Benutzer:Enzian44/Catalogus baronum
Liste meiner Artikel und Liste griechischer Klöster in Kalabrien
Hier werden zunächst Informationen gesammelt, die für diesen und andere Artikel hilfreich sind.
Der Catalogus baronum besteht aus einem normannischen Verzeichnis von Lehensträgern und ihren militärischen Leistungssverpflichtungen aus dem festländischen Teil des Königreichs Sizilien (ohne Kalabrien), das zuerst unter Roger II. angelegt worden ist, einem Verzeichnis der milites von Arce, Sora und Aquino aus dem Jahre 1175 sowie einer Liste von Lehensträgern der Capitanata, die 1239/1240 angelegt worden ist. Der Begriff wurde von Carlo Borrelli geprägt, der 1643 diese Texte erstmals ediert hat. In der wissenschaftlichen Literatur wird der Begriff in der Regel für Verweise auf den ersten Teil angewandt. …
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Ammiratus am Hofe Rogers II.
Literatur
- LexMA
- V. von Falkenhausen, Cristodulo. In: Dizionario Biografico degli Italiani 31, 1985, S. 49 - 51.
Übliche Bezeichnung für das Werk De arte venandi cum avibus, eine Abhandlung Kaiser Friedrichs II. über die Falkenjagd.
Das Werk steht in der Tradition früherer Abhandlungen, die nach Auffassung des Verfassers unzureichend waren. Einige von diesen Traktaten sind am normannischen Königshof von Palermo entstanden.
Überlieferung
- Vatikanische Bibliothek: Pal. lat. 1071, eine illustrierte Ausgabe
- Bologna, Biblioteca Universitaria
- Das Autorenexemplar ging 1248 bei der Belagerung von Vittoria bei einem Ausfall der Belagerten verloren
Ausgaben
- Willemsen
- Trombetti Budriesi
Literatur
- Van der Aabele
Weblinks
- Band 1 der Ausgabe von Willemsen PDF, 12,4 MB
- Band 2 der Ausgabe von 1942 PDF, 12,6 MB; beides von Thomas Gloning, Universität Giessen.
- Prolog in der Bibliotheca Augustana
- Bibliographie zum Falkenbuch in der Bibliotheca Augustana

Ammiratus am Hofe Rogers II., Nachfolger des Christodoulos, Gründer von S. Maria dell'Ammiraglio (Martorana)
Literatur und Quellen