Gianfranco Zola
Gianfranco Zola | ||
Personalia | ||
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Voller Name | Gianfranco Zola | |
Geburtstag | 5. Juli 1966 | |
Geburtsort | Oliena, Italien | |
Größe | 168 cm | |
Position | Stürmer |
Gianfranco Zola (* 5. Juli 1966 in Oliena, Sardinien) ist ein ehemaliger italienischer Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer.
Gianfranco Zola war Stürmer und hauptsächlich als Offensiv-Allrounder tätig. Seine Technik wurde als seine größte Stärke angesehen.
Karriere als Spieler
Verein
Seinen ersten Profivertrag unterzeichnete Zola 1984 bei Nuorese Calcio in der Serie C2. Dort kam er in seinem ersten jahr auf sieben Partien und erzielte einen Treffer. In der Folgesaison kam Zola auf mehr Einsätze und konnte sich durchsetzen. Beim Klub aus Sardinien blieb er zwei Jahre, ehe er 1987 zum FC Turri wechselte. Dort wurde er Leistungsträger, Stammspieler und stieg mit dem Verein 1987 in die Serie C1 auf. Berühmtheit erlangte er nach seiner Vertragsunterzeichnung beim Serie A-Klub SSC Neapel. Dort sollte Zola ab 1989 zum Nachfolger Diego Maradonas aufgebaut werden, der noch bis 1991 beim SSC spielte. Im ersten Jahr wurde der damalige Youngstar sieben Male eingesetzte. 1990 gewann er mit den Partenopei die italienische Meisterschaft. Es war Zolas erster großer Titel auf nationaler Ebene. Im Jahr darauf wurde die Supercoppa Italiana gewonnen und Zola schaffte seinen Durchbruch in Italiens höchster Klasse. 1993 wechselte er zum aufstrebenden AC Parma, wo er die wohl beste Zeit seiner Karriere erlebte. Mit den Gelb-Blauen gewann der gute Techniker den UEFA-Pokal 1994/95. Im laufenden Turneir schaltete die Mannschaft Teams wie Vitesse Arnheim, Athletic Bilbao und Bayer 04 Leverkusen aus. Im rein italinischen Finale am 3. Mai 1995 im heimischen Stadio Ennio Tardini bezwangen die Gialloblu Juventus Turin mit 1:0. Im gleichen Jahr wurde man zweiter in der Liga und erreichte das italienische Pokalfinale. In den beiden nationalen Wettbewerben wurde man jeweils von der Juve bezwungen. Nachdem Carlo Ancelotti 1996 neuer Trainer des AC Parma wurde, hatte dieser keine Verwendung mehr für Zola und wollte ihn verkaufen. So kam es, dass er nach England zum FC Chelsea wechselte, wo er einer der populärsten Spieler seines Clubs wurde. Der Transfer wurde erst im November, also noch nicht zu Beginn der Saison, durchgeführt. Die Fans dankten seine gute Leistungen damit, dass er von ihnen zum Chelsea-Spieler des Jahrhunderts gewählt wurde. In London traf Zola auf den Spieler/Trainer Ruud Gullit. Sein Debüt in der Premier League gab der Stürmer gegen Tottenham Hotspur. Schnell passte er sich der neuen Spielweise an und erregte durch gute Auftritte und Tore Aufmerksamkeit. Im FA Cup spielte Zola eine Schlüsselrolle und führte die Mannschaft ins Finale gegen den FC Middlesbrough. Dieses Endspiel wurde mit 2:0 gewonnen. Am Ende der ersten Spielzeit in London, wurde er von den Journalisten zu Englands Fußballer des Jahres gewählt. Er war damit der erste Spieler, der diesen Titel gewinnen konnte, ohne ein volles Jahr in England gespielt zu haben und auch der erste Chelsea-Spieler dem diese Ehre gebührt wurde. In der Saison 1997/98 half er den Blauen drei weitere Titel zu gewinnen, den League Cup, den Europapokal der Pokalsieger und den Europäischen Supercup. Eine Verletzung hinderte ihn in der Startformation der Mannschaft im Finale um den Pokal der Pokalsieger zu stehen. Allerdings wurde er in der zweiten Hälfte des Spiels eingewechselt und erzielte nur 21 Sekunden darauf den Siegtreffer. Auch als Chelsea 1999/00 sich zum ersten Mal für die UEFA Champions League qualifizierte, war Zola wichtiger Bestandteil des Teams. So sicherte er mit drei Treffern in der Gruppenphase den Weg ins Viertelfinale des Wettbewerbs. Allerdings verringerten sich seine Einsätze in der Liga durch das von Neu-Trainer Gianluca Vialli angewandte Rotationsprinzip. Im 2000er Finale des FA-Cups gab er durch einen Freistoß die Vorlage für Roberto Di Matteos Treffer beim 1:0-Sieg über Aston Villa. Nachdem bereits 2000 die Stürmer Jimmy Floyd Hasselbaink und Eidur Gudjohnsen von den Pensioners verpflichtet wurde begrenzte sich Zolas Einsatzzeit immer mehr. In der Saison 2002/03 kam es aber nochmals zu einer Renaissance in der Karriere des dribbelstarken Spielers, als er 16 Ligatreffer erzielen konnte. So viele Treffer wie in keiner anderen Spielzeit für die Londoner. Darauf hin wurde er von den Fans zum Spieler des Jahres gewählt. Diese Saison sollte auch seine letzte für Chelsea sein. Sein letztes Spiel für die Blauen absolvierte Zola letzten Spieltag 2002/03, als er zu einem 20 Minutenauftritt gegen den FC Liverpool kam. Im November 2004 wurde im für seine Leistungen in der englischen Liga der Order of the British Empire verliehen. In insgesamt 312 Spielen erzielte der Stürmer 80 Tore für Chelsea London. Zolas Trikot mit der Nummer 25 wurde seit seinem verlassen an keinen weiteren Spieler vergeben.
