Diskussion:Historikerstreit
Titel
Ich finde diesen Titel problematisch, es gab nicht nur einen Historikerstreit. Vor einigen Jahren fanden in Israel massive Grabenkämpfe statt, welche Faktoren nun zum Sieg im Sechstagekrieg geführt hatten, das wurde auch Historikerstreit (israelischer Historikerstreit) genannt. Vorschlag: "Deutscher Historikerstreit". Singularitätshistorikerstreit? :) -- Mathias Schindler 08:53, 16. Mär 2004 (CET)
- Da bin ich dagegen. Natürlich gibt es immer Historikerstreits (Zwei Historikprofessoren im Lehrstuhl: Ich habe Dir doch gesagt, Du sollst neuen Zucker kaufen! Anderer: Wenn Du Idiot den Kaffee nicht immer so stark machen würdest, bräuchtest Du keinen Zucker! ;-) ).
Aber wenn man im Deutschen vom "Historikerstreit" redet, dann meint man den Streit von 1986, genauso wie man unter "Verbrechen der Wehrmacht" die Ausstellung von Reemtsma(tm) versteht.
Wenn man immer versucht, bei sowas für den letzten D... hinter dem Mond eine Begriffserklärung dazuzuschreiben, dann kommt sowas bei raus wie in Verbrechen der Wehrmacht, dessen erster Abschnitt sinngemäß mal lautete: "Verbrechen der Wehrmacht bezeichnet Verbrechen, die von der Wehrmacht begangen wurden. Meist wird der Ausdruck aber verwendet für..."
Ich denke, der "Historikerstreit", den Du meinst, könnte man dann eher als "Israelischer Historikerstreit" bezeichnen; "Singularitätsh." halte ich für entgültig daneben, weil das Thema des H. schon fast die Grundlage für einen neuen H.streit ist. Viele Menschen halten Shoah eben /nicht/ für Einmalig, erstens wegen der Vernichtung der Sinti und Roma während dem Holocaust selbst, zweitens, weil die Argumente für die Einmaligkeit des Holocaust ihn sicher zu einem besonderen Genozid machen, aber man durchaus gute Argumente finden kann, weswegen er trotzdem den Status der "Einmaligkeit" nicht verdient.
--Dingo 12:42, 16. Mär 2004 (CET)
Die Behauptung, daß der Holocaust ein in der Geschichte der Menschheit einmaliger Vorgang war ist von großer Bedeutung gerade für die Deutschen und sollte nicht leichtfertig ohne sorgfältige Prüfung der Historie und ausführliche Begründung einfach so aufgestellt werden.
Die Argumente des Historikerstreites aus dem Jahre 1986 reichen schon deshalb heute nicht mehr aus, weil
wesentliche Tatsachen über die Massenmorde der Kommunisten i vorigen Jahrhundert erst allgem ein bekannt gewoden sind durch das Schwarzbuch des Kommunismus (von Stephane Courtois u.a. 1998). Es sollte jeder, der sich zu der Frage der Einmaligkeit des Holocaust äußert, sich zunächst durch sorgfältige Lektüre des Schwarzbuches des Kommunismus informieren darüber wie das "faktische Prius" der Massenmorde der Bolschewisten in den Jahren 1917ff in Rußland im einzelnen beschaffen war und sich abgespielt hat. Danach erst d.h. in vollständiger Kenntnis dieser Massenmorde und der anderen besoners im vorigen Jahrhundert, ist es möglich Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Massenmorde zu erkennen und sich eine Meinung zu bilden.
Jeder, der das Ende des 1000jährigen Reiches noch erlebt hat, sei es auch als Kind, war heilsfroh, daß es nach 12 Jahren vergangen war und mit ihm die Maulhelden,die gleich 1000 Jahre für das Reich in den Blick nahmen und ihren Zeitgenossen propagierten. Vor diesem Hintergrund besteht erhebliche Skepsis, wenn jetzt nicht nur gleich 1000 Jahre sondern sogar die ganze Geschichte der Menschheit beschworen wird. Der Hinweis von Matthias Schindler vom 16. März 2004 ist sicherlich berechtigt 21. Juli 05
- Diese Diskussion ist eine Phantomdiskussion. Die im Dritten Reich betriebene Judenvernichtung ist einmalig - sie ist das selbst, wenn andernorts irgedwann schon einmal mehr Menschen vernichtet wurden. Wir haben in unserer Geschichte kein Pendant zu ihr, und haben in keiner anderen Zeit dasselbe getan. Und wir müssen uns unserer Geschichte stellen - das tun wir schlecht, wenn wir auf andere zeigen und mutmaßen, das könne an dem Ungeheuerlichen dieses Faktums etwas relativieren.
