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Diskussion:Anonyme Alkoholiker/Archiv 2007

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Letzter Kommentar: vor 20 Jahren von Mr.bloom in Abschnitt Alte Diskusionsbeitraege

im Folgenden wurde versucht die Kritik zusammenzufassen und zu entgegnen

"AA ist keine Sekte"

Eine Frage, die oft gestellt wird, ist, ob es sich um eine Sekte handelt. Dazu ist ein Blick auf die Begriffsdefinition von "Sekte" nötig. An Hand dieser kann man die Frage verneinen - aus folgenden Gründen:

  1. In AA wird keine bestimmte Weltanschauung "gepredigt" oder bevorzugt. Es sitzen Christen, Juden, Muslime, Humanisten, Hinduisten, Buddhisten und Atheisten in einem Meeting zusammen und keiner hat das Recht, dem anderen vorzuschreiben, an was er zu glauben hat. Es wird lediglich empfohlen, sich mit Spiritualität in irgendeiner Form auseinanderzusetzen, nämlich als Kraftquelle für das Nüchternbleiben.
  2. Ein Merkmal von Sekten ist, dass sie in Opposition zu Andersgläubigen / Andersdenkenden stehen. Das ist bei AA nicht der Fall. Sie unterstützen sehr wohl auch andere in ihrem Bemühen, Alkoholikern zu helfen. Auch wenn sie dabei auf ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit achten, um nicht in Konflikte zu geraten, die sie von ihrer eigentlichen Aufgabe ablenken.
  3. Das für Sekten typische hierarchische, autoritäre Denken ist den Gruppen von AA nicht anzutreffen. AA ist durchweg demokratisch organisiert. Kein Mitglied hat die Macht oder das Recht, einem anderem vorzuschreiben, was er wie zu tun hat. Durch das Anonymitäts-Prinzip sind die Mitglieder sowieso kaum zu "kontrollieren". Die "12-Schritte" sind lediglich als Empfehlung zu verstehen und nicht als "Gebote".
  4. Häufig kommt auch der Vorwurf der Gehirnwäsche. Eine wichtige Methode der Gehirnwäsche ist die Isolation mit psychischer/m und physischer/m Druck/Gewalt. Da AA einzig nur ambulante Meetings und keine Vollzeitbetreuung hat und alle Mitglieder ausdrücklich anonym sind, kann weder eine Isolation erzwungen noch das Mitglied verfolgt werden.

Die Gründe für diese Vorwürfe sind wohl zum einen in kulturellen Missverständnissen zu suchen. AA ist in den USA entstanden und die dortige Kultur prägt auch das dortige AA. Bei AA in Deutschland ist es z.B. unüblich, die Dauer der eigenen Abstinenz herauszustellen, da dies als eitel empfunden wird. In den USA gibt es so genannte "Clean Time Countdowns", bei denen bestimmte Zeitintervalle ausgerufen werden und diejenigen aufstehen und beklatscht werden, die diese Zeit erreicht haben. Das soll in USA den Zusammenhalt und den Mut stärken. Dies kann aber auch als Gruppendruck oder eben auch als "Gehirnwäsche" empfunden werden.

Der andere Grund ist möglicherweise, dass selbst ernannte Helfer Profit aus dem AA-Prinzip schlagen und dubiose Therapien sich mit der Bezeichnung "Anonyme Alkoholiker" "adeln", sie als PR-Zugpferd missbrauchen und im Kielwasser von AA fahren könnten. Dazu heißt es aber in den 12 Traditionen: "Eine AA-Gruppe soll niemals irgendein außenstehendes Unternehmen unterstützen, finanzieren oder mit dem AA-Namen decken..." (6.Tradition) und "Unsere Beziehungen zur Öffentlichkeit stützen sich mehr auf Anziehung als auf Werbung. Deshalb sollten wir auch gegenüber Presse, Rundfunk, Film und Fernsehen stets unsere persönliche Anonymität wahren." (11. Tradition).