Seine Karriere beendete Gianfranco Zola in seiner Heimat Sardinien bei Cagliari Calcio, wo er 2004 in die oberste Liga aufstieg und danach noch ein Jahr in der Serie A spielte. Im Juni 2005 sagte er den Profifußball dann endgültig Tschüß und verabschiedete sich vom aktiven Geschehen. Sein Trikot mit der Nummer 10 wurde im kommenden Jahr nicht wieder vergeben. Erst zur Saison 2006/07 erhielt es Andrea Capone.
Nationalmannschaft
Zu seiner aufstrebenden Zeit beim SSC Neapel wurde Zola das 1991 das erste mal für die Italienische Fußballnationalmannschaft berufen. Unter dem damaligen Nationaltrainer Arrigo Sacchi gab der Stürmer dann im November gegen die Auswahl Norwegens sein Debüt für die Farben seines Landes.
Für die Fußball-Weltmeisterschaft 1994 wurde er nominiert und kam zum einem Einsatz im Achtelfinale gegen Nigeria, wo er nach nur wenigen Minuten vom Platz gestellt wurde. Italien erreichte das Finale, verlor dort aber im Elfmeterschießen gegen Brasilien.
Bei der EM 1996 in England absolvierte er alle drei Vorrundenspiele. Im letzten Spiel gegen Deutschland verschoß Zola beim 0:0 einen Elfmeter. Dies bedeutete das Aus für Italien.
Obwohl er noch in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1998 für Italien spielte, wurde er für den Kader der WM nicht mehr berücksichtigt. Sein letztes Spiel machte der Stürmer im Oktober 1997 gegen England, sein letztes Tor im Hinspiel gegen England beim 1:0-Sieg im Februar des gleichen Jahres.
Gianfranco Zola spielte 35-mal für die Italienische Fußballnationalmannschaft und erzielte dabei zehn Tore.
Siehe auch:
Karriere als Trainer
Von 2006 bis September 2008 trainierte Gianfranco Zola zusammen mit Pierluigi Casiraghi, den er bereits schon zu Chelsea-Zeiten kennen lernte, die italienische U-21-Nationalmannschaft. Das Duo leitete außerdem die italienische Auswahl bei den Olympischen Sommerspiele 2008, bei denen man das Viertelfinale erreichte und sich dort 2:3 dem belgischen Team geschlagen geben musste.
Am 9. September unterschrieb Zola beim englischen Klub West Ham United als Nachfolger von Alan Curbishley einen Drei-Jahres-Vertrag.
Erfolge
Als Spieler
- Italienischer Meister 1989/1990 mit dem SSC Neapel
- Italienischer Supercup 1990 mit dem SSC Neapel
- Italienischer Pokalsieger 1995 mit AC Parma
- UEFA-Cupsieger 1995 mit AC Parma
- UEFA-Supercup Sieger 1993 mit AC Parma, 1998 mit FC Chelsea
- Englischer Pokalsieger 1997, 2000 mit FC Chelsea
- League Cup 1998 mit FC Chelsea
- Community Shield 200 mit FC Chelsea
- Europapokalsieger der Pokalsieger 1998 mit FC Chelsea
- Vize-Weltmeister 1994 mit Italien
Individuale
- Englands Fussballer des Jahres (Journalistenwahl) 1997
Sonstiges
Am 14. Juli 2007 schnürte Zola noch einmal seine Fußballschuh für ein Spiel der A-line Allstars gegen Shrewsbury Town. Dieses Spiel war Teil einen Sponsorenvertrags zwischen A-line und Shrewsbury. Es war gleichzeitig auch das erste Spiel, welches im New Meadow Stadion ausgetragen wurde.
Personendaten | |
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NAME | Zola, Gianfranco |
KURZBESCHREIBUNG | italienischer Fußballspieler und -trainer |
GEBURTSDATUM | 5. Juli 1966 |
GEBURTSORT | Oliena |