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Die Simpsons (Familie)

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Die Mitglieder der fiktiven Simpsons-Familie sind die Protagonisten der gleichnamigen Zeichentrickserie Die Simpsons. Die Familie besteht aus den Eltern Homer und Marge Simpson, sowie den drei Kindern Bart, Lisa und Maggie. Hinzu kommen Verwandte und Haustiere.

Homer Simpson

Homer Jay Simpson, im Original gesprochen von Dan Castellaneta und in der deutschen Fassung synchronisiert von Norbert Gastell, ist der Vater der Familie Simpson.

Äußerlich auffallend ist die Darstellung der Frisur durch zwei als schwarze Striche gezeichnete Haare, die quer über den Kopf gekämmt sind und einem dritten Haar, das zickzackförmig um seinen Kopf herumgeht. Dieses bildet aus bestimmten Blickrichtungen zusammen mit einem seiner Ohren die Buchstaben MG (Matt Groening).

Homer ist stark übergewichtig, sein Gewicht schwankt je nach Folge zwischen 216 und 315 amerikanischen Pfund (entspricht etwa 98 bis 143 Kilogramm), er ist je nach Folge zwischen 38 und 42 Jahren alt. Homer hat einen Malstift in seinem Kleinhirn, weshalb er nur einen IQ von 55 hat (ohne Malstift hätte er einen von 105). Er trägt stets blaue Hosen und ein weißes, kurzärmeliges Hemd. Homers Mundpartie ist nicht gelb sondern hellbraun gezeichnet, was Bartwuchs andeuten soll.

Homers wesentlicher Wesenszug ist sein Infantilismus. Hierzu gehören seine Begriffsstutzigkeit, die vollkommen fehlende Selbstbeherrschung, insbesondere in Bezug auf süße Speisen und Bier, der Hang zu kindisch-hellem Lachen, Ungeschicklichkeit in allen praktischen Belangen, drastische Gefühlsschwankungen selbst bei geringen Anlässen (insbesondere sein typischer Fluch D’oh!, im Deutschen „Nein!“) sowie die überzogen-cholerischen Reaktionen auf Barts Streiche. Da er familiär und beruflich trotzdem eine sehr große Verantwortung trägt, ist er eine der wichtigsten Säulen der Serie.

Alles in allem ist die Figur „Homer Simpson“ als Sympathieträger angelegt, der keine bösen Absichten hegt. Im Mittelpunkt vieler Handlungsstränge steht zudem seine oft sehr stark überzeichnete Ungebildetheit und Dummheit; er übernimmt sich regelmäßig und reflektiert nicht, was sein Handeln für Konsequenzen mit sich bringt. Bequemlichkeit ist einer seiner Hauptwesenszüge. Oft zeigt Homer Simpson das Unvermögen, Ironie oder Zynismus in den Aussagen seiner Mitmenschen zu erkennen, was ein weiteres Indiz für seine mindere Intelligenz ist.

Homer ist als Sicherheitsinspektor in Sektor 7G im Kernkraftwerk von Springfield angestellt. Er kam durch eine Quotenregelung für Sonderschüler zu dieser Stelle, besitzt aber keine entsprechende Ausbildung für diesen Beruf. Homers Inkompetenz spiegelt sich in etlichen Beinahe-Kernschmelzen wider, die er zu verantworten hat. Hinzu kommt seine Faulheit. Das knappe Vermeiden einer Entlassung ist Thema verschiedener Folgen, wobei Homer eher durch glückliche Zufälle seine Stelle behält als durch eigene Leistung. Sein Gehalt wird in einigen Episoden als niedrig dargestellt, während in anderen Episoden die Simpsons eher der Mittelschicht zugeordnet werden.

Auch als Ehemann und Vater glänzt Homer im Alltag nicht. Seine Frau Marge, die er zunächst als kleines Kind kennengelernt und später auf der Highschool wiedergetroffen hat (auch wenn er Marge in der Highschool nicht wiedererkannte), leidet unter seiner Faulheit und seiner Verantwortungslosigkeit. Sein Anteil an der Erziehung der Kinder erscheint gering und seine pädagogische Botschaft fragwürdig. Auch gemeinsame Interessen sind kaum vorhanden. Marge interessiert sich für das Theater, die Malerei und andere kulturelle Aktivitäten, während Homer einen Großteil seiner Freizeit mit infantiler Fernsehbelustigung und in der Kneipe verbringt.

Seine jüngste Tochter Maggie wird häufig von ihm vernachlässigt, in den Zuspitzungen einiger Folgen vergisst er sogar sie oder ihren Namen. Trotzdem liebt er sie, was sich dadurch äußert, dass er sämtliche Bilder Maggies an seinem verhassten Arbeitsplatz aufgehängt hat.

Mitunter problematisch ist das Verhältnis zu Lisa, der älteren Tochter. Im Gegensatz zum Vater ist sie intelligent, schulisch erfolgreich und besitzt ein intellektuell-kulturelles Interesse. Homer zeigt hingegen nicht einmal Verständnis für den „Krach“ ihres Saxophonspiels. Uneinig sind sich die beiden auch in anderen Grundsatzfragen, etwa wenn es um Ökologie oder Ernährung geht, da Lisa Vegetarierin ist. Andererseits bewundert Homer in vielen Folgen Lisa für ihre Begabungen, die er selbst nicht versteht, und unterstützt sie in ihren Interessen, selbst wenn er diese selbst nicht gutheißt.

Zu seinem Sohn Bart hat Homer ein schwankendes Verhältnis. Wenn es um illegale Machenschaften oder derbe Späße geht, ist Bart Homers einziger Verbündeter in der Familie. Vielfach geraten sie aber auch in Streit, welcher meistens durch Barts Frechheit provoziert wird. Charakteristisch für die Beziehung der beiden sind die Würgeszenen, die sich zu einem Running Gag entwickelt haben.

Das Verhältnis zwischen der Familie Simpson und der Nachbarfamilie Flanders ist angespannt. Ned Flanders ist ein religiöser Mensch und glaubt an das Gute im Menschen, was Homer gnadenlos ausnutzt; mehrfach wird in Folgen darauf hingewiesen, dass das Simpsons-Haus voller wertvoller Dinge ist, die Homer vor langer Zeit von Flanders „geliehen“ hat. Der gutherzige Ned passt jedoch sein Verhalten nicht an und leiht Homer weiterhin Gerätschaften, ohne diese je zurückzuerhalten.

