Junge Landsmannschaft Ostdeutschland
Die Junge Landsmannschaft Ostpreußen mit Vorsitzendem Alexander Kleber ist die ehemalige Jugendorganisation der Landsmannschaft Ostpreußen, die sich wegen der zunehmend rechtsextremen Tendenzen in einigen Landesverbänden von ihr getrennt hat. Sie bezeichnet sich selbst als Nachwuchsorganisation der Vertriebenen, die als Sachwalter ost- und gesamtdeutscher Interessen Ostdeutscher kulturelles Erbe bewahre.
Ihr Motto (laut Homepage) ist: Wir wollen nach Ostland fahren!
Sie veranstaltet Tagungen und Schulungsveranstaltungen wie 1999 in Eisenach, auf denen z.B. Alfred Mechtersheimer referierte. Vertreibung wird dabei immer in Zusammenhang mit Volkstum, Nation, Kultur, Geschichte und Sprache gestellt. Im Mittelpunkt steht das Nationale.
Die JLO hatte, als sie noch offizielle Jugendorganisation der Landsmannschaft des Vertriebenenverbandes war, regelmässig Gedenkveranstaltungen (Trauermarsch) zur Bombardierung von Dresden im 2. Weltkrieg ausgerichtet. So ging man in der Stadtverwaltung von harmlosen Aktionen aus. Doch seit 1999 waren es grösstenteils Mitglieder und Anhänger der NPD, die dort teilnahmen.
Kritiker bezeichnen sie als als Deckmantelorganisation für rechtsextremistische Aktivitäten, in der sich aber auch Burschenschafter und Anhänger der Neuen Rechten bewegen. Sie stellen auch zur Debatte, dass der jugendliche Nachwuchs der Vertriebenen von den Vertreibungen überhaupt nicht direkt betroffen war, und hinterfragen die Motivation eines dementsprechenden Engagements.