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René Block

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René Block (* 1942 in Velbert[1] am Niederrhein) ist ein deutscher Galerist und Kurator.

Leben und Werk

Block, der in Weeze aufwuchs, hatte seine erste Berührung mit der Kunst durch die Bekanntschaft mit dem Maler Hanns Lamers in Kleve und den Besuch niederländischer Museen, wo ihn die Werke der CoBrA-Künstler besonders beeindruckten. 1963 kam er auf Einladung von KP Brehmer nach Berlin, wo er sich anschließend niederließ. Anfang 1964 eröffnete Block als 22-Jähriger in der Berliner Kurfürstenstraße das „Grafische Cabinet René Block” und am 15. September 1964 in der Frobenstraße in Schöneberg eine Ausstellung unter dem Titel „Neodada, Pop, Decollage, Kapitalistischer Realismus“, mit Arbeiten von Joseph Beuys, Karl Horst Hödicke, Nam June Paik, Sigmar Polke, Gerhard Richter und Wolf Vostell. Als jüngster Galerist Deutschlands wurde er 1967 in den „Verein progressiver deutscher Kunsthändler“ aufgenommen. 1974 eröffnete er mit Beuys’ Aktion I like America and America likes Me seine Galerie in New York. Von 1974 bis 1996 war er als Kurator großer Übersichts-Ausstellungen für die Akademie der Künste, die Berliner Festwochen, den Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD), das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) und den Neuen Berliner Kunstverein tätig.

Von 1982 bis 1992 war Block Projektleiter Bildende Kunst des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, wo er bildenden Künstler und Komponisten als Stipendiaten betreute und Ausstellungen und Konzerte organisierte. Von 1993 bis 1996 war er als Leiter der Kunstabteilung im Institut für Auslandsbeziehungen in Stuttgart tätig, das er nach zunehmenden politischen Auseinandersetzungen mit dessen Generalsekretär, einem ehemaligen CDU–Bundestagsabgeordneten, verließ.

Von 1997 bis 2006 war er künstlerischer Leiter der Kunsthalle Fridericianum in Kassel. 2003 richtete er dort die Kuratorenwerkstatt ein, in der junge internationale Kuratoren und Kuratorinnen das Ausstellungsprogramm begleiten und eigenständige Ausstellungsprojekte erarbeiten konnten. Seit 2008 ist er Honorarprofessor an der Hochschule für Künste Bremen. Im gleichen Jahr eröffnete er in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs eine Galerie unter der Bezeichnung „Edition Block”.

Auszeichnungen

Kuratorische Arbeit

  • 1990: The Readymade Boomerang, 8. Biennale von Sydney.
  • 1991: Umwandlungen, Nationalgalerie Seoul.
  • 1992: Mit dem Kopf durch die Wand, Statens Museum Kopenhagen.
  • 1993: Über Malerei: 300 Jahre Akademie der Bildenden Künste, Akademie der bildenden Künste, Wien.
  • 1995: Orient/ation, 4. Biennale von Istanbul.
  • 1997: Pro Lidice, Museum der Bildenden Künste, Prag.
  • 1998: Echolot, Museum Fridericianum, Kassel.
  • 1999: Chronos und Kairos, Museum Fridericianum, Kassel.
  • 2000: Eurafrica, 3. Biennale von Kwangju, Korea; Das Lied von der Erde, Museum Fridericianum, Kassel.
  • 2001: Lost and Found, ApexArt, New York; Looking at you, internationale Videoarbeiten, Kunsthalle Fridericianum, Kassel.
  • 2002: Fluxus und die Folgen, Nassauischer Kunstverein, Wiesbaden.
  • 2003: In den Schluchten des Balkans, Kunsthalle Fridericianum, Kassel.
  • 2004: Love it or leave it, 5. Cetinje Biennale, Montenegro.
  • 2006: Art, Life & Confusion, 47. Belgrader Oktober Salon, Serbien.

Vorlage:BAM

Interviews

Einzelnachweise

  1. Lucius Grisebach: Laudatio auf René Block anlässlich der Verleihung des ARTCOLOGNE-Preises am 28. Oktober 2005 in Köln (Als Geburtsort werden auch Weeze, Düsseldorf oder nur Niederrhein genannt)