Diskussion

Vorurteile Antworten
AA vertritt die Auffassung, dass der einzige Weg die Abstinenz vom Alkohol sei,obwohl es wissnschaftlich fundierte Ansätze zum kontrollierten Trinken gibt. Die Diskussion ob ein Alkoholiker jemals wieder "gepflegt trinken" kann ist müßig. Die Gefahr eines Rückfalls steht für AA in keinem Verhältnis. AA möchte sich mit einem nüchternen Leben ohne Alkohol befassen und nicht zu Trink-Experimenten verleiten. Die meisten Alkoholiker die zu AA kommen haben schon ausführlich mit ihrem Trinkverhalten experimentiert und festgestellt, dass sie dem Alkohol gegenüber machtlos sind. Sie erstreben ein Leben ohne Alkohol, weil sie für sich erkannt haben, dass die einzige Alternative der Tod oder der Wahnsinn bedeutet.
AA hat zu großen Einfluss auf Institutionen, Forschung und Gesellschaft. Alkohol ist nicht nur eine "Familienkrankheit" sondern auch eine "Volkskrankheit". Da das Alkoholproblem fast überall mehr oder weniger präsent ist, ist indirekt auch AA sehr präsent. AA ist einer der ersten, die ein überzeugendes Modell erarbeitet und mittlerweile viele Anhänger hat. AA hat niemals einen Universalanspruch erhoben. Es waren die "hilflosen Helfer", die dankbar das Konzept von AA aufgegriffen haben.
AA hat vieles mit religiösen oder politischen Sekten gemein. Durch verschiedene Mechanismen, unter anderem auch die der "Gehirnwäsche", entwickeln die Mitglieder eine starke persönliche Verpflichtung gegenüber AA und dessen Weltbild. Da dieses Weltbild Regeln für alle Lebensbereiche enthält bietet es die Sicherheit einer wohlstrukturierten Welt. AA ist eine Selbsthilfegruppe. AA kann nur aus der Mitarbeit der Mitglieder überleben. Das Leben vieler Alkoholiker drehte sich einzig um ihren Alkohol-Konsum. Nach dem sie nüchtern geworden sind stellen sie fest, dass sie alles "versoffen" haben: Familie, Beruf, Vermögen, Freundschaften. Sie stehen vor dem Nichts und niemand will etwas mit ihnen zu tun haben. So wird AA für einige Zeit (manchmal für immer) die "Wahl-Familie" in welcher sie die Unterstützung für ihren täglichen Kampf um Nüchternheit finden.
Bei AA gibt es eine "Clean-Zeit-Hierarchie". Wer am längsten nüchtern ist hat am meisten zu sagen. Bei Entscheidungen zählt jede Stimme genauso viel, egal wie lange jemand nüchtern ist. Allerdings stimmt es, dass manche Dienste (wie z.B. der des Kassenwarts) nur an Mitglieder vergeben werden können die eine bestimmte "Clean-Zeit" schon erreicht haben. Erfahrungen haben gezeigt, dass "Neue" mit dem Druck der Verantwortung meist noch nicht umgehen können und rückfällig werden.

Ich habe den Satz "Ziel ist auch die´christliche Missionierung..." entfernt, weil diese Aussage nicht stimmt. Die Anfänge von AA waren wohl christlich inspiriert durch Bill Wilsons Zugehörigkeit zur Oxford-Gruppe. Im Lauf der Entwicklung von AA (zunächst in den USA) wurde dieses Ziel aber aufgegeben, um allen Menschen mit Alkoholproblemen die Zugehörigkeit zu den AA zu öffnen.

Alte Diskusionsbeitraege

Ich habe volgende Passage wieder entfernt: "Dazu zählt auch Al-Anon für Angehörige von Alkoholikern (Co-Abhängigkeit).""

Das ist "doppelt gemoppelt" da Al-Anon schon in dem Link 12-Schritte-Programm abgehandelt oder zumindestens erwähnt ist, was bei bedarf noch erweitert werden kann.

Filleicht mach ich mal eine Liste zu allen A-Gruppen

Desweiteren hat Co-Abhängigkeit erst mal nichts mit "Angehörige von Alkoholikern"zu tun auch wenn es da überschneidungen gibt. Siehe hierzu die Präambel von CoDA.

Die Lösung von Urbanus(30. Apr 2004 - 13:58) geffält mir gut.

Ich habe folgenden (Neben-)Satz wieder gelöscht: ", weshalb die AA von vielen Gruppen auch als Sekte bezeichnet werden."

Weil es schlicht Unfug ist. Offenbar hat Betreffender, nicht wirklich mit AA und Sekten beschäftigt, sonst wüsste er das die Definition von Sekte in Fall von AA nicht zutreffen sein kann.

1.) Wird in AA keine bestimmte Weltanschauung "gepredigt" oder bevorzugt. Es sitzen Christen, Juden, Muslime, Humanisten,Hinduisten, Buddhisten und was weis ich noch alles in einem Meeting und keiner schreibt dem andern vor an was er zu glauben hat. Es wird lediglich empfohlen sich mit spieritualität in irgend einer Form auseinander zu setzen, als Kraftquelle für die Nüchternheit.