- Das ist ein Faktum, das in unsere Geschichte allerdings schlecht paßt - und von dem Gefühl zeugt der vorangegegangene Betrag. Auch das will ich gerne glauben, daß kaum noch jemand das Dritte Reich am Ende seiner Tage liebte. Allein: das in unserer Geschichte sperrige Faktum bleibt davon unberührt. Mit der Bitte, daß wir hier keine Debatte führen, die grundsätzlich einmalige Opfer verletzt, --Olaf Simons 20:46, 21. Jul 2005 (CEST)
Daß der Holocaust in der deutsche Geschichte ein einmaliges Ereignis ist, wird niemaqnd bestreiten wollen. Wer aber gleich die ganze Geschichte der Menschheit beschwört wird das begründen müssen durch Sachkenntnis, nicht ins Blaue hinein. Wie die Opfer des Holocaust dadurch beleidgt werden , bleibt unverständlich. Die Opfer von Massenmorden jeder Art in solche erster und zweiter und sonstiger Klasse einzuordnen hat schon Hanna Arendt mit Recht als pervers bezeicnet. Wer wollte mit welcher Qualifikation und welcher Legitimation dazu berufen fühlen und nach welchen Kriterien wird entschieden, ob ein historiches Ereignis einmalig ist oder nicht. Letztendlich ist jedes historische Ereignis einmalig. 22. Juli 05
- ein unerfreulicher Austausch --Olaf Simons 21:55, 22. Jul 2005 (CEST)
Was ist eigentlich eine "Phantomdiskussion"? Eine Diskussion ,die zum Gegenstand hat ein Phantom? Der Holocaust war leider kein Phantom. Oder wird eine Diskussion von denjenigen als "Phantomdiskussion" bezeichnet,die nicht gefällt ohne daß sie in der Lage wären dieses Nichtgedfallen zu begründen. Bei einem für die Deutschen so bedeutsamen und für folgende Generationen folgenreichen Thema wird diese Bezeichnung "Phantomdiskussion" zu dürftig sein. Es geht um die zutreffende d..h. wahrheitsgemäße historische Einordnung des Holocaust d.h. zunächst einmal sich mit den fffür die Diskussion relevanten historischen Ereignissen vertraut zu machen. Wer sich überhaupt urteilend zu den Massenmorden des vorigen Jahrhrunderts äußert, muß deshalb jedenfalls sich mit den Massenmorden der Bolschewisten in den Jahren 1917 ff vertraut machen. Was seit 1998 möglich ist durch die Lektüre des Schwarzbuch des Kommunismus. Ignoranz führt zu Intoleranz. Wahrheit macht frei. Man muß nur bereit sein sie zur Kenntnis zu nehmen, wenn man auf angemessenen Niveau diksutieren will. 27.Juli 05 134.100.32.47
- Phantomdiskussion wie Phantomschmerz - eine Diskussion, die jemand führt, dem der ganze Arm abhandenkam und der qualvoll begreifen muß, daß das kein Schmerz an seiner Hand ist, was er da verspürt. Sie führen diese Diskussion öfter. Sie haben binnen weniger Sätze sich wiederholt, wiederholen sich in dieser Sache dauernd. Sie gehen gezielt dorthin, wo man Ihnen mit Unverständnis begegnet, wo Sie die Reaktion kriegen, die sie soeben kriegen. Es ist Ihre Wunde und keine angenehme Situation. Unrecht beklagen Sie, statt um das zu trauern, was falsch gelaufen ist. --Olaf Simons 20:42, 27. Jul 2005 (CEST)
