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Zur Schmerzhaften Muttergottes (Illerbachen)

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St. Josef ist eine zwischen 1707 und 1708 errichtete römisch-katholische Kirche in Illerbachen einem Teilort von Berkheim. Sie ist eine Filialkirche der Seelsorgeeinheit 2 Rot-Iller im Landkreis Biberach in Oberschwaben.

Geschichte und Lage

Die kleine Kirche liegt zentral in der alten Ortsmitte am Ortsbach an der Kreisstrasse nach Zell, in dem kleinen zirka einen halben Kilometer südlich von Berkheim gelegenen zirka fünfhundert Einwohner zählenden Teilort Illerbachen. Die Kirche ist umfriedet von einer ringsherum verlaufenden schulterhohen Mauer, innerhalb derer sich auch der Friedhof der kirchlichen Gemeinde und das Ehrenmal für die gefallenen Söhne des Ortes in den Weltkriegen und sonstiger Gewaltopfer befindet. Der Ort ist im großen und ganzen durch Betriebe der Land- und Forstwirtschaft geprägt. Illerbachen war wie der größere Nachbarort Berkheim, bis zum Reichsdeputationshauptschluss am 27. April 1803 Bestandteil der geistlichen Territoriums der Reichsabtei der Prämonstratenser in Rot an der Rot.

Bauwerk

Prozessionsstange in St. Josef Illerbachen

Bei der Kirche handelt es sich um einen Rechteckbau mit eingezogenem Chor und Turmsakristei. Der Turm der Kirche hat einen Glockenstuhl und vier Schallöffnungen, darüber eine Zwiebelhaube die mit Kupfer ummantelt ist. Unterhalb der Traufe des Kirchturmes sind vier Ziffernblätter der Kirchturmuhr eingelassen. Herausragendes Merkmal im Inneren der Kirche ist die bemalte Holzdecke der Fassmalerer Johann Jakob Kuen, Johann Baptist Kuen und Michael Fetz, aus dem Jahre 1708. Der Hochaltar ist auf das Jahr 1707 datiert. Das Vesperbild ist eine Kopie nach einem Original des 15. Jahrhunderts. Die reich verzierten und vergoldeten Seitenaltäre von 1688 stammen aus der Vorgängerkirche oder einer anderen Kirche des geistlichen Territoriums. An der südlichen Kirchenwand befindet sich ein gemaltes Antependium von 1657. An der Kirche wurde außer der Aufstellung eines Volksaltars in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts keine Veränderungen getätigt. Kirchenfahnen, wertvolle Prozessionsstangen und Prozessionskreuze wurden über Jahrhunderte gepflegt, aufbewahrt und entweder in der Kirche aufgestellt oder befinden sich im Kirchenschatz. Die Kirche hat ein bemalte Empore und Orgel.

Literatur

  • Dehio, Baden-Württemberg II. Die Regierungsbezirke Freiburg und Tübingen. Deutscher Kunstverlag, München 1997.

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