2.) Ein Merkmal von Sekten ist das sie in Opposition zu anders gläubigen / anders denkenden stehen. Das ist bei AA nicht der Fall. Sie unterstützen sehr wohl auch andere ihn ihren Bemühen Alkoholikern zu helfen. Ach wenn sie dabei sehr auf ihrer Selbständigkeit und Unabhängigkeit achten.

3.) Das für Sekten typische Hierarchische-autoritäre-Denken ist bei AA nicht an zu treffen. AA ist durchweg demokratisch organisiert. Kein Mitglied hat die Macht oder das Recht einem anderem vor zu schreiben was er wie zu tun hat. Durch das Anonymitäts-Prinzip sind die Mitglieder sowieso kaum zu "kontrollieren". Die "12-Schritte" sind lediglich als Empfehlung zu verstehen und nicht als "Gebote".

--Mr.bloom 11:11, 3. Mai 2004 (CEST)

Die Definition stimmt nicht:

Die Anonymen Alkoholiker (AA) sind eine Selbsthilfegruppe der Alkoholabhängigen oder ehemalig Alkoholkranken.

Ehemalig Alkoholkrank ist nicht richtig definiert. Die Alkoholkrankheit ist nicht heilbar. Sie kann zum Stillstand gebracht werden durch Abstinenz.

Nehmen wir doch die Definition, die AA selbst auf ihrer Homepage schreiben:

"Die Anonymen Alkoholiker sind Frauen und Männer, die entdeckt und eingestanden haben, dass der Alkohol ein Problem für sie geworden ist. Sie bilden eine weltweite Gemeinschaft, in der sie einander helfen, nüchtern zu bleiben. Jeder, der den Wunsch hat, mit dem Trinken aufzuhören, ist den AA willkommen." siehe http://www.anonyme-alkoholiker.de/content/03info/03index.php Friedrich Schütz

Auf mich macht dieser Artikel, so wie er ist am 11.Juli 2004 einen Eindruck als sei er ein "Werbung"sbeitrag für AA, was laut WP-Vorgaben eigentlich nicht sein darf. Es fehlen die Kritiker und ihre Einwände und ggf. eigenen Erfahrungen. Das mit der "Sekte" weist darauf hin, dass diese wichtige Seite der Sache offenbar sehr umstritten ist und weggelöscht wurde. Ich halte es für sehr wünschenswert, dass ein Abschnitt "Kritiker" hinzugefügt wird samt sachlicher Auflistung und Begründung von vorhandenen Vorwürfen. Mangels eigener Erfahrung mit AA kann ich das nicht selber tun. Der Text von "Mr.bloom" irrt m.E. darin, als Weltanschauung nur Religionskonfessionen aufzuzählen, was am Thema SUCHT ziemlich vorbei geht. 137.248.1.11 21:09, 11. Jul 2004 (CEST)


Habe zunächst nur orthografische und stilistische Änderungen vorgenommen, halte die Kritik und Anregung von Benutzer:137.248.1.11 aber für richtig. Den letzten beiden Absätzen mangelt es meines Erachtes an Objektivität, nicht lexikografisch formuliert.

Mir fehlt die Zeit, einen ausführlichen Abschnitt Kritiker zu schreiben, möchte aber verweisen auf

Wer Zeit hat: Die schwer zu ermittelnde Effektivität sollte möglichst auch behandelt werden. Die statistische "Sperrigkeit" der AA liegt im Wesentlichen daran, dass es wegen des Anonymitätsprinzips keine Anwesenheitslisten, Erfolgskontrolle etc. gibt. Dazu die verlinkte [Diplomarbeit].

Letzte Anregung: Liste von Selbsthilfealternativen für Hilfe suchende Alkoholkranke, z.B. von http://www.dhs.de: Blaues Kreuz, Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe, Deutscher Guttempler-Orden, Kreuzbund e.V.

Rational Recovery und SMART Recovery gibt es nach meiner Kenntnis im deutschen Sprachraum nicht.

Tribute2jimmyk 07:36, 29. Aug 2004 (CEST)


Neustruckturierung

  • Habe versucht ein bischen Strucktur rein zu bringen und die Bassis für quwallitaive Verbesserung zu schaffen. Mein Problem ist in erster lienie die Rechtschreibung. Mit der Materie kenne ich mich recht gut aus und werde versuchen noch ein wenig das Nivo zu heben. --Mr.bloom 18:09, 29. Aug 2004 (CEST)

Danke, aber...

Vielen Dank, Mr.bloom! Der Artikel hat qualitativ sicher gewonnen. Ich habe umfangreiche stilistische und orthografische Korrekturen vorgenommen, finde aber die letzten beiden Absätze des Abschnitts Kritik oder "Ist AA eine Sekte? inhaltlich immer noch problematisch.