Zu seinem Vater, Abraham 'Abe' Simpson (Grandpa), hat Homer ebenfalls ein zwiespältiges Verhältnis. Homer wuchs bei seinem Vater auf, da seine Mutter die Familie verlassen hat, als Homer noch klein war. Homers Vater erzog ihn streng und schärfte ihm eine Verliererhaltung ein. Homer war schon zu Highschool-Zeiten faul, vergnügungssüchtig und desinteressiert an Politik und Weltgeschehen (etwa an der Mondlandung). Die beiden standen sich nie sehr nahe, jedoch versucht sein Vater im Alter, wieder mehr Kontakt zu seinem Sohn herzustellen. Abe wurde in das Springfield Retirement Castle (das Altenheim) abgeschoben, wo er ein unglückliches Leben fristet. Dabei versucht Homer, ihm möglichst aus dem Weg zu gehen, um nicht seinen Anekdoten aus früheren Zeiten zuhören zu müssen.

Trotz der Begriffsstutzigkeit demonstriert Homer in einigen Episoden musikalisches Talent: er spielt E-Gitarre und Klavier, schreibt Songs und hatte eine eigene Band namens Die Überspitzen (engl. Be Sharps).

Einfluss der Figur

In der Akte-X-Folge Der Anfang (Staffel 6, Episode 1) arbeitet ebenfalls ein Überwachungsangestellter namens Homer in einem Kernkraftwerk, der „Rolling Hills Nuclear Power Plant“. Dieser Homer übt nicht nur den gleichen Beruf aus, er ist auch sehr faul, wird von einem Kollegen geweckt und ermahnt. Zudem schiebt er einen Fehler im Kühlsystem auf einen Fehler im Überwachungssystem, um einem Kontrollgang zu entgehen (was ihm dann auch zum Verhängnis wird).

Marge Simpson

Die Figur der Marjorie „Marge“ Simpson (geb. Bouvier) wird im Original von Julie Kavner gesprochen. Bis Mitte Staffel 17 wurde sie in der deutschen Fassung synchronisiert von Elisabeth Volkmann, danach von Anke Engelke.

Marge ist Homers Frau und die Mutter von Bart, Lisa und Maggie. Die 34-Jährige hat eine hohe Turmfrisur, die sie blau färbt. Marges Standardkleidung besteht aus einem grünen, trägerlosen Kleid, zu welchem sie eine rote Kugelkette trägt. Sie verbringt die meiste Zeit zu Hause und führt den Haushalt. Nur gelegentlich hat sie Phasen, in denen sie aus dieser Rolle ausbricht und – in den Augen der anderen – etwas völlig Irrationales tut. In einigen wenigen Folgen ergreift Marge auch einen Beruf neben ihrer Tätigkeit im Haushalt.

Im Gegensatz zu Homer ist sie als moralische und bodenständige Person charakterisiert und bringt ihre Standpunkte immer wieder in Familiendiskussionen ein. Im Gegensatz zu Lisa argumentiert sie jedoch nicht von einem intellektuellen, sondern einem lebenspraktischen Standpunkt aus. Wenn Homer wieder eine seiner verrückten Ideen hat, ist Marge diejenige, die an mögliche Konsequenzen seines Handelns denkt und Homer bittet, sein Vorhaben aufzugeben. Zumeist gelingt es ihr allerdings nicht, ihn umzustimmen, was sie dann nicht selten mit ihrem charakteristischen Grummeln quittiert. In ihrem Auftreten gegenüber Homer als auch anderen Menschen ist sie ansonsten meist zurückhaltend und wenig selbstbewusst; doch in Themen, die ihr wichtig sind, kann sie auch durchaus zur Meinungsführerin werden. Marge hält die Fäden in der Familie zusammen und ist die erste Ansprechperson, wenn Probleme auftauchen.

Marge war auf derselben Highschool wie Homer. Damals hatte sie noch lange glatte Haare und war eine überzeugte Feministin. Schon in ihrer Jugend interessierte sie sich für Kunst und Malerei. Sie war das einzige Mädchen, das Homer etwas abgewinnen konnte. Trotz gelegentlicher Streitereien liebt Marge Homer immer noch wie am ersten Tag. In ihrer Jugend schwärmte Marge für Ringo Starr und malte Bilder von ihm. Sie ist zudem Fan von Tom Jones. Sie hat mehrere Bewunderer, unter anderem Artie Ziff, Mr. Burns, Disco Stu und Moe.

Bart Simpson

Bartholomew Jo-Jo Simpson, genannt Bart, wird im Original gesprochen von Nancy Cartwright und in der deutschen Fassung von Sandra Schwittau synchronisiert.

Er ist als vorpubertärer Junge (meist 10 Jahre alt) charakterisiert und verfügt über ein unerschöpfliches Repertoire an Streichen. Diese reichen von harmlosen Scherzanrufen in Moes Kneipe (zum Beispiel: Ist hier jemand, der Reinsch heißt?) bis hin zu grobem Unfug, der ernste diplomatische Zwischenfälle verursachen kann. Bart trägt – bis auf Szenen, die an Feiertagen oder am Sonntag spielen, wenn die Familie in die Kirche geht, – stets ein rotes T-Shirt, kurze blaue Hosen und blaue Turnschuhe mit weißen Socken.

Bart steht auf Kriegsfuß mit der Schule. Er besucht mit mäßigem Erfolg die Springfield Elementary School (Grundschule Springfield) und treibt die Lehrerin Mrs. Krabappel, den Rektor Seymour Skinner und den Hausmeister Willie regelmäßig in den Wahnsinn. Im Vorspann jeder Folge ist Bart zu sehen, wie er nachsitzen und zur Strafe einen sich von Folge zu Folge wechselnden Satz mehrfach an die Wandtafel schreiben muss.

