Diskussion:Sächsischer Genitiv
Weshalb Sächsisch ?
Und was ist an dem Genitiv "sächsisch". Bitte mal rausarbeiten was der Unterschied (und vermutlich grammatikalisch falsche) im Gegensatz dum deutschen Genitiv ist --WolfgangS 20:59, 13. Mär 2006 (CET)
- Offensichtlich bewerten Sie die Dinge nur nach Ihrem eigenen Horizont : Gugge hier : Originaler EintragSchmierer 21:59, 13. Mär 2006 (CET)
- Tut mir leid wegen dem gestrigen Satz. Man sollte Wikipedia nicht allzu ernst sehen und stets den Rechner abschalten und eine Nacht darüber schlafen, bevor man Dritte in etwas einbezieht, womit sie nichts zu tun haben. Irgendwann lerne auch ich, Rabulisten einfach zu akzeptieren.Schmierer 19:14, 14. Mär 2006 (CET)
Warum wurde denn im Artikel "wiederum" in "widerum" geändert?? WolfgangS, grammatisch falsch ist am Sächsischen Genitiv (SG) ersma gar nichts, sondern bezeichnet wohl die Konstruktion "Eigenname im Genitiv plus Nomen" (siehe Artikel). In die Diskussion kam er, als so Zeugs wie "Monika's Nagelstudio" (also mit Apostrophierung des Genitiv-s wie im Englischen) aufkam. Ich vermute, dass man im Zuge dieser Diskussion solche Phänomene mit dem SG verbindet - wegen der (angel)sächsischen Schreibung!? Als Beispiel würde ich noch "Brehms Tierleben" aufnehmen, diesen SG gibts seit über 100 Jahren. -- rorkhete 22:54, 13. Mär 2006 (CET)
Ich glaub, mit Sächsisch ist hier nicht das heutige Bundesland Sachsen und sein Dialekt gemeint, sondern (angel-)sächsisch. --Mkill 02:23, 14. Mär 2006 (CET)
mit angelsächsisch, wie es jetzt auch im Artikel steht ist es klarer. Denn ich vermochte bisher keinerlei sächsischen (ostdeutschen) Dialekt darin erkennen --WolfgangS 05:39, 14. Mär 2006 (CET)
Da haben Sie Recht mit dem Brehm, Rokhete. Und auch Mkill - es ist der anglosaxon genitive und hat nichts zu tun mit dem Bundesland Sachsen. Die Sachsen aus SH gab es schließlich schon ein paar Jahrhunderte vor der deutschen Fraktion. Bemerkenswert ist jedoch, daß im Zuge der Unternehmensgründungen ab 1989 der (vorher in der DDR unübliche) sächsische Genitiv in seiner englischen Variante wie viele andere Untugenden unreflektiert übernommen wurde. Die Firmennamen sind übrigens nicht falsch, sondern erlaubt. So schossen Firmen wie Becker's Geschenkeladen u. ä. aus dem Boden. Im Nachhinein griff diese Vorliebe auch auf die alten Bundesländer über.