Für die Zwecke von Wikipedia sollte es genügen, die Pros und Contras aufzuzählen, und die Schlussfolgerungen dem geneigten Leser zu überlassen :-) Interessant bei der Frage Sekte oder nicht? ist ja, dass keine einzige Sekte sich selbst als Sekte bezeichnet (historisch gesehen ist die evangelische Kirche eine Sekte, als Abspaltung von der römisch-katholischen Kirche). Nach meinem Dafürhalten handelt es sich bei den AA nicht um eine Sekte, allerdings sollte sich der Artikel m. E. auf eine Darstellung verschiedener Standpunkte beschränken.

Ich muss mich außerdem selbst korrigieren: Zu überlegen ist, ob der Hinweis auf Selbsthilfealternativen nicht besser bei dem Artikel Selbsthilfegruppe untergebracht ist und lediglich verlinkt werden sollte. Tribute2jimmyk 07:02, 30. Aug 2004 (CEST)

  • Ich werde mir noch mal ein Kopf machen zu dem leidigen Thema "Pros und Contras".--Mr.bloom 07:22, 30. Aug 2004 (CEST)
      • Ich habe etwas Probleme mit dem Pro & Kontra: Zum einen bekomme ich die Tabelle nicht in Griff und zum anderen merke ich, das ich mich zu sehr mit dem Gruppen-Slang ausdrücke. Ich kann meine Herkunft eben nicht ganz leugnen... --Mr.bloom 13:18, 30. Aug 2004 (CEST)
        • Finde ich gar nicht so schlimm. Allerdings sind beim besagten Abschnitt "Pros/Contras" bzw. "Fragen/Antworten" beide Überschriften nicht ganz treffend. Vielleicht könnte man die linke Spalte als Fragen ("Stimmt es nicht, dass...") umformulieren. Übrigens: Ist der Begriff "clean" nicht eher bei Narcotics Anonymous zuhause? Ich dachte, die AAs sagen "trocken"? Tribute2jimmyk 13:57, 2. Sep 2004 (CEST)
          • Ja, das mit "clean" ist ein kleines Politikum bei AA, weil es allen ernstes AA's gibt die von sich behaubten "Ich bin nicht süchtig sondern nur alkehol-krank!" Aber auf dieses Diskusion lasse ich mich nicht ein. Dahinter steht nur das fehlende Slbstwertgefühlt was durch "Sockeldenken" (...der ist noch viel schlimmer als ich) über deckt wird. Wenn es dir wichtig ist...ändere es. --Mr.bloom 23:19, 2. Sep 2004 (CEST)

Ich habe bei den Alternativen die "Freundeskreise" hinzugefügt --Fritzje 01:08 6. Sep 2004 (CEST)

Vorschlag für Umstrukturierung

Meiner Meinung nach sollte der größte Teil des gegenwärtigen Artikels aus dem Text selbst entfernt und statt dessen auf diese Diskussionsseite verschoben werden. Selbst unter formalen Gesichtspunkten ist der Beitrag zum größten Teil lediglich als "Widerlegung" von angeblichen Kritikpunkten an AA (wobei diese Kritik selbst weitgehend fehlt) gedacht ("Keine Sekte", "Vorurteile" vs. "Antworten"), während Tatsachen zum eigentlichen Thema des Artikels kaum auch nur behauptet werden.

Daß die Darstellung obendrein in weiten Teilen ziemlich offensichtlich aus der Perspektive eines "Betroffenen" (soll heißen: jemanden, der sich selbst mit der Organisation, die in dem Artikel dargestellt werden soll, identifiziert) geschieht, dürfte auch "unbedarften" Lesern, die über kein weiteres Vorwissen verfügen und die deshalb auf der Suche nach einer kurzen Einführung ins Thema darauf stoßen, unangenehm auffallen und ist mit dem Qualitätsanspruch von Wikipedia eigentlich nicht zu vereinen.

Eine drastische Kürzung des Artikels zurück auf die eigentlichen Tatsachen ließe den Artikel natürlich erst 'mal optisch noch etwas kläglicher erscheinen, böte aber eher die Chance, daß sich fundierte Erweiterungen hinzugesellen. In seiner gegenwärtigen Form schreckt der Beitrag meinem Eindruck nach Beteiligung eher ab, da zu befürchten wäre, sich damit auf einen "Glaubenskrieg" einzulassen.

  • ...Ich bin dafuer, den Diskusions-Teil in die diesion auszulagern. Nach dem Motto "weniger ist mehr". Zudem gibt es mit
    Narcotics_Anonymous
    ein raech aenlich gelagertes Thema mit den selben Problemen.