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Kettenfauststoß

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Beim Kettenfauststoß handelt es sich um eine wahrnehmungsunabhängige Selbstverteidigungstechnik, bei der in schneller Abfolge Fauststöße beider Hände, von der Mittellinie des Körpers ausgehend, erfolgen.

Ausführung

Die Schläge erfolgen auf gerader Linie. Es befindet sich immer ein Arm im vollendeten Schlag, während der andere auf der Mittellinie des Körpers angezogen ist. Nachdem der schlagende Arm die maximale Ausdehnung erreicht hat, wird er passiv (durch Sehnenschnellkraft) zurückgezogen, während der zweite Arm aktiv auf der zentralen Mittellinie nach vorne gestoßen wird. Daraus resultiert eine kontinuierliche Fauststoßbewegung, bei der beide Arme zeitversetzt dieselbe Bewegung ausführen. Es wird dabei stets die nach vorne schnellende Faust über die zurückgezogene gestoßen. Beim Auftreffen sind die Hände zur Faust geschlossen. Die Faust wird beim Kettenfauststoß im Gegensatz zu vielen anderen Schlagtechniken vertikal gehalten und bildet eine gerade Verlängerung des Unterarms.

Wirkung

Ein fähiger Anwender ist in der Lage, über zehn Schläge in der Sekunde auszuführen. Diese hochfrequente Verteidigungsmethode führt im Anwendungsfall zu einer Überreizung der optischen Wahrnehmung des Angreifers, sodass dieser nicht mehr in der Lage ist, überlegt zu reagieren. Dadurch wird es dem Verteidiger ermöglicht, seinen Gegner durch taktil antrainierte Folgetechniken schnellstens kampfunfähig zu machen.

Herkunft

Der Kettenfauststoß stammt ursprünglich aus dem chinesischen Quanfa, insbesondere dem Wing Chun. Einige Theorien gehen auch davon aus, dass es sich bei dieser Schlagtechnik um einen Export aus der griechischen Kampfkunst des Pankration handelt.

Anwendungsgebiet

Bekannt ist der Kettenfauststoß heutzutage aus dem Selbstverteidigungssystem Wing Chun. Einige Vertreter dieser Stilrichtung bezeichnen den Kettenfauststoß oft auch als Wing-Chun-eigene Stoßtechnik, was allerdings angezweifelt wird.