Barts bester Freund ist Milhouse, obwohl dieser eher ein Verlierer ist und auch oft von den „Bullies“ verprügelt wird. Auch für seine Familie ist Bart da, wenn es nötig ist, auch wenn er sie oft genug mit seinen Streichen überfällt. Mit seiner Schwester Lisa ist er jedoch stark verfeindet und steigt daher in die Rolle des „bösen Bruders“ ein, wobei er natürlich in manchen Folgen seiner Schwester hilft und seine wahren Gefühle für sie zeigt.

Bart ist ein großer Fan von Krusty, dem Clown, den er mehrmals aus misslichen Lagen befreite. Auch die Itchy & Scratchy Show spielt in seinem Leben eine große Rolle. Barts Fortbewegungsmittel ist sein Skateboard.

Als Erzfeinde Barts sind die vier „Bullies“ Nelson, Jimbo, Dolph und Kearney, die regelmäßig das Essensgeld aus ihm herausprügeln und Tingeltangel-Bob, der nach Barts Leben trachtet, weil dieser ihn ins Gefängnis gebracht hat, charakterisiert. Die Feindschaft ist Thema zahlreicher Folgen.

Bart hat auch große Momente: So war er Entdecker von Blinki, dem dreiäugigen Fisch, der durch die ionisierende Strahlung des Springfielder Kernkraftwerkes entstanden ist. Außerdem entdeckte er einen Kometen, der Springfield fast zerstört hätte.

Im Lauf der Zeit hatte Bart zahlreiche Jobs, darunter Barmixer für die Springfielder Mafia, Statist in der Krusty-Show, Türsteher, Bote (unter anderem für Organe), Comic-Verkäufer, TV-Produzent, Moderator von Kidz News mit seiner eigenen Serie Barts Mitmenschen, Eigentümer einer alten Lagerhalle, Comic-Sachverständiger vor Gericht, Casino- und Museums-Betreiber (in seinem Baumhaus).

Auch Bart wird zum Teil mit künstlerischem Talent dargestellt. Er verfügt beispielsweise über eine natürliche Begabung für das Ballett, schreibt ein Theaterstück und lernt zahlreiche Sprachen. In der Folge Ist alles hin, nimm Focusin! wird zudem erklärt, dass Bart eigentlich doch ziemlich intelligent ist, dass er aber (wie auch Homer) unter ADHS leidet, wodurch er seine Intelligenz nicht ausnutzen kann.

Seine ersten Wörter waren „Ay Caramba“, während er Homer und Marge mutmaßlich beim Sex zusah. Dieser Ausspruch ist einer der Running Gags der Serie.

Lisa Simpson

Lisa Marie Simpson, im Original synchronisiert von Yeardley Smith und in der deutschen Fassung von Sabine Bohlmann, ist die hochbegabte achtjährige Tochter der Simpsons. Ihr Intelligenzquotient liegt über dem von 98 % der Bevölkerung und zwar bei 159. Damit erreicht sie das Kriterium zur Mitgliedschaft bei Mensa und ist diesem Verein für Hochbegabte auch beigetreten. Sie repräsentiert die missverstandene Intellektuelle in der Familie. Lisa hat eine blonde, zackenförmige Frisur, die ihren Oberkopf wie einen Stern aussehen lässt. Ihre Standardkleidung in der Serie ist ein rotes Kleid ohne Träger, daneben trägt sie eine weiße Perlenkette als Halsschmuck.

Auch wenn sie intensiv lernt, steht Lisas schulischer Erfolg außer Frage. Zugleich ist diese Figur von den Autoren der Serie als frühreife Persönlichkeit mit starken moralischen Grundsätzen angelegt. Sie steht in starkem Kontrast zu ihren Altersgenossen durch einen großen Kritizismus.

Obwohl erst acht Jahre alt, engagiert sich Lisa schon stark politisch und ökologisch. So ist sie überzeugte Vegetarierin und engagiert sich für Natur- und Tierschutz. Lisa ist im Gegensatz zum Rest der Familie auch welt- und gesellschaftspolitisch interessiert, mit demokratischer Grundhaltung. Nur manchmal neigt sie dazu, sich ihrem Umfeld anzupassen.

Im Allgemeinen zeigt Lisa ein weitgefächertes Interesse an Musik und nahezu allen kulturellen Themen. Seit der Episode Allein ihr fehlt der Glaube vollzieht Lisa außerdem die Wende zum buddhistischen Glauben.

Lisa liebt Jazzmusik und spielt selbst Baritonsaxophon. Außerdem ist sie Mitglied des Schulorchesters. Ihre Leidenschaft für Musik begann schon in jungen Jahren. Als Kompensation für eine (aufgrund finanzieller Probleme der Eltern) nicht mögliche Begabtenausbildung an einer Privatschule sollte Lisa musikalisch gefördert werden und durfte sich im Beisein ihres Vaters ein Instrument aussuchen. In den melancholischen Klängen des Jazz ertränkt sie ihre Trübseligkeit. Als sie in einen der älteren Folgen den virtuosen Jazz-Musiker Zahnfleischbluter-Murphy (der eine Schallplatte produzierte, die aber nicht erfolgreich war) begegnet, erlebt ihre Faszination für die Jazzmusik einen weiteren Aufschwung. Kurz vor seinem Tod erhält sie sein Saxophon. Ihre Liebe zum Saxophon zeigt sich auch dadurch, dass sie im Vorspann der Serie aus der Probe des Schulorchesters verwiesen wird, weil sie ein anderes Lied spielt als der Rest - Dieses Lied wechselt wie Barts Tafelsprüche von Folge zu Folge. Ihr Lieblingslied ist der „Genickbruch-Blues“.

Lisa ist im Kern als ein tragischer Charakter angelegt. Ihre große Begabung wird konterkariert durch ein allgemeines Missverstehen von der Familie und der im Grundsatz dummen amerikanische Erwachsenenwelt von Springfield. Nur ein Bruchteil der Bürger Springfields denkt genauso, versteht und respektiert sie. Ihre kritischen Fragen werden unbefriedigend beantwortet, so wie man Kindern antwortet. In der Grundschule scheint sie kaum einen engeren Freundeskreis zu besitzen. In vielen Folgen spricht sie von Einsamkeit und zeigt sich melancholisch. Nur in wenigen Folgen werden engere Beziehungen zu Gleichaltrigen thematisiert, so verliebt sie sich etwa in den Rowdy Nelson, was überraschend ist, da er Lisa intellektuell nicht das Wasser reichen kann. Milhouse van Houten ist in Lisa verliebt und zeigt ihr das auch, allerdings lässt sie das kalt. Nur in seinen Träumen hat er Lisa für sich.

