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Lagesbüttel

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Karte
Karte Lagesbüttel in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Kreis: Samtgemeinde Papenteich im Landkreis Gifhorn
Fläche: 6,7 km²
Einwohner: 1.485 (1. Januar 2005)
Höhe: 74m ü. NN
Postleitzahlen: 38179
(alt: 3301)
Vorwahl: 05303
Geografische Lage: 10°31' O
Kfz-Kennzeichen: GF
Webseite: www.sg-papenteich.de
Politik
Bürgermeister: Helmut Holzapfel (SPD)
Regierende Partei: Koalition von SPD, Grüne und FDP

Lagesbüttel ist eine Ortschaft und ein Ortsteil der Gemeinde Schwülper, welche zur Samtgemeinde Papenteich im Landkreis Gifhorn gehört. Der Ort hat knapp 1.500 Einwohner und liegt nordwestlich von Braunschweig. Nachbarortschaften sind Groß Schwülper, Walle, Eickhorst und Harxbüttel. Traditionell besteht eine Rivalität zwischen Walle und Lagesbüttel.

Bis zum Zweiten Weltkrieg war Lagesbüttel nur eine Residenz bestimmter Bauern mit Gehöft und Feld, erst in den 1960er Jahren wurde es insbesondere durch die Nähe zum VW-Werk zu einer Wohnortschaft.

1990 standen in der kleinen Ortschaft ein Supermarkt, eine Bank, eine Post, ein Kiosk, ein Gasthaus und zwei Autovertriebe. In den 90er Jahren allerdings wurde rationalisiert und der Supermarkt, die Bank und die Post zogen in größere Nachbarortschaften.

Nachdem das Gewerbegebiet Innovationspark Lagesbüttel im Nordosten eingeweiht wurde, ging es aufwärts für die örtliche Infrastruktur, da sich kurz danach ein Biergarten und ein Dönervertrieb ansiedelten.

Neben einer kleinen Grundschule und einem Kindergarten bietet der Ort seit 2003 ein Sportzentrum mit einer Sporthalle.

Geschichte

Lagesbüttel wurde 1191 erstmals als Lewardesbutle erwähnt.

Man nahm zunächst an, dass es sich um eine Wüstung, also einen untergegangenen Ort, handelte. Lauwerdesbutle (um 1250), Lauredesbutle (um 1330), Lauerdesputelden (um 1400), Lauersbuttel (1413), Lawersbuttle (1436) und schließlich Lagesbutell (1467) waren die mannigfaltigen Ortsnamen, die erst später in Lagesbüttel mündeten.

Der Welfe Otto das Kind, der Neffe Ottos IV., erhielt Lagesbüttel 1235 als "Reichslehen Herzogtum Braunschweig-Lüneburg". Später gab es Streitigkeiten zwischen den Lüneburg-Cellern und den Braunschweig-Wolfenbüttelern über das Gebiet.

1318 schenkte Balduin von Wenden dem Kloster Riddagshausen das halbe Dorf Querum im Tausch gegen das frühere Lauredesbutle.

Daraufhin wurde 1380 das Dorf allerdings geplündert und 1387 im so genannten "Großen Brand" fast vollständig zerstört.

Laut dem Lehensregister des Bischofs Gottfried v. Minden (um 1300) hatten Mönche in Lauwerdesbuttle vier Höfe in Besitz.

1583 gab es in Lagesbüttel nach dem Wiederaufbau fünf Ackerhöfe und zwei Kothöfe.

1713 kamen auch ein Krüger und ein Schneider nach Lagesbüttel.

Um 1800 wurde das alte Schulhaus gebaut, welches sich jetzt im Unterdorf befindet.

1885 wurde Lagesbüttel dem Landkreis Gifhorn angegliedert.

Vereine in Lagesbüttel

Die Vereine KKV Lagesbüttel und SV Lagesbüttel sind 2003 zur SG Lagesbüttel verschmolzen. Der ehemalige Sportplatz wurde zu einem Baugebiet, aus dessen Einnahmen eine Sporthalle errichtet wurde, in der täglich die unterschiedlichsten Aktivitäten stattfinden. So turnen vormittags die Schüler der Grundschule Lagesbüttel, nachmittags und abends werden Freizeit- und Vereinsaktivitäten, wie beispielsweise Basketball, Fußball, Volleyball, Badminton und Schießen in der Halle angeboten.

Ein weiterer großer Verein ist die Freiwillige Feuerwehr Lagesbüttel mit ihrer erfolgreichen Jugendfeuerwehr. Die Wettbewerbe, die sich vor allem auf Kreisebene abspielen, werden stets mit einer guten Platzierung abgeschlossen. In den Wettbewerben 2004 wurde die Jugendfeuerwehr Lagesbüttel, die 1. Wehr und die 2. Wehr jeweils Erster.

Im Sommer 2005 wird Lagesbüttel die Eimerfestspiele für Freiwillige Feuerwehren im gesamten Kreis veranstalten. Es werden mit bis zu 500 Besuchern gerechnet.

Siehe auch