Hohen Viecheln
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 53° 47′ N, 11° 31′ O keine Zahl: Ungültiger Metadaten-Schlüssel 13058047
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| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Nordwestmecklenburg | |
| Amt: | Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen | |
| Höhe: | 36 m ü. NHN | |
| Fläche: | 18,96 km² | |
| Einwohner: | Ungültiger Metadaten−Schlüssel 13058047 (31. Dez. 2024)[1]
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| Bevölkerungsdichte: | Fehler im Ausdruck: Unerkanntes Wort „span“ Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 23996 | |
| Vorwahl: | 038423 | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 58 047 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Am Wehberg 17 23972 Dorf Mecklenburg | |
| Website: | www.amt-dorf-mecklenburg.de | |
| Bürgermeisterin: | Carola Haß (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Hohen Viecheln im Landkreis Nordwestmecklenburg | ||
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Hohen Viecheln ist eine Gemeinde im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen mit Sitz in der Gemeinde Dorf Mecklenburg verwaltet.
Geografie
Die Gemeinde liegt am Ufer der Nordspitze des Schweriner Sees und etwa 15 Kilometer südlich von Wismar. Zu Hohen Viecheln gehören die Ortsteile Hädchenshof, Moltow und Neu Viecheln.
Geschichte
Der Wohnplatz Hohen Viecheln ist ein wichtiger vorgeschichtlicher Fundort der Mittelsteinzeit. Die gefundenen Speerspitzen werden der Duvensee-Gruppe zugeordnet.
In geschichtlicher Zeit war in Hohen Viecheln bereits im Jahr 1178 ein Kirchspiel vorhanden. Ein Priester Simon wird als erster (vor Cramon und Kirch Stück) in einer Liste von Personen genannt, die in Dargun eine Urkunde bezeugten. Der damalige Ortsname Viecheln (Vichel) leitet sich eventuell von einem slawischen Personennamen ab, etwa „Ort des Vich“.[2]
Um 1310/20 wurde die backsteingotische Kirche errichtet.
Zwischen Hohen Viecheln und Bad Kleinen beginnt der Wallensteingraben, der den Schweriner See mit der Ostsee verbindet. Er wurde von 1577 bis 1582 unter Herzog Johann Albrecht erbaut.
Der Namenszusatz „Hohen“ erfolgte erst im 18. Jahrhundert, als auf der Feldmark ein weiterer Hof entstand, damals Neuhof, später Neu Viecheln, der dem Dorf zur Unterscheidung den Namen „Hohen Viecheln“ einbrachte.
In der Gemeinde besteht eine Erbfischerei mit einer über 250-jährigen Familientradition. In den letzten Jahren sind in Hohen Viecheln zahlreiche Eigenheime entstanden.
Die Kirche

Die Hohen Viechelner Dorfkirche ist eine Hallenkirche ohne Turm. Außen verläuft als einziger Schmuck ein Kleeblattbogenfries. Die Glocken hängen in einem Vorbau neben dem Westeingang. Die drei Schiffe der Kirche sind gleich groß, gleich hoch und durch runde Backsteinsäulen voneinander getrennt. Die insgesamt fünf Joche von Kirchenschiff und Chor werden nur dadurch gegeneinander abgesetzt, das der Chor zwei Stufen höher liegt als das Schiff.

Zur Ausstattung gehören ein Taufstein aus dem 13. Jahrhundert sowie eine lebensgroße Holzskulptur, die den mutmaßlichen Erbauer der Kirche, den Ritter des Ordens der Schwertbrüder in Livland, Helmold III. von Plesse, [3] oder dessen Sohn Helmold IV. von Plesse darstellt. Eine hölzerne Madonnenfigur stammt aus dem 14. Jahrhundert. Der ehemalige Altar an der Südseite stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert.
Verkehr
Hohen Viecheln liegt in Reichweite der Ostseeautobahn A 20 sowie der im Bau befindlichen A 14. Vom Nachbarort Bad Kleinen bestehen zahlreiche Bahnverbindungen nach Schwerin, Rostock, Hamburg, Lübeck und Wismar. Die Bahnstrecke Bad Kleinen–Rostock verläuft ohne Halt durch Hohen Viecheln.
Literatur
- Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. II. Band: Die Amtsgerichtsbezirke Wismar, Grevesmühlen, Rehna, Gadebusch und Schwerin. Schwerin 1898, Neudruck Schwerin 1992, S. 287-295. ISBN 3-910179-06-1
- Liebliche Landschaft zwischen Wismar und Schwerin. Informationsbroschüre des Amtes Bad Kleinen, ohne ISBN
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise und Gemeinden 2024 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑ Nach Liebliche Landschaft zwischen Wismar und Schwerin (ohne ISBN) steht Vichle bzw. Vichele für slaw. Gestrüpp, Busch
- ↑ "Helmold von Plesse" Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde; Seite 5, 3. Absatz