Zu Lisas Frühreife kontrastieren einige originär kindliche Charakterzüge. So ist es etwa einer ihrer größten Wünsche, ein eigenes Pony zu besitzen. Ebenfalls hat sie eine Vorliebe für „Malibu Stacy“-Puppen. Genauso wie Bart ist sie Fan der gewaltverherrlichenden Kinderserie Itchy & Scratchy.

Auch in der Familie nimmt Lisa meist eine Außenseiterrolle ein. Sie scheint keine echte Verbindung zu ihrem Vater zu besitzen, dennoch bemüht sie sich immer wieder, seine Aufmerksamkeit zu erregen und Zuneigung zu gewinnen. Anderseits hilft sie Homer oft mit ihren altklugen Ratschlägen, wenn er in der Klemme steckt. Diese beiden Charaktere könnten gegensätzlicher kaum sein.

Bart und Lisa haben wenige Gemeinsamkeiten. Im Gegensatz zu Bart engagiert Lisa sich für die Schule und betreibt ihre Interessen ernsthaft. Sie kann mit Barts Unreife in der Regel wenig anfangen und lässt ihn das auch spüren. Lisa fühlt sich ihrem Bruder intellektuell überlegen, während dieser versucht, seinen altersmäßigen Vorsprung auszuspielen. Streit zwischen den Geschwistern ist ein häufiges Thema innerhalb der Serie. Andererseits kann es aber vorkommen, dass die beiden sich sehr gut vertragen, wenn es um etwas geht, was beide interessiert, wie etwa Barts Scherzanrufe bei Moe oder die von beiden geliebten Zeichentrickserie Itchy & Scratchy. Außerdem war „Bart“ Lisas erstes Wort.

Die einzige Person in ihrer Familie, zu der Lisa eine etwas engere Beziehung aufbaut, ist ihre Mutter Marge. Doch Lisa kann mit der ihr vorgelebten Hausfrauenrolle nichts anfangen. Marge kann Lisas Begabung intellektuell nichts entgegensetzen und behandelt sie deshalb meist wie ein kleines Kind.

Maggie Simpson

Margaret „Maggie“ Simpson (Originalsprecherin: Nancy Cartwright, dt. Spr.: Sabine Bohlmann) ist das jüngste Mitglied der Familie Simpson. Ihr Alter variiert je nach Episode zwischen ein und zwei Jahren. Maggie hat eine ähnliche Zackenfrisur wie ihre Schwester, nur befindet sich bei ihr ein Haarschleifchen über der Stirn. Sie zwinkert mit den Augen, saugt an ihrem Schnuller und fällt oft hin, weil sie über ihren Schlafsack-Strampelanzug stolpert, den sie auch am Tag trägt. Allerdings trägt sie in den Folgen, die im Winter oder in Skigebieten spielen, einen Anzug, der aussieht wie ein Stern, mit dem sie aber auch nicht viel besser laufen kann. Außer dem saugenden Geräusch des Schnullers ist von ihr nicht viel zu hören. Ihr erstes Wort war „Daddy“ (Am Anfang war das Wort, im Original gesprochen von Elizabeth Taylor). In der Folge Das Erfolgsrezept sagt sie auch einmal „Moe“. In der Folge Bei Simpsons stimmt was nicht sagt sie auf der Autofahrt zur Taufe zu Ned Flanders: „Daddely-Dooddely“, was Lisa und Bart sichtlich erschreckt, obwohl sie auch mehrere Male in der Phantasie von anderen oder in Halloween-Folgen gesprochen hat (Beispiel aus Barts Phantasie: „Du bist Schuld, dass ich nicht sprechen kann.“). Auch im Abspann des Simpsons Kinofilm spricht das Baby das englische Wort „sequel“ bzw. in der deutschen Synchronfassung „Fortsetzung“. Maggies Schweigsamkeit war lange Zeit ein feststehender Fakt der Serie. Selbst in Folgen, die in der Zukunft spielen, ist von Maggie als Teenager durch Zufälle kein Wort zu hören. Sie hat einen Erzfeind, Gerald, „das Baby mit nur einer Augenbraue“ (Monobraue). Bei seinen Auftritten wird er häufig in einem Kinderwagen an dem Haus der Simpsons vorbeigeschoben.

Oft hat sie „erwachsene Züge“, weil sie genau versteht, was von den Erwachsenen gesagt wird und dementsprechend reagiert. Wie „erwachsen“ sie ist, wird schon im Vorspann deutlich, als sie neben ihrer Mutter auf dem Beifahrersitz im Auto sitzt und so tut, als würde sie selber den Wagen steuern.

Das Verhältnis zu Homer scheint gestört zu sein: Er vergisst öfters ihren Namen („Oh, das Baby“/„das andere Kind“), auch sie scheint sich nicht sehr für ihn zu interessieren. Als Homer Maggie das Schwimmen beibringen wollte, aber selbst zu ertrinken droht, rettet sie ihn mit übernatürlichen Kräften, die nur die Liebe bewirken kann, aus dem Wasser. Marge dagegen hat zu Maggie ein innigeres Verhältnis als zu den anderen Kindern und kümmert sich besonders gerne um sie. Schon nach kürzester Zeit vermisst Maggie ihre Mutter und deren Turmfrisur. Nach unfreiwilliger Abwesenheit von Marge geht Maggie sogar selbst auf die Suche nach ihr. Zum Ende der Folge Bei Simpsons stimmt was nicht rennt Maggie trotz gelungener Umpolung durch die christliche Nachbarsfamilie Flanders glücklich auf Marge zu, als sie sie erblickt.

Zu ihren beiden Geschwistern hat Maggie kein besonderes Verhältnis. So liebt sie zum Beispiel den Fernseher mehr als Bart und Lisa.

