Schröder-Blair-Papier
Das Schröder-Blair-Papier ist ein Vorschlag von Gerhard Schröder und Tony Blair, welchen sie in London am 8. Juni 1999 veröffentlicht hatten. Sie haben darin ein Modernisierungskonzept für die europäische Sozialdemokratie vorgelegt.
Der Titel des Dokumentes lautet „Der Weg nach vorne für Europas Sozialdemokraten“ [1]
Inhalt
Es wir darin der Grundsatz „Gerechtigkeit ist modern“ verkündet. Die Autoren betonen, dass Werte wie Fairness, soziale Gerechtigkeit, Freiheit, Verantwortung für andere, Chancengleichheit und Solidarität zeitlos sind. Eine Kernaussage des Dokumentes ist: „Wir unterstützen eine Marktwirtschaft, nicht aber eine Marktgesellschaft“.
Ziel des Konzeptes ist die grundlegende Modernisierung der sozialdemokratischen Programmatik. Insgesamt geht es in dem Papier um eine wirtschaftsfreundlichere Ausrichtung, eine Reform der Sozialsysteme und die Flexibilisierung der Arbeitsmärkte. Betont wurde, dass eine nach Auffassung der Verfasser pragmatische und keine ideologische Wirtschaftspolitik betrieben werden müsse. Hierbei wurde der durch die Globalisierung entstehende Konkurrenzdruck zwischen Volkswirtschaften betont.[2]
Nachdem im Wahljahr 1999 die SPD die Wahlen verlor wurde von den Positionen in dem Papier wieder abgerückt.[3]
Hintergrund
Das Schröder-Blair-Papier wurde vom damalig Kanzleramtsminister Bodo Hombach und Blairs Vertrauten Peter Mandelson verfasst.Referenzfehler: Es fehlt ein schließendes </ref>.
Einzelnachweise
- ↑ Der Weg nach vorne für Europas Sozialdemokraten, 8. Juni 1999, dokumentiert bei Glasnost Archiv
- ↑ Jürgen Klute, Pragmatismus als Ideologie, Die Zeit, Heft 39/1999.
- ↑ Schröder-Blair-Papier, Der Tagesspiegel vom 10. Mai 2000.