Mulfingen
| Wappen | Deutschlandkarte |
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| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart |
| Landkreis: | Hohenlohekreis |
| Gemeindeverwaltungsverband: | „Krautheim“ |
| Höhe: | 263 m ü. NHN |
| Fläche: | 80,08 km² |
| Einwohner: | 3852 (31. Dez. 2006)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 48 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 74673 |
| Vorwahl: | 07938 |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 26 056 |
| Gemeindegliederung: | 8 Ortschaften |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Kirchweg 1 74673 Mulfingen |
| Website: | www.mulfingen.de |
| Bürgermeister: | Robert Böhnel |
| Lage der Gemeinde Mulfingen im Hohenlohekreis | |

Mulfingen ist eine Gemeinde im Hohenlohekreis etwa 10 Kilometer nordöstlich von Künzelsau.
Geografie
Geografische Lage
Mulfingen liegt im Jagsttal zwischen 250 und 459 Meter Höhe.
Gemeindegliederung
Mulfingen selbst und die eingemeindeten ehemaligen Gemeinden Ailringen, Buchenbach, Eberbach, Hollenbach, Jagstberg, Simprechtshausen und Zaisenhausen bilden jeweils eine Ortschaft. Es gibt insgesamt 27 Wohnplätze: Mulfingen mit Ochsental, Badau, Lausenbach und Mittelberg, Ailringen mit Röthelweiler, Buchenbach mit Berndshofen, Bodenhof, Heimhausen und Oberer Railhof, Eberbach, Hollenbach mit Albertshof, Atzenweiler, Löhleinsberg, Seelach und Hollenbach See, Jagstberg mit Hohenrot, Seidelklingen, Hasenklingen, Birkenreisach und Unterer Railhof, Simprechtshausen, Zaisenhausen mit Staigerbach.
Im Gebiet der ehemaligen Gemeinden liegen die abgegangenen Ortschaften Gruningen in Ailringen, Spelte und Holzhausen oder Mühleburg in Buchenbach, eine namenlose Burg in Eberbach, Althollenbach, Igelstrut, Ozendorf und Seelach in Hollenbach, Arnoldshausen, Karletzhausen, Liebenberg und Weidelbronn in Jagstberg, Niedermulfingen, Roggelshausen und Riemenstetten (?) in Mulfingen, Dürzel, Monbronn, Taubenhof, Westernholz und Zwerenberg in Simprechtshausen sowie Wolfhardsberg und Borstel, vermutlich eine abgegangene Burg in Zaisenhausen.[2]
Geschichte
Mulfingen wurde 980 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1479 erhielt der Ort das Marktrecht. 1802 fiel er an die Grafschaft Hohenlohe-Bartenstein. Als im Zuge der Rheinbundakte die hohenlohischen Lande ihre Unabhängigkeit einbüßten, kam Mulfingen 1806 an das Königreich Württemberg.
Gemeindereform
- 1. Juli 1971: Eingemeindung von Jagstberg
- 1. April 1972: Eingemeindung von Ailringen
- 1. Januar 1973: Eingemeindung von Zaisenhausen
- 1. Januar 1975: Vereinigung von Mulfingen mit Buchenbach, Eberbach und Hollenbach zur neuen Gemeinde Mulfingen, zugleich Eingemeindung von Simprechtshausen.
Politik
Bürgermeister
Zum Nachfolger von Hermann Limbacher wurde am 10. Februar 2008 mit 84,57 % der Stimmen Robert Böhnel gewählt.
Gemeinderat
Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:
| CDU | 55,3 % | -5,7 | 11 Sitze | -1 |
| FWG | 41,6 % | +2,6 | 8 Sitze | +1 |
| Andere | 3,1 % | +3,1 | 0 Sitze | ±0 |
Wappen und Flagge
Die Blasonierung des Mulfinger Wappens lautet: In Rot ein silberner Schrägbalken, belegt mit drei roten Rosen. Die Flagge der Gemeinde ist Weiß-Rot.
Die neue Gemeinde Mulfingen führt weiterhin das 1930 festgelegte Mulfinger Wappen, bei dem es sich um das alte Wappen des Ortsadels handelt, das 1486 von Hans von Mulfingen überliefert ist. Die Farbgebung ist allerdings neueren Datums, da nicht überliefert. Wappen und Flagge wurden der Gemeinde am 11. Januar 1978 vom Landratsamt des Hohenlohekreises verliehen.[3]
Wirtschaft und Infrastruktur
Ansässige Unternehmen
Größtes in Mulfingen ansässiges Unternehmen ist die Firma ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG, nach eigener Darstellung der Weltmarktführer im Bereich Motoren und Ventilatoren. Im Geschäftsjahr 2005/2006 beschäftigte die ebm-papst-Gruppe weltweit 8600 Mitarbeiter, davon 2200 in Mulfingen, und hatte einen Umsatz von 950 Millionen Euro.
Bildung
Mulfingen verfügt über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule.
Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 188–193
- ↑ Heinz Bardua: Die Kreis- und Gemeindewappen im Regierungsbezirk Stuttgart. Theiss, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0801-8 (Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg, 1). S. 100
