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Anghel Iordănescu

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Anghel Iordănescu
Personalia
Voller Name Anghel Iordănescu
Geburtstag 4. Mai 1950
Geburtsort BukarestRumänien
Position Stürmer

Anghel "Puiu" Iordănescu (* 4. Mai 1950 in Bukarest) ist ein ehemaliger rumänischer Fußballspieler und derzeitiger Fußballtrainer. 1986 konnte er als Spieler den Europapokal der Landesmeister gewinnen. Als Trainer war er Nationaltrainer von Rumänien und Griechenland und gewann als Vereinstrainer zweimal die AFC Champions League. Iordănescu wurde zum rumänischen Trainer des Jahrhunderts gewählt.

Karriere als Spieler

Anghel Iordănescu war ein Stürmer mit einer guten Schusstechnik. Er erreichte eine gute Torquote und belegte mit seinen Teams fast durchgehend Spitzenplätze. Iordănescu begann das Fußballspielen im Alter von 12 Jahren bei Steaua Bukarest. Am 17. November 1968 feierte er sein Debüt in der ersten Mannschaft in der Divizia A, der höchsten rumänischen Fußballliga. Das Spiel ging allerdings mit 1:2 gegen Politehnica Iaşi. Er blieb Steaua 14 Jahre lang treu und konnte zweimal die rumänische Meisterschaft sowie vier Mal den rumänischen Pokal gewinnen. 1982 wurde Iordănescu mit 20 Treffern der erfolgreichste Torschütze der Divizia A. Im gleichen Jahr wechselte er im Alter von 32 Jahren nach Griechenland zu OFI Kreta. Nach zwei Jahren kehrte er zu Steaua zurück und wurde Cotrainer. Im Europapokalfinale 1986 gegen den FC Barcelona wurde Iordănescu eingewechselt und gewann zum Abschluss seiner Karriere den Europapokal der Landesmeister.

1971 wurde Iordănescu in die rumänische Nationalmannschaft berufen und bestritt am 18. April 1971 sein erstes Spiel gegen Albanien. Er konnte gleich ein Tor erzielen. Insgesamt bestritt er 64 Spiele und erzielte 26 Tore. Eine Teilnahme an Welt- oder Europameisterschaften blieb ihm verwehrt, da sich Rumänien nie qualifizieren konnte. 1981 bestritt er gegen die Schweiz sein letztes Länderspiel.

Iordănescu ist mit 155 Treffern der erfolgreichste Torschütze, der je bei Steaua Bukarest gespielt hat.

Karriere als Trainer

Iordănescu begann seine Trainerkarriere 1984 nach seiner Rückkehr aus Griechenland als Cotrainer von Emerich Jenei bei Steaua Bukarest. Nach dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister 1986 wurde Jenei zum Nationaltrainer berufen. Dadurch wurde Iordănescu Cheftrainer von Steaua. Unter seiner Regie gewann Steaua dreimal in Folge (1987 bis 1989) die rumänische Meisterschaft und den rumänischen Pokal. Außerdem erreichte er das Halbfinale im Europapokal der Landesmeister 1987/88 und das Finale 1988/89, das mit 0:4 gegen den AC Mailand verloren wurde.

Nach der Vizemeisterschaft 1990 wechselte Iordănescu nach Zypern zu Anorthosis Famagusta. Nach zwei Vizemeisterschaften kehrte er 1992 zu Steaua zurück. In der Saison 1992/93 gewann er erneut die rumänische Meisterschaft und erreichte das Viertelfinale im Europapokal der Pokalsieger.

Im Sommer 1993 wurde Iordănescu Nachfolger von Cornel Dinu als rumänischer Nationaltrainer. Nach erfolgreicher Qualifikation erreichte er bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 in den USA nach Siegen gegen Kolumbien, die USA und Argentinien das Viertelfinale, in dem die Mannschaft gegen Schweden nach Elfmeterschießen ausschied. Anschließend konnte sich Rumänien in der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 1996 in England durchsetzen, schied aber in der Vorrunde aus. Auch die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich gelang Iordănescu. Nach Siegen gegen Kolumbien und England schied Rumänien allerdings im Achtelfinale gegen Kroatien aus. Nach der Niederlage erklärte er seinen Rücktritt.

Im gleichen Jahr wurde Iordănescu Trainer der griechischen Fußballnationalmannschaft. Nach dem er seinen Auftrag, die Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2000 nicht erfüllen konnte, wurde er 1999 entlassen.

Daraufhin wurde Iordănescu 2000 Trainer des saudi-arabischen Klubs Al-Hilal, mit dem er im gleichen Jahr den Asienpokal der Landesmeister sowie den asiatischen Supercup gewann. Trotz dieser Erfolge heuerte Iordănescu bei Rapid Bukarest an, wurde aber bereits nach wenigen Wochen wegen fehlender Erfolge wieder entlassen. Darauf wechselte er in die Vereinigten Arabischen Emirate zum Al Ain Club.

Nachdem Rumänien die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 verpasst hatte, löste Iordănescu Gheorghe Hagi ab und wurde zum zweiten Mal Nationaltrainer. Obwohl er sein Ziel, die Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2004, verfehlt hatte, durfte er mangels Alternativen Nationaltrainer bleiben, um die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zu schaffen. Nach einem 1:1 in Armenien wurde Iordănescu aber noch 2004 entlassen.

Anschließend kehrte er nach Saudi-Arabien zurück und übernahm die Mannschaft von Al-Ittihad, mit der er 2005 die AFC Champions League gewinnen konnte. Ein Jahr später wurde er aufgrund von Erfolglosigkeit entlassen. 2006 kehrte er in die Vereinigten Arabischen Emirate zum Al Ain Club zurück.[1]

Erfolge

Erfolge als Spieler

  • Europapokalsieger der Landesmeister: 1986
  • Rumänischer Meister: 1976, 1978
  • Rumänischer Pokalsieger: 1970, 1971, 1976, 1979
  • Torschützenkönig der Divizia A: 1982

Erfolge als Trainer

  • Rumäniens Trainer des 20. Jahrhunderts
  • WM-Teilnehmer: 1994 (Viertelfinale), 1998 (Achtelfinale)
  • EM-Teilnehmer: 1996 (Vorrunde)
  • Europäischer Supercup: 1986
  • Finalist im Europapokal der Landesmeister: 1989
  • AFC Champions League: 2000, 2005
  • Asiatischer Supercup: 2000
  • Rumänischer Meister: 1987, 1988, 1989, 1993
  • Rumänischer Pokalsieger: 1987, 1988, 1989, 1993

Sonstiges

Iordănescu ist General der Armata Română (rumänische Armee).

Einzelnachweise

  1. www.alainclub.com, News vom 18. August 2006