Sophie Menter

Sophie Menter (später verheiratete Popper, * 29. Juli 1846 in München; † 23. Februar 1918 in Stockdorf war eine deutsche Pianistin und Musikpädagogin.
Leben
Sophie Menter wurde als Tochter des Cellisten Joseph Menter 1846 in München geboren. Sie studierte bei Niest in München und bei Samuel Levi genannt Sigmund Lebert in Stuttgart. Ihr Debüt gab sie am Leipziger Gewandhaus und wurde Schülerin von Carl Tausig und dann von Franz Liszt. Mit Liszt war sie bis zu dessen Tode eng befreundet. Dieser schätzte Sophie Menter als beste Pianistin ihrer Zeit ein, sein letztes Klavierkonzert ist ihr zugedacht.

1868 wurde Menter Hofpianistin des Fürsten von Hohenzollern in Löwenberg in Schlesien. Sie heiratete 1872 den Violoncellisten David Popper (1843-1913), den sie wohl in Löwenberg kennengelernt hatte, von dem sie aber 1886 wieder geschieden wurde. Sie wurde zur k.k. Kammervirtuosin ernannt und war von 1883 bis 1887 Professorin am Sankt Petersburger Konservatorium. Während dieser Zeit knüpfte sie enge Kontakte zu Tschaikowski, Rubinstein und Rimski-Korsakow.
Sophie Menters Bruder Carl Menter komponierte ebenfalls. Von 1887 bis 1902 lebte Sophie Menter auf dem bereits 1884 von ihr erworbenen Schloss Itter bei Kitzbühel und auch in Stockdorf bei München, wo sie 1918 verstarb. Das Grab Sophie Menters mit einer schlichten Holzstele befindet sich im nördlichen Teil des Münchner Südfriedhofs.
Ehrungen
Sophie Menter wurde als erste Frau Ehrenmitglied der Philharmonischen Gesellschaft in London. Der Musikverein Innsbruck ernannte sie ebenfalls zu seinem Ehrenmitglied.
Werke (Auswahl)
- Ungarische Zigeunerweisen für Klavier und Orchester (Uraufführung 1893 in Odessa)
Schüler
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Menter, Sophie |
| ALTERNATIVNAMEN | Popper, Sophie (Ehename) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Pianistin |
| GEBURTSDATUM | 29. Juli 1846 |
| GEBURTSORT | München |
| STERBEDATUM | 23. Februar 1918 |
| STERBEORT | Stockdorf bei München |