Es geht darum, die Geschichte des vorigen Jahrhunderts auch soweit es sich um Massenmorde handelt ohne Schaum vor dem Mund und stocknüchtern (sine ira et studio, worum sich die Römer schon vor 2000 Jahren bemühten) zur Kenntnis zu nehmen. Alsdann geht es darum, daß jede Generation aus eigener Verantwortung die für sie relevanten Fragen stellt, wozu sie vorangegangenen und kommenden Generationen gegenüber verpflichtet ist. Wäre z.B. die Generation nach dem 1. Weltkrieg dieser moralischen Verpflichtung nachgekommen, wäre es wahrscheinlich zum 2. Weltkrieg garnicht erst gekommen. Das eigene freie selbstbewußte Denken ist bekanntlich das beste Mittel gegen Abhängigkeiten von Ideologien und Väterdämonen. Das "Nachplappern" von Thesen der Alten in Verbindung mit Verunglimpfungen derjenigen,die anderer Meinung sind, ersetzt weder die notwendigen historischen Kenntnisse noch eine Begründung
für die eigenen Meinung. Eine Wunde verspüre ich nicht. Ich verspüre auch jkeine Schuld, denn ich habe mich durch keiner Handlung schuldig gemacht.Was ich zu betrauern habe, weiß ich selbst und brauche es mir von anderen nichzt vorschreiben zu lassen. Ich bedaure natürlich, wie wohl jeder andere auch, die Toten des vorigen Jahrhunderts, besonders natürlich die unschludigen Opfer von Massenmorden und hoffe, daß das erlaubt ist. Die Frage bleibt leider nach wie vor unbeantwortet: Wer ist mit welcher Qualifikation und Legitimation dazu berufen ein geschichtliches Ereignis als "historisch singulär" zu bezeichnebn und nach welchen Kriterien wird eine solche Zuordnung vorgenommen. Ob diese Fragen diesem oder jenem gefallen oder nicht, ist nicht relevant. Diffamierungen offenbnaren nur, daß sachlich begründete Antworten offenbar den Diffamierer überfordern. 30. Juli 05
- Hallo: Es sollten die Grundsätze beachtet werden: Es ist "eine für alle rational denkenden Beteiligten akzeptable Beschreibung zu formulieren". Wenn an der Geschichte interessierte, junge Leute unbefangen Fragen stellen, die bei der älteren Generation ( den "alten Säcken") nicht willkommen sind, so ist das ein ganz normaler Vorgang im Rahmen eines jeden Generationenkonfliktes. 1968 wird es nicht viel anders gewesen sein. Unprofessionell und geradezu etwas unbeholfen wirkt es aber, wenn auf solche Fraagen nicht sachlich sondern emotional und mit Diffamierung des Fragestellers reagiert wird. Eine Ansicht und auch eine Frage ist nicht unberechtigt, nur weil sie die eines politisch Andersdenkenden ist, kann man aus den Grundsätzen entnehmen.