Apostroph
Bei folgendem Satz habe ich Verständnisprobleme: "Das Deutsche schreibt hierbei den Sächsischen Genitiv ohne Auslassungszeichen, erlaubt den Apostroph (apóstrophos: „Entfallendes“, „Abwendung“) aber dahinter als Mittel der Interpunktion, um die Grundform eines Eigennamens hervorzuheben - (Peter's Auto) (Duden § 97)." Laut Auslassungszeichen ist der Apostroph ein Auslassungszeichen. Das Deutsche schreibt den Sächsischen Genitiv ohne Auslassungszeichen, erlaubt aber den Apostroph (ein Auslassungszeichen) als Mittel der Interpunktion (Zeichensetzung)? Jetzt mit oder ohne? Ich bin ein wenig verwirrt. --92.202.127.86 18:56, 30. Apr. 2009 (CEST)
- "Auslassungszeichen" und "Apostroph" sind hier synonym. Im Deutschen wird das Genitiv-s normalerweise nicht mit Apostroph getrennt. §97 lässt ihn (den Apostroph) aber unter gewissen Bedingungen ausnahmsweise zu. --AchimP 13:12, 1. Mai 2009 (CEST)
- Danke, ich glaube ich hab's jetzt kapiert: Der normale deutsche Genitiv mit "s" gilt bereits als "sächsischer Genitiv", nicht nur die Variante mit Apostroph. Ich war zu sehr auf die englische Sprache fixiert. Das Deutsche kennt den sächsischen Genitiv nicht nur, er ist wesentlicher Bestandteil der deutschen Grammatik... --92.202.115.174 22:40, 3. Mai 2009 (CEST)
Frage zur alten Schreibweise vor 1901
Im Englischen wird ja nur das Auslassungszeichen gesetzt, wenn ein Eigenname auf "s" endet. Wie wurde das vor der Rechtschreibreform im Deutschen Reich gehandhabt? (nicht signierter Beitrag von 87.180.103.208 (Diskussion | Beiträge) 15:47, 8. Jul 2009 (CEST))
- Deine einleitende Aussage ist falsch. Ein Apostroph wird im Englischen beim sächsischen Genitiv immer gesetzt, nicht nur wenn ein Eigenname auf s endet "John's car". Im Englischen wird aber das Genitiv-s weggelassen, u.a. wenn das Nomen im Nominativ bereits auf "s" endet "cats' feet are small". Siehe en:Saxon genitive --AchimP 16:41, 8. Jul. 2009 (CEST)
- Da hast Du etwas falsch verstanden, "nur" wurde in der Frage nicht im Sinne von "ausschliesslich" sondern im Sinne von "lediglich" verwendet. Bleibt aber immre noch unklar, ob und wann das Genitiv-s vor der Reform von deutschsprachigen Verwendern, analog zur Verfahrensweise im Englsichen, gestrichen wurde. (nicht signierter Beitrag von 87.180.86.175 (Diskussion | Beiträge) 14:57, 9. Jul 2009 (CEST))
- Ach so. Mein Fehler, sorry. Da hat mich Dein Verweis aufs Englische in die Irre geführt, denn im Deutschen verhält es sich ja genau so ("Hans' Auto"). Deine Frage kann ich Dir nicht sicher beantworten; ich vermute, es war vor 1901 so wie nach 1901. Vielleicht hilft Dir Orthographische Konferenz von 1901 und die dortige Literaturliste weiter. --AchimP 15:38, 9. Jul. 2009 (CEST)
Sächsischer Genetiv vs. Genetiv mit Apostroph-s
Hm, ich glaube, außer dem ersten Absatz geht der ganze (!) Artikel am Thema vor. Ein sächsischer Genetiv ist ein Genetiv, der seinem Bezugswort voransteht, z. B. "des Kaisers neue Kleider". Ob man jetzt "Kaisers" oder "*Kaiser's" schreibt, ist ein orthographisches Problem, ändert aber nichts daran, dass "des Kaisers neue Kleider" ein sächsischer Genetiv ist, den der Duden selbstverständlich erlaubt.
Viel interessanter sind z. B. Feststellungen wie die, dass ein sächs. Genetiv automatisch determiniert ist (also "meines Vaters Auto" = "DAS Auto meines Vaters"), es mithin nicht möglich ist, indeterminierte Bezugswörter in den sächsischen Genetiv zu stellen (also "ein Auto meines Vaters").
Ich würde den Artikel DRINGEND zur Bearbeitung markieren. (nicht signierter Beitrag von 84.153.44.181 (Diskussion) 10:43, 19. Mai 2010 (CEST))
Qualitätssicherung.
Ich wollte oder sollte den Artikel eigentlich sichten, werde ihn aber jetzt bei der Qualitätssicherung eintragen.
Begründung:
Es wird meines Erachtens überhaupt nicht richtig deutlich, worum es in dem Artikel eigentlich genau geht. Geht es ...
- (a) darum, die Genetivbildung im Englischen durch das Anhängen von "'s" von der durch das Vorstellen von "of..." zu unterscheiden?
...oder...
- (b) darum, ob man bei der Genetivbildung auf "-s" im Deutschen das "s" gleich ans Substantiv dranhängt oder nach englischem Vorbild einen Apostroph dazwischen schiebt.
