Eugen York
- 1966: Geld kennt keine Grenzen, Regie: Eugen York, Fortsetzung des Films von 1965
- 2003: Ein jüdischer Naziagent in Tel Aviv, Recherche: Shraga Elam, Regie: Franz J. Halle, RAI
- 2007: Die Fälscher, Regie: Stefan Ruzowitzky, mit Karl Markovics, August Diehl, Devid Striesow und Marie Bäumer
- 2008: Die echten Fälscher. Hitlers Fälscher, die Operation Bernhard. Regie: Christian Giesser, 45 min, Dokumentation mit Zeitzeugen wie den KZ-Überlebenden Wolfgang Löhde, Adolf Burger, Isaak „Jack“ Plapler, Hans Walter, Gerhard Zauner
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eine sogenannte „Bernhard-Fälschung“ (Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen). Abgerufen am 23. Oktober 2025.
- 10 Pfund-Banknote „Operation Bernhard“. Deutsches Spionagemuseum, abgerufen am 23. Oktober 2025.
- Hans Fricke: Spurensuche im Toplitzsee. (Der bekannte Filmemacher und Biologe Professor Hans Fricke tauchte im Juni 1983 mit einem U-Boot). ZDF, 2. September 2003 ehemals im (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
- Marlen Dannoritzer: So wollte die SS die britische Wirtschaft ins Chaos stürzen. www.welt.de, 25. März 2023, abgerufen am 23. Oktober 2025.
- Thorsten Schmitz: KZ-Häftlinge als Geldfälscher: Das richtige Leben des Fälschers. www.sueddeutsche.de, 14. April 2010, abgerufen am 23. Oktober 2025.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ „Unternehmen Bernhard“: Spurensuche im Toplitzsee. Hans Fricke über seine Recherchen zur Dokumentation. In: Terra X. ZDF, 2. September 2003, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 3. Dezember 2016; abgerufen am 26. August 2014.
- ↑ a b c d e f Florian Osuch: „Blüten“ aus dem KZ. Die Falschgeldaktion „Operation Bernhard“ im Konzentrationslager Sachsenhausen. VSA Verlag, Hamburg 2009, ISBN 978-3-89965-389-2.
- ↑ a b c Malkin, Lawrence (2008). Krueger's Men: The Secret Nazi Counterfeit Plot and the Prisoners of Block 19. New York: Little, Brown. ISBN 978-0-316-06750-8 (englisch)
- ↑ Pirie, Anthony (1961). Operation Bernhard. London: Cassell & Co. OCLC 603725 (englisch)
- ↑ Nachtstern, Moritz; Arntzen, Ragnar (2008) [Erstveröffentlichung 1949 als Falskmynter i blokk 19 (in Norwegen)]. Counterfeiter: How a Norwegian Jew Survived the Holocaust. Übersetzung in Englische von Nachtstern, Sidsel. Oxford: Osprey Publishing. ISBN 978-1-84603-289-9 (englisch)
- ↑ 70 Jahre «Operation Bernhard» – Die grösste Banknoten-Fälschungsaktion aller Zeiten von Martin Fürbach auf www.papierhistoriker.ch
- ↑ Brandenburgische Archive. (PDF; 1,2 MB) Landeshauptarchiv Brandenburg, S. 4, archiviert vom ; abgerufen am 7. Juni 2023.
- ↑ The Exeter Papers, Studies in British Paper History. British Association of Paper Historians, archiviert vom ; abgerufen am 7. Juni 2023 (englisch).
- ↑ a b Thorsten Schmitz: Das richtige Leben des Fälschers. In: Süddeutsche Zeitung 2008 Nr. 53. 2. März 2008, S. 3, abgerufen am 26. August 2014.
- ↑ Gerald Steinacher: Nazis auf der Flucht. Wie Kriegsverbrecher über Italien nach Übersee entkamen. Studien Verlag, Innsbruck 2008, ISBN 978-3-7065-4026-1, S. 186–189.
- ↑ Bank of England: Withdrawn Banknotes Reference Guide. Bankofengland.co.uk, archiviert vom am 29. März 2017; abgerufen am 9. Juli 2015 (englisch).
- ↑ Florian Osuch: „Blüten“ aus dem KZ. Die Falschgeldaktion „Operation Bernhard“ im Konzentrationslager Sachsenhausen. VSA Verlag, Hamburg 2009, ISBN 978-3-89965-389-2. S. 44 ff.
- ↑ Florian Osuch: „Blüten“ aus dem KZ. Die Falschgeldaktion „Operation Bernhard“ im Konzentrationslager Sachsenhausen. VSA Verlag, Hamburg 2009, ISBN 978-3-89965-389-2. S. 132
- ↑ Peter Edel: Wenn es ans Leben geht, Autobiografie, 1. Aufl., Teil 2, S. 54 ff., Verlag der Nation, Berlin 1979, ISBN 3-87682-714-0.
- ↑ Wolf H. Wagner: Der Hölle entronnen. Stationen eines Lebens. Eine Biografie des Malers und Graphikers Leo Haas, Henschel Verlag, Berlin, 1987, ISBN 3-362-00147-5.