``++spektator 31. Juli 05
- Fragen schaffen Erkenntnisse. Wie lautet die Frage? --Olaf Simons 16:08, 31. Jul 2005 (CEST)
Martin Meyer fragt in der NZZ vom 28.-29.Mai 05: Wie kann man aus der Geschichte lernen, wenn man sie nur in Teilausschnitten wie mit dogmatischen Scheuklappen zur Kenntnis nimmt, nicht umfassend und wahrheitsgemäß?" Aus der Geschichte zu lernen wird wohl nötig sein. Also ist Meyer folgend die Geschichte der Massenmorde des vorigen Jahrhunderts sine ira et studio umfassend und wahrheitsgemäß zur Kenntnis zu nehmen. Darüber hinaus besteht die Aufgabe des Historikers gerade darin, historische Phänomene in ihrem jeweiligen zeitlichen Zusammenhang zu sehen einzuordnen und mit anderen ähnlichen zu vergleichen indem die unterschiedlichen oder auch gleichartigen oder ähnlichen Voraussetzungen, Merkmale usw erkannt und beschrieben werden. Wer solche Aktivitäten im Falle des Holocaust mit dem Schlagwort "verbotene Relativierung " oder "Phantomdiskussion" anderen verbieten will, muß sich darüber im klaren sein, daß er Historikern das verbieten will, was ihre berufsmäßige Aufgabe ist. Zur Begründung reicht der Hinweis auf irgendeine "Aufrechnung",die verboetn ist, nicht aus. Aufrechnung ist ein juristischer Begriff. Wenn 2 Forderungen (die von A gegen B und die von B gegen A) sich gegenüberstehen, kann von einem der beiden oder auch von beiden aufgerechnet werden.Darum geht s hier offensichtlich nicht. Hier istnicht eine solche Forderung Gegenstand des angeblichen "Aufrechnungsverbotes". Wenn der A dem B irgendein Unrecht zufügt, berechtigt das den B natürlich nicht, nun seinerseits dem A gleiches oder ähnliches oder größeres Unrecht zuzufügen. Man sieht der Aufrechnungsbegriff ist gänzlich untauglich im Zusammenhang mit historischen Diskussionen. Wenn der Massenmörder A nach seinem Tod vor dem höchsten Richter steht und sich zu rechtfertigen versucht, wird er kaum Erfolg haben mit dem Hinweis, daß die Opfer seiner Massenmorde zwar unschuldig gewesen sein mögen, aber B, sein Nachbar auf Erden auch ein Massenmorder war mit unschuldigen Opfern. Ein solches Faktum, würde natürlich die Schuld des A nicht mindern und die des B auch nicht usw. Man fragt sich also wodurch die Schlagworte "Relativierungsverbot" und "Aufrechnungsverbot" hier zur Klärung beitragen. Die nächste Frage ist: Mit welcher Legitimation werde eigentlich solche Verbote dekretiert und mit welcher Begründung. Nach welchen Kriterien ist zu beurteilen, ob der eine Massenmord "historisch singulär" ist, der andere aber nicht. Soll hier eingetreten werde in eine Diskussion der Tötungsverfahren en detail angesichts von Millionen unschuldiger Mordopfer? Ist das nicht eine "Fachdiskussion" würdig geführt zu werden von den Genossen in der Tscheka mit ihren Spießgesellen unter den Nazis, bei dem sich bei jedem auch nur einigermaßen normal empfindenden Individuum spontan das Gefieder sträubt? Hannah Arendt nannte eine solche Diskussion mit dem Ziel ausgerecnet nschuldige Opfer von Massenmorden in solche 1. und 2. Qualität einzuteilen als pervers und Walter Jens ist ihr, wie es scheint weitgehend gefolgt. Besonders abwegig wird das Ganze, wenn nun auch noch von der Generation der "Gruftis" verlangt wird, daß nachwachsende Youngsters gefälligst keine Fragen zu stelen hätten und das als richtig zu übernehmen hätten, was an Deutung der historischen Ereignisse ihnen von den Alten vorgegebn wird. Eine solche lebensfremde Einstellung, wird hoffentlich niemand mehr ernsthaft vertreten. Historiker I 6. Aug. 1.07 Uhr
- War ich da der Gruftie? Witzig! Ich habe nichts gegen Fragen. Das ist es gerade: ich vermisse sie in dieser Debatte. Ich habe das Gefühl, hier werden nicht wirklich Fragen gestellt. Hier werden wenn/dann-Gefüge aufgebaut. Die scheinbare Frage lautet hier: "Wenn das so und so ist (mit den Bolschewisten...), dann muß man doch auch behaupten dürfen, daß... oder etwa nicht?" Es geht also darum, frei dies und das behaupten zu dürfen, falls denn auch dieses und jenes der Fall ist.
- Die Debatte ist also eigentlich eine Debatte um das Recht, bestimmte Dinge frei behaupten zu dürfen - eine Forderung, keine Frage. Sie unterstellt, daß es soeben nicht erlaubt sei, frei zu sprechen (und das wir ganz andere Verhältnisse bräuchten, damit wir uns wieder frei fühlen könnten).