Das sind doch zwei völlig verschiedene paar Schuhe.
Darüber hinaus finde ich auch einige andere Passagen des Artikels recht fragwürdig, z.B. ob die Genetivbildung mithilfe von "of..." im Englischen tatsächlich von Wilhelm dem Eroberer "eingeführt" wurde, wie es hier steht. Im modernen Niederländisch (auch eine germanische Sprache), wird der Genetiv fast nur noch nach diesem Muster gebildet (mit "van..."), wie es in der mündlichen deutschen Umgangssprache auch immer üblicher wird ("die Kinder von Frau Müller"),
ohne dass Wilhelm der Eroberer und seine Normannen in Holland oder Deutschland Fußgefasst hätten.
Ich bin daher der Ansicht, dass der ganze Artikel einer gründlichen Überarbeitung bedarf und einige Passagen eventuell ausgelagert oder weggelassen werden sollten.
Schönen Gruß: --Þomas 15:55, 16. Dez. 2010 (CET)
- Eigentlich ist der sächsische Genitiv ein grammatikalisches Phänomen. Wie das letztlich aufgeschrieben wird ist an sich unerheblich (aber vlt. nicht irrelevant). Dafür spricht, dass sich der sächsische Genitiv auch in der gesprochenen englischen Sprache finden lässt und m.W. auch dort so benannt wird. Was die Einführung des "of" angeht; Mit William begann vielleicht die Phase der Entlehnungen französischer Elemente und Wörter in die englische Sprache. Aber die Tatsache, dass Sprachwandel ein sich über Jahrhunderte hinziehender Prozess ist, erübrigt mMn jegliche Spekulationen, jemand könne direkt dafür verantwortlich sein.--Mrmryrwrk'soch'os! 13:16, 4. Jan. 2011 (CET).
- Ich hab den Artikel mal dahingehend etwas angepasst, es fehlen aber noch ein paar dinge, für die nachzuschauen ich im Moment keine Zeit habe, u.a.
- Vorkommen in anderen Sprachen außer Deutsch und Englisch
- --Mrmryrwrk'soch'os! 12:48, 17. Jan. 2011 (CET).
Begründung Revert
Kurz als Begründung für diesen Revert: Zum einen ist der Begriff der Dependenz (d.h. eine der NPs wird von der anderen regiert) hier entscheidend, da z.B. auch Koppola-Verbindungen ein („gleichberechtigtes“) Verhältnis zwischen zwei nominalen Phrasen darstellen, das kein Genitiv ist; zum anderen sollte die reine Beschreibung des sächsischen Genitivs unabhängig von der orthographischen Realisierung erfolgen. Überdies wird das Apostroph in der Englischen Rechtschreibung im Abschnitt „Orthographie“ behandelt, so dass dieser Vorgriff unnötig ist.--Mrmryrwrk'soch'os! 16:07, 30. Jan. 2011 (CET).
- Na dann, von mir aus ... (Ist jetzt eigentlich geklärt, wie man Dependen"z/s" schreibt?)--Hirt des Seyns 18:13, 30. Jan. 2011 (CET)
- Das Dependens ist das Ding, was abhängig ist, Die Dependenz ist der Zustand abhängig zu sein. (So hab ich das zumindest aufgeschnappt)--Mrmryrwrk'soch'os! 00:46, 31. Jan. 2011 (CET).
- Na dann, von mir aus ... (Ist jetzt eigentlich geklärt, wie man Dependen"z/s" schreibt?)--Hirt des Seyns 18:13, 30. Jan. 2011 (CET)
Wie wird das Beispiel des Artikels übersetzt?
Was bedeutet: [[The police man who hit the demonstrator]-s car]? Ich vermute, es soll hier heißen: "Das Auto des Polizisten, der den Demonstranten schlug". Aber da der Satz meiner Meinung nicht eindeutig ist, sollte man die Übersetzung dazuschreiben. Sonst kann man hier auch lesen: "Der Polizist, der das Auto des Demonstranten schlug". Vielen Dank für eine Aufklärung. --Star Flyer 13:05, 16. Mär. 2011 (CET)