Maggie half ihrem Onkel Herbert Powell (kurz Herb genannt) maßgeblich bei der Umsetzung seiner Erfindung - ein Babyphon, welches das Geschrei von Babys in verständliche Sätze formulieren kann.

Maggie scheint, wie die meisten weiblichen Simpsons, sehr intelligent zu sein. Sie weiß zum Beispiel schon, was eine Biedermeier-Anrichte ist, kann mit ihren Spielzeugklötzchen die Worte Eis, Reis, Preis oder auch die Formel E = mc² legen und ihren eigenen Namen auf ihrem „Etch-A-Sketch“ schreiben. Außerdem ist sie in der Lage, auf ihrem Baby-Xylophon Tschaikowski zu spielen. Bei einem Intelligenztest in der Vorkindergarten-Schule erreicht sie einen IQ-Wert von 167.(Es stellt sich jedoch zum Schluss heraus, dass Lisa ihr unbewusst Tipps bei dem Test gegeben hat.)

In einigen Folgen ist außerdem ihre Liebe zu Schusswaffen zu sehen. Angefangen in der Folge Wer erschoss Mr. Burns? Teil 1&2, in der sie, mit Absicht oder nicht, Mr. Burns mit seiner eigenen Waffe anschießt.(Eigentlich ein Unfall. Mr. Burns will der im Auto sitzenden Maggie den Lutscher klauen. Als er sich in das Auto hineinbeugt, fällt seine Pistole aus dem Halfter. Die Pistole fällt in Maggies Schoß und ein Schuss löst sich.) Auch in der Folge Sicherheitsdienst „Springshield“, als der Mafioso „Fat Tony“ damit droht, Homer umzubringen, rettet sie diesem das Leben, indem sie jeden der Mafiosi mit einem Scharfschützengewehr niederschießt. Im Special zur 138. Folge wird im Vorspann, wenn Maggie gescannt wird, die Kassenanzeige scherzhaft mit „NRA4EVER“ (zu deutsch: „NRA für immer“) angegeben, womit die US-amerikanische Waffenlobby NRA gemeint ist. An derselben Stelle wird sonst ein Preis von 847,63 $ angezeigt, was angeblich dem Betrag entspricht, den man 1999 in den USA durchschnittlich pro Monat für ein Kleinkind ausgeben musste.

Haustiere

Knecht Ruprecht

Knecht Ruprecht (Santa’s Little Helper), ein Whippet, eine Windhundart (Englisch: Greyhound), der Rennhund des armen Mannes meist synchronisiert von Ivar Combrinck, ist der Hund der Simpsons und Barts Haustier. Er wurde in der ersten Episode Es weihnachtet schwer von Homer und Bart nach einem Windhundrennen „aufgelesen“. Knecht Ruprecht wurde von seinem vorhergehenden Besitzer verstoßen, da er bei den Rennen immer Letzter wurde. Knecht Ruprecht ist ein nicht erziehbarer und ungehöriger Hund. Deswegen sollte Knecht Ruprecht in einer Folge verstoßen werden, doch nach Beihilfe der Hundeschule hörte er am Ende auf Bart, um seine Aufmerksamkeit und seine Liebe zurückzugewinnen.

In einer anderen Folge wird er zum Werbemaskottchen der Duff-Brauerei. Der alte Besitzer meldet sich, angezogen durch das millionenschwere Gehalt, und nimmt den Simpsons Knecht Ruprecht weg. Nachdem die Simpsons ihn erfolgreich in aller Öffentlichkeit als Feigling bloßstellten, wird er durch das neue Maskottchen „Duff mc' Shark“ ersetzt und kann, da er nun für den alten Besitzer wertlos geworden ist, zu den Simpsons zurückkehren.

In einer Folge zeugt er mit einer anderen Windhündin 25 Nachkommen, aus deren Fell Mr. Burns ein Jacket nähen lassen will. Dieses Vorhaben wird allerdings von Bart und Lisa vereitelt. Doch das war nicht das letzte Mal, dass Knecht Ruprecht Nachwuchs in die Welt gesetzt hat. Die kleinen Welpen, die der Hausarzt Dr. Hibbert (ihm gehört eine Pudeldame) angewidert den Simpsons überreicht, erübrigen ganz klar einen Vaterschaftstest. Des Weiteren läuft er in einer Folge von den Simpsons weg und wird Wachhund für Mr. Burns. Knecht Ruprecht hat am selben Tag wie Homer Geburtstag. Das genaue Datum wird jedoch nie erwähnt.

Originalsprecher: Frank Welker; manchmal auch Dan Castellaneta

Katzen

Snowball I. war die erste Katze der Simpsons. Sie wird 1988 geboren und 1990 von Clovis, dem derangierten Bruder des Bürgermeisters Quimby, überfahren. Darauf folgt Snowball II.. Sie wird von Dr. Julius Hibbert überfahren. Noch in der gleichen Episode kommt Snowball III.. Sie hat ein rotbraunes Fell und ertrinkt bei dem Versuch, die Goldfische aus dem Aquarium der Simpsons zu fressen. Die nächste Katze hatte den Namen Coltrane und Snowball IV.. Ihr Gesicht hat große Ähnlichkeit mit dem von Bart und sie stirbt in der gleichen Episode wie Snowball III. durch einen Sprung aus dem Fenster, als Lisa ein Stück von John Coltrane auf dem Saxophon spielt. Nach den tragischen Todesfällen der Episode wird Schneeball V. von den Simpsons wiederum Snowball II. genannt, um das Geld für einen neuen Futternapf zu sparen.

Ein-Episoden-Haustiere

Schnuffi, der Hamster von Lisa, taucht in zwei Episoden auf. Lisa Simpson verglich in Keine Experimente für ein Schulexperiment die Intelligenz ihres Hamsters Schnuffi mit der ihres Bruders Bart. Ihr Bruder schnitt bei diesem Test schlecht ab. In der Folge Der eingebildete Dachdecker ist er ebenfalls zu sehen, jedoch nur kurz, da er von einem Wasserschwall im Haus weggespült wird, weil Homer vergessen hat, das Dach zu reparieren. Schnuffi kann jedoch gerettet werden.