- Gegen die heimliche Unterstellung, man dürfte bei uns ja nicht mehr frei sprechen, stelle ich mich ganz entschieden. Jeder kann bei uns alles behaupten. Nur sollte er auch damit leben, daß nicht alle das, was er gerene sagen will, auch für angemessen erachten. Die Geschichte kann zu vielem das Recht geben. Es wird nicht angenehm, wenn ein Mörder (um bei ihrem Beispiel zu bleiben) im Gerichtssal sagt, "also meine Taten sind ja nicht singulär, das werde ich doch wohl hier noch frei sagen dürfen?! andere haben viel schlimmeres gemacht!" - das kann er mit "dem Recht der Geschichte" sagen - aber man erhofft sich halt ein ganz anderes Verhalten. Ich vermute, Sie selbt wären dagegen, daß in Zukunft bei jedem Kindsmord-Urteil der Richter eine Bemerkung historischer Gerechtigkeit anfügt, die klärt, wie viel mehr Menschen schon... - Warum wären Sie dagegen?
- Es wäre ihnen unangenehm gegenüber den Hinterbliebenen, die solch eine historische Darlegung serviert kriegen. Vor drei Jahren ging die Akten durch, die die deutsche Arisierungs-Behörde in Amsterdam hinterließ. Akten eines Büros mit netten Sekretärinnen, Spaß bei der Arbeit, ich arbeitete selbst damals in einem Büro und hatte ein Gefühl für das nette Arbeitsklima das aus den Akten sprach. Die Stelle betrieb Anfang der 1940er die Akquisition jüdischen Besitzes in den Niederlanden. Sie produzierte wöchentliche und monatliche Berichte, wieviele Unternehmen "arisiert" wurden, und wieviel Kasse dabei gemacht wurde, und wieviele Güterzüge dabei ab nach Osten gingen. Können Sie verstehen, wie ich mich fühlte, am Abend nach der Archivarbeit durch Amsterdam schlendernd? Mir war nichts neues gesagt worden, ich hatte das alles gewußt. Und doch ist es eine seltsame Situation, frei durch eine freie Stadt zu schlendern. Ich kann diese Akten besser lesen als die Niederänder, ich treffe hier auf ein Stück meiner eigenen Kultur mitten in Amsterdam, und es beklemmt mich. Mir mangelt es nicht an Meinungsfreiheit. Ich verstehe das "Man wird aber doch sagen dürfen...!" aus Ihrem Beitrag. Sie mögen Recht haben vor der Geschichte mit allem, was Sie behaupten wollen. Ich will dasselbe nur nicht behaupten müssen, will die ganze Debatte, ob nicht andere viel Schlimmeres taten, nicht führen müssen - und ich denke, Ihnen selbst wäre sie jenes Abends unangenehm gewesen. Es gibt Dinge, die müssen untersucht werden - doch eigentlich lassen sie einen still zurück. Die historische Gerechtigkeit läßt mir Freiheit. Sie verpflichtet mich am wenigsten all das zu sagen, was Sie in ihrem Recht alles sagen möchten. Es ist also durchaus zu kären, warum Sie manches sagen möchten - und "historische Wahrheit" ist dabei nicht der wirkliche Grund. --Olaf Simons 12:58, 7. Aug 2005 (CEST)
Stub
Hallo! Ich habe schätzungsweise 98,8% des Artikels selbst geschrieben. Der Artikel ist ein Stub, weil.
- Es wurde nicht annähernd auf alle Feinheiten des H. eingegangen.
- Die "NPOV" ist völlig mißlungen, weil hier nicht mal die Position einer Seite dargestellt wurde, sondern nur einer Person (eben Seligmann).
- Der Artikel wurde von Anfang an als nichts anderes gedacht als als "Zünder" für einen größeren Artikel.
- Damit entspricht er auch nicht dem enzyklopädischen Anspruch der Wikipedia.
Ich stelle den Stubhinweis hiermit zur Diskussion (da der Artikel eher wenig besucht wird, würde ich 14 Tage vorschlagen - keinesfalls unter 7 Tage).
Meine Meinung ist, wenn der Artikel kein Stub ist, dann gehört da ein {{msg:POV}}
rein. Damit wäre ich allerdings unzufrieden, und ich möchte dann darum bitten, daß ich den Hinweis auf mein Geschreibe auch selbst anbringe.
--Dingo 15:14, 17. Mär 2004 (CET)
Hallo Dingo,
natürlich handelt es sich bei dem Artikel nicht um einen Stub (Def.: Stub (englisch für Stummel, Stumpf) ist in der Wikipedia der Begriff, der für extrem kurze (ein bis zwei Sätze) und/oder informationskarge Artikel verwendet wird.). Dieser Artikel füllt mindestens zwei Bildschirmseiten.
99% der Artikel in der Wikipedia müsstest du dann ebenfalls als Stub markieren, da sie alle genausowenig vollständig sind wie dieser hier. Wenn du der Meinung bist, dass der Artikel nur die Meinung von Selgmann widerspiegelt, dann schreib das bitte in den Artikel oder stell di Gegenmeinung ebenfalls dar. Das sollte doch auch in den 14 Tagen, die du jetzt über den Stubhinweis diskutieren möchtest möglich sein, oder?
Aus den oben angegebenen Gründen werde ich den Stub-Hinweis entfernen. Liebe Grüße aus Berlin, Necrophorus 15:46, 17. Mär 2004 (CET)
Moin. Aufgrund des "oder informationskarge Artikel" halte ich ihn noch heute für einen Stummel. Egal.
Ich habe den Artikel als Stub schreiben wollen und bin da wohl über das Ziel hinausgeschossen.
Gegenmeinungen beider Seiten (Seligmann bezeichnet beide Seiten als verblendet) kann ich nicht dazustellen, weil ich den dazu gehörigen Sachverstand nicht habe - und mich die Thematik auch nicht so sehr interessiert, als daß ich darüber - sicherlich sehr umfangreiche, um das Thema zu durchleuchten - Recherchen anstellen will. Ich fand, daß das Thema wichtig genug sei, um einen eigenen Artikel zu rechtfertigen - deshalb der Anfangspunkt.
Ich sehe mittlerweile die Gefahr, daß der Artikel aber in der Tat zu umfangreich ist, so daß er potentielle Schreiber abschreckt.
Als Kompromiß innerhalb meiner Möglichkeiten würde ich den Artikel eher in 14 Tagen, wenn er sich bis dahin nicht verbessert hat, zum Stub kürzen, wenn jemand die Grundlagen beschrieben hat, würde ich dann die Details wieder aus der Versionsgeschichte reverten.
--Dingo 18:52, 17. Mär 2004 (CET)
Also ich habe den Artikel entdeckt, finde ihn weitgehend zutreffen, habe aber trotzdem mit einer Überarbeitung begonnen (wegen der Feinheiten) - --Res-berlin 14:14, 5. Apr 2004 (CEST)
Meine Überarbeitung ist beendet und ich erwarte Kritik, wie er besser werden kann. Den Stub-Hinweis habe ich herausgenommen und die Zusammenfassung von Seligmann anders eingeordnet, obwohl ich sie nicht für so gelungen halte. Es geht um mehr als den Beweis, in der BRD gebe es keine vernünftige Streitkultur. --Res-berlin 12:56, 7. Apr 2004 (CEST)
1980 -> 1986
hab das erste datum verbessert... (1980 -> 1986)
Außenspiegel
- Björn Hoffmann: Rezension der Wikipedia DVD-ROM Frühjahr 2005 für H-Soz-u-Kult, 6.Juli 2005 Wikipedia:Außenspiegel/H-Soz-u-Kult-2005-07-06
"Die Definition des Streits geht dabei an dem Kern der Debatte weitgehend vorbei, da die von Habermas vor allem kritisierten Teile von Noltes Thesen von Auschwitz als Reaktion auf eine vorgelagerte asiatische Tat im Osten zwar in den Zitaten auftauchen, aber in keiner Weise erläutert oder gar bewertend eingeordnet werden." --Kurt Jansson 7. Jul 2005 19:19 (CEST)