Nibbles heißt der Hamster, den Homer und Bart mit einer Rakete ins Weltall schießen wollen. Der Versuch schlägt leider fehl und die Rakete trifft die Kirche. Nibbles konnte sich zuvor mit einem Fallschirm retten. Auffallend ist die sprachliche Ähnlichkeit mit dem Nibbler aus der ebenfalls von Groening kreierten Serie Futurama sowie das auffällig menschliche Verhalten Nibbles und seiner „Frau“ beim Abschied und dem darauffolgenden heroischen Gang zur Rakete.

In einer Folge bekommt Bart eine Kreditkarte und kauft damit großzügig ein. Unter anderem kauft er für 1200 $ den Zuchthund Laddie, welcher als der wohl beste Hund der Welt bezeichnet wird und gibt, als der Gerichtsvollzieher die gekauften Gegenstände zurückholt, seinen Hund, Knecht Ruprecht her. Laddie wird aufgrund seines Verdienstes, ein Kind gerettet zu haben von Bürgermeister Quimbee mit einer Medaille geehrt, woraufhin Bart den Hund, nach Chief Wiggum´s Bemerkung, dass die Wache einen solchen Hund gut gebrauchen kann, der Springfielder Polizei überträgt. Da Bart nun garkeinen Hund mehr hat, macht er sich auf die Suche nach Knecht Ruprecht und fndet ihn bei einem Blinden, welcher am Ende von Laddie des Drogenbesitzes überführt wird.

Aufgrund eines Radiogewinnspiels besaß Bart auch schon einen Elefanten namens Stampfi der aufgrund finanzieller Probleme bei der Ernährung jedoch wieder abgegeben werden musste. Statt ihn dem Elfenbeinhändler Schwarzseele zu verkaufen, brachte ihn Homer doch in einen Wildpark.

Das Pony Prinzessin bekommt Lisa von Homer, weil er glaubte, dass sie ihn nicht mehr lieben würde. Das Pony wird allerdings am Ende der Folge aufgrund der hohen Kosten wieder verkauft.

Mojo, ein Affe, soll Homer alle Arbeiten im Haus nachmachen. Da Homer den ganzen Tag nur faul auf der Couch liegt und Bier trinkt, tut Mojo es ihm nach kurzer Zeit gleich. Er besitzt die erstaunliche Fähigkeit auf einem kleinen Computer das zu schreiben, was er sagen möchte, nach der Zeit mit Homer sind seine ersten Worte: „Betet für Mojo“.

Zwicky war ein Hummer, den Homer gekauft hatte, um ihn heranwachsen zu lassen und dann zu essen. Nach kurzer Zeit fand er ihn aber zu niedlich und brachte es nicht mehr übers Herz ihn zu kochen. Später wollte Homer ihm etwas Gutes tun und ließ ihm ein zu heißes Bad ein, und so wurde er doch noch gegessen.

Duncan, das Wunderpferd, taucht in Ein Pferd für die Familie erstmals auf. Die Simpsons sehen es auf einem Jahrmarkt, wo es dazu gezwungen wurde, von einem Turm in ein Wasserbecken zu springen - natürlich illegal. Als Chief Wiggum es schlachten lassen will, nimmt es die Familie bei sich auf. Duncan konnte sehr schnell rennen, weshalb er als Rennpferd eingesetzt wurde und ein Rennen nach dem anderen gewann, was den Zorn der Jockeys auf Homer lenkte.

Auch haben die Simpsons in manchen Folgen ein Aquarium, z. B. in der Folge Kampf um Bobo, in der Maggie Mr. Burns' uralten Teddy bekommt oder in der Folge Häuptling Knock-A-Homer. Dort stirbt Snowball I und Lisa kauft sich eine neue Katze, welche auch stirbt. Bis Schneeball V bzw. II geht das so weiter. Snowball III stirbt, als sie versucht, Fische aus dem Aquarium in ihren Mund zu bringen (siehe Artikel Katzen).

Die Schreiraupe, eine exostische Art von Raupe, die vom Aussterben bedroht ist und unentwegt schreit. Da sich die Raupe den im Garten der Simpsons befindlichen Koiteich (welcher ein Hochzeitsgeschenk für Marge ist) als Lebensraum ausgesucht hat, muss Homer, laut eines Beauftragen der Tierschutzorganisation EPA, für das Wohlergehen des Tieres sorgen, da er nicht zulassen darf, dass eine gefährdete Tierart ausstirbt. Nachdem Homer der Schreiraupe am Koiteich eine Gutenachtgeschichte vorliesst und sie danach mit dem Buch versehentlich erschlägt, vergräbt er das vermeintlich tote Tier im Garten. Als der Beauftragte der EPA mit einem Hubschrauber im Garten auftaucht, fängt die vergrabene Raupe in der Erde an zu schreien. Homer wird daraufhin vom Gericht wegen versuchten Insektenmordes und Raupenvergewaltigung zu 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

In Die Simpsons - Der Film rettet Homer ein Hausschwein vor dem Schlachter. Das Schwein erhält unterschiedliche Namen, unter anderem Spiderpig (Spiderschwein) oder Harry Plopper (auf Deutsch Harry Propper).

Verwandtschaft

Abraham Jebediah „Abe“ Simpson

Abraham Jebediah Simpson, ursprünglich synchronisiert von Walter Reichelt, später von Ulrich Bernsdorff, Horst Raspe und Michael Rüth, ist der Vater von Homer. Er wohnt im Altersheim von Springfield, in welchem er auch den Großteil seiner Freizeit verbringt. Abe ist befreundet mit Jasper, streitet sich aber auch oft mit ihm. Er ist ziemlich verkalkt und Zeuge des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Seine Kriegserzählungen widersprechen sich jedoch gelegentlich: In einer Episode ist er 1944 während der Ardennen-Offensive Sergeant der fliegenden Höllenfische und hätte sogar fast Adolf Hitler getötet, in einer anderen Folge behauptet er er wäre 1943 mit dem Fallschirm über Düsseldorf abgesprungen und hätte sich bis Kriegsende als Kabarettsängerin verkleidet durchgeschlagen. In einer weiteren Episode wiederum wird er als Marineflieger im Pazifikkrieg eingesetzt. In der Folge Das literarische Duett erzählt er, dass er ein Attentat auf Hitler verhindert und später mit ihm zu Abend gegessen hat. Wegen seiner exzellenten Fehlleistungen im Umgang mit Minen wurde ihm das Eiserne Kreuz verliehen. Einmal hatte er eine kurze Nacht mit einer Prostituierten, wobei – zu beider Entsetzen – ein Sohn herauskam.

Mitte der 1960er heiratete er Homers Mutter Mona Simpson. Nach dem Verschwinden seiner Frau ging es mit ihm finanziell zu Ende. Damals hauste er in einer verdreckten Bude mit schmutzigem Lüftungsschacht. Er erzählt immer – zumeist frei erfundene – Anekdoten, die niemand hören will. Allerdings schläft er oft schon nach dem zweiten Satz im Stehen ein. Er ist bei dem Rest der Simpson-Sippe besonders dann beliebt, wenn es um finanzielle Hilfe und Erbschaften geht, wird aber meist sogar aktiv von den Familienmitgliedern ignoriert. Obwohl er öfters den Kontakt zu seinem Sohn sucht, was zumeist misslingt, ist er später viel zu stolz, um „mögliche“ väterliche Gefühle zuzugeben. Als einmal wegen Homer jedoch seine Nieren explodierten, bekam er von diesem eine Neue.

Grandpa Simpson ist Mitglied bei den Steinmetzen, den Kommunisten, den Freimaurern und Vorsitzender der Lesben- und Schwulenvereinigung. Am Ende der Folge Am Kap der Angst sieht man, dass er sich wegen fehlender Medikamente, in eine Frau verwandelte. Bei einem Besuch in England erfährt er, dass er eine Tochter namens Abbie hat. Seinen Sohn Herbert lernt er hingegen durch unglückliche Zufälle nie kennen. Er war zusammen mit John F. Kennedy auf einem Boot der Marine stationiert. Sein Alter, laut Marge: „Das weiß nur Gott!“. In der Folge Corrida de Toro, in der Grandpa Simpson Stierkämpfer wird, erzählt er Lisa, er sei 83 Jahre alt. Laut Mr. Burns ist es Abe unmöglich selbst nur fünf Minuten so etwas wie Würde oder Respekt zu bewahren (seine Hose sitzt locker).

Homers Vater tauchte relativ früh auf, war aber anfangs noch namenlos und wurde in den ersten beiden Staffeln immer Grandpa gerufen.

Originalsprecher: Dan Castellaneta

Patty Bouvier

Patty Bouvier, in Staffel eins synchronisiert von Gudrun Vaupel, bis zur Mitte der 17. Staffel synchronisiert von Elisabeth Volkmann, danach von Angelika Bender, ist eine der beiden älteren Schwestern von Marge Simpson. Sie ist 40 Jahre alt, aber genau zwei Minuten jünger als Selma. Sie arbeitet in der Führerschein-Zulassungsstelle von Springfield. Anhand ihrer dreieckigen Ohrringe, dem nicht geteilten Haar und den runden Perlen ihrer Halskette ist sie von ihrer Schwester zu unterscheiden. Außerdem ist sie Kettenraucherin und liebt MacGyver aus der gleichnamigen Fernsehserie.

Einmal hätte sie fast den Schuldirektor Skinner geheiratet, doch aus Liebe zu ihrer Schwester tat sie es nicht. In den neuesten Episoden stellt sich heraus, dass Patty lesbisch ist. Die Episode der 16. Staffel, eine Anspielung auf den Kleinkrieg um die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Heiraten, unter anderem in San Francisco, löste in den USA bei der religiösen Rechten („Religious Right“) große Empörung aus, da sie, wie alle Folgen, im Vorabendprogramm für Kinder lief.

Originalsprecherin: Julie Kavner

Selma Bouvier-Terwilliger-Hutz-McClure

Selma Bouvier, in Staffel eins synchronisiert von Ursula Mellin, bis zur Mitte der 17. Staffel synchronisiert von Elisabeth Volkmann, danach von Angelika Bender, ist die Zwillingsschwester von Patty, arbeitet ebenfalls in der Führerschein-Zulassungsstelle und ist Kettenraucherin. Im Gegensatz zu Patty hatte Selma schon viele Affären und war unter anderem mit Troy McClure und Sideshow Bob (Bob Terwilliger) verheiratet. Ihre Ehe mit Disco Stu wurde von Papst Johannes Paul II. annulliert. Sie weigerte sich in einer weiteren Folge, den Kwik-E-Mart-Betreiber Apu zu heiraten, da ihr sein Nachname zu lang war, um ihn zu ihrem hinzuzufügen. Anhand ihrer S-förmigen Ohrringe, ihrem geteilten Haar, den ovalen Perlen ihrer Halskette und der Farbe ihres Kleides ist sie von ihrer Schwester zu unterscheiden. Selma hält sich einen alten Leguan namens Jub-Jub als Haustier und adoptierte in der 16. Staffel ein Baby aus China. Auch sie ist ganz fasziniert von MacGyver - auf ihn lassen beide nichts kommen.

Dass sie auch den Namen „Hutz“ im Nachnamen trägt, lässt darauf schließen, dass sie zwischenzeitlich auch mit dem windigen Rechtsanwalt Lionel Hutz verheiratet gewesen sein muss. Zu sehen war dies jedoch nie. In Ein unmögliches Paar heiratet sie Homers Vater Abe.

Originalsprecherin: Julie Kavner

Jacqueline „Jackie“ Bouvier

Jacqueline „Jackie“ Bouvier, ursprünglich synchronisiert von Elisabeth Volkmann und Eva Maria Lahl, ist die Mutter von Marge Simpson und Patty und Selma Bouvier. Sie ist sehr enttäuscht von Marge, meistens schlecht gelaunt und trägt ebenfalls eine Turmfrisur, die allerdings grau und nicht blau ist. (Der Name ist wohl eine Anspielung auf die Frau John F. Kennedys, Jacqueline „Jackie“ Lee Bouvier). Sie hatte einmal ein Verhältnis mit Homers Vater und war mit „Monty“ Burns verlobt (zu einer Hochzeit kam es nie).

In der Folge wo sich herausstellt das Petty lessbisch ist, und diese gerade in einem Gespräch mit Marge steckt, sagt Petty das Jackie sicher stolz auf sie gewessen währe, was darauf schließt das Jackie tot ist. Später bei der Trauung ist sie aber hinter Homer und Marge in der zweiten Reihe zu sehen.

Tante Gladys Bouvier

Gladys Bouvier war die Tante von Marge Simpson und Patty und Selma und die Schwester von Jaqueline Bouvier. Für Patty und Selma war sie eine Art Vorbild. In ihrem Video-Testament vermacht sie Marge ihre Sammlung mit Chips die aussehen wie Prominente, die Homer jedoch rasch verputzt, ihrer Schwester ihren Leguan und ihren Nichten Petty und Selma eine Standuhr, die sie vor der Gefahr des alleien seins warnen soll. Während Patty die Warung egal ist nimmt Selma sie sehr ernst. Statt jedoch eine Familie zu gründen adoptiert Selma am Ende der Folge den Leguan Jub-Jub.

Herbert „Herb“ Powell

Herbert Powell, synchronisiert von Norbert Gastell, ist der Halbbruder von Homer Simpson und Sohn von Abraham Simpson und einer Prostituierten. Seine Eltern gaben das Kind im Waisenhaus von Shelbyville ab. Herbert wurde danach von einer Familie namens Powell adoptiert. Als Homer die Nachricht bekam, dass er einen Halbbruder hat, begann er, ihn zu suchen. Bald fand Homer die Adresse heraus und besuchte ihn in Detroit. Herbert war Chef eines Automobilunternehmens. Nachdem er entschied, Homer einen „Durchschnittsbürger-Wagen“ bauen zu lassen und dieses Projekt scheiterte, wurde Herbert arm und obdachlos, da er in das Projekt sein gesamtes Vermögen investiert hatte.

In einer späteren Episode kam er jedoch zurück: Als Homer 2000 Dollar gewann, stand Herbert in der Tür und schlug vor, ein neues Projekt zu starten, für das er Homers Geld benötigte. Da Homers Familie ihm noch etwas schuldig war, gaben sie ihm das Geld. Er erfand einen „Baby-Sprache-Übersetzer“, der ihm so viel Geld einbrachte, dass er wieder zum Millionär wurde. Homer und Herbert sehen fast gleich aus, außer dass Herbert noch seine braunen Haare hat und schlanker ist.

Im Unterschied zu Homer kümmert er sich besonders liebevoll und aufopfernd um Maggie. Seine Adoptiveltern scheinen ihm nicht viel zu bedeuten.

Originalsprecher: Danny DeVito

Mona Simpson

Mona Simpson, synchronisiert von Inge Solbrig, ist die Mutter von Homer Simpson und Ehefrau von Abraham Simpson. In den sechziger Jahren bekam sie Kontakt zur Hippie-Bewegung und musste nach ihrer Beteiligung an einem Anschlag auf Mr. Burns' Labor für biologische Waffen untertauchen. Abraham erzählte Homer, der ja noch sehr klein war, seine Mutter sei tot. Als Homer fälschlicherweise für tot erklärt wurde, kam Mona nach Springfield, um an seiner Beerdigung teilzunehmen. Als Homer erfährt, dass seine Mutter noch am Leben ist und trifft er sie wieder. Allerdings taucht Mona bald wieder unter, da sie von der Polizei gesucht wird. Sie tritt aber in späteren Episoden wieder auf. Auf der Flucht vor der Polizei hatte sie die Decknamen Mona Stevens, Martha Stewart, Penelope Olsen und Muddie Mae Suggins. Sie liebt ihren Mann schon lange nicht mehr.

Originalsprecher:

Abbie

Abbie, synchronisiert von Norbert Gastell, ist die Halbschwester von Homer Simpson und die Tochter von Abraham Simpson. Während seiner Zeit in der Armee nutzte Abraham die Wirkung seiner Uniform bei Frauen und hatte eine kurze Affäre mit einem Mädchen namens Edwina. 59 Jahre später, bei einem Besuch in England, trifft er sie bei seiner Abreise wieder, und lernt seine Tochter kennen. Sie scheint Homers Vorlieben bei der Ernährung zu teilen und sieht ihm sehr ähnlich. Allerdings ist ihre Existenz eher eine Art Gag (ähnlich wie der Zwillingsbruder von Dr. Hibbert) und es ist unwahrscheinlich, dass sie noch weitere Auftritte haben wird.

Originalsprecher: Dan Castellaneta

Sirius Simpson

Sirius Simpson ist der ältere Bruder von Abraham Simpson. Abe erwähnt ihn im Rahmen einer ausführlichen Erzählung eines Erlebnisses während des Zweiten Weltkriegs im Pazifik. Sirius war mit Abe in der gleichen Fliegerstaffel. Während eines Gefechts mit japanischen Kampfpiloten wurde er abgeschossen und blieb lange Jahre verschollen. Er hatte den Abschuss jedoch überlebt und war auf Tahiti gestrandet, wo er bis heute ein angenehmes Leben mit 15 Ehefrauen führt.

Auch seine Existenz kann eher als eine Art Gag angesehen werden, denn er entstammt aus einer surrealen Weihnachtsepisode der Simpsons.

Hugo Simpson

In der Halloween-Folge Hugo, kleine Wesen und Kang taucht Hugo, synchronisiert von Sandra Schwittau, als weiterer Sohn von Homer und Marge auf. Er und Bart sind siamesische Zwillinge, die am Bauch miteinander verwachsen waren. Bart wurde anhand der Position der Trennungsnarbe als der böse, Hugo als der gute Zwilling eingeordnet. Später wurden sie jedoch versehentlich vertauscht, sodass Bart normal aufgezogen wurde, während man Hugo zwang auf dem Dachboden zu leben und sich von Fischköpfen zu ernähren.

Allerdings gehört Hugo als Charakter einer Halloween-Folge, in der die Autoren gerne besonders abwegige Geschichten erzählen, nicht wirklich zur Familie der Simpsons und taucht demzufolge nicht in den normalen Episoden auf. In einer Flashback-Folge sieht Dr. Hibbert mit dem Durchleuchter in Marges Bauch ihren Sohn Bart, von Hugo ist aber keine Spur.