Der Kern des Historikerstreits ist nicht zutreffend erfaßt. Seligmann hat an der zitierten Stelle die psychologische Beschaffenheit der Streithähne richtig beschrieben. Keiner der Streithähne war so weltfremd, den Holocaust und dessen moralische Abscheulichkeit zu bestreiten, ebenso wie dessen Singularität in der d e u t s c h e n Geschichte. Der Streit ging im Kern um die Dimension der Abscheulichkeit. Man kann die Streithähne einteilen in die "Moralisten" (Habermas u.a.) und die Professionalisten (Nolte, Fest u.a.). Dabei ist bemerkenswert, daß die Moralisten offenbar meinten, wer am heftigsten sich moralisch entrüste und die Abscheulichkeit hervorhebe, stehe selbst moralisch am höchsten. so wundert es nicht, daß die Moralisten alsbald bedingungslos die Ansicht vertraten, der Holocaust sei "historisch singulär", also in der Geschichte der gesamten Menschheit singulär. Dagegen wandten sich die Professionalisten. Sie waren der Ansicht in den Jahren 1985 ff es sei an der Zeit, das Phänomen des Holocaust professionell durch die Historiker zu untersuchen, zu analysieren, ihn in seine Zeit einzuordnen und auch die Vorgeschichte in den Blick zu nehmen, ohne daß jedes Mal erneut über die ohnehin unstrittige moralische Abscheulichkeit zu diskutieren. Das war 1986 mit den Moralisten noch nicht möglich.Sie lehnten z.B. Nolte als Diskussionspartner auf Tagungen usw ab. Es war also nach Ansicht der Professionalisten unumgänglich die Massenmorde im vorigen Jahrhundert zu untersuchen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit bzw. zu dem Holocaust herauszustellen. Das lehnten die Moralisten als "Relativierung", Verharmlosung des Holocaust strikt ab, wobei sie negierten, daß gerade die Untersuchung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede und die zeitliche Einordnung von historioschen Phänomenen die Aufgabe des Histiorikers ist. Über den Stand der Debatte gegen Ende des Streites gibt Aufschluß "Der Historikerstreit" 3. Aufl.1987 In dieser 3. Auflage hält übrigens Jürgen Kocka nicht mehr an seiner zitierten Meinung fest, der Holocaust sei "historisch singulär". Er blendet die Massenmorde der Kommunisten in der russischen Revolution 1917 ff nicht mehr vollständig aus. Er meint allerdings, in der Geschichte der westeuropäischen Nationen sei ein Ereignis wie der Holocaust undenkbar. 31. Juli 2005 ## spektator ###
Derzeit arbeite ich die in obigem Link vorgeschlagenen Korrekturen ein. Dabei wird auch bemängelt:
- Dieser Rede wurde kaum Beachtung geschenkt, bis Nolte am 6. Juni 1986 in der FAZ eine Rede veröffentlichte, von der er behauptete, diese wegen einer Ausladung von den Frankfurter Römergesprächen nicht habe halten zu können.
müsse heißen:
- Dieser Rede wurde kaum Beachtung geschenkt, bis Nolte am 6. Juni 1986 in der FAZ eine Rede veröffentlichte, von der er behauptete, diese wegen einer Ausladung von den Frankfurter Römergesprächen nicht habe halten können.
Diese Änderung hat bereits jemand eingebaut. Meines Erachtens ist diese jedoch falsch. Ich meine, dieses Wörtchen "zu" gehört dort rein. Betrachtet man den Satz nämlich ohne Einschübe, so ergibt sich:
- Dieser Rede wurde kaum Beachtung geschenkt, bis Nolte eine Rede veröffentlichte, von der er behauptete, diese nicht habe halten können.
Und das ist in meinen Augen schlichtweg falsch. Entsprechend muss es auch mit Einschüben falsch sein. Man darf dem Infinitiv nicht sein 'Zu' wegnehmen. Daher füge ich "zu" nun wieder ein. Mr. Anderson 15:38, 7. Aug 2005 (CEST)
Darüber hinaus wird "Prius" (wohl in etwa "der Erstere") angestrichen. Wenn es im zitierten Original allerdings nicht etwa "Primus" heißt - was ich aber stark bezweifle - darf es m. E. auch nicht einfach verändert werden. Mr. Anderson 16:00, 7. Aug 2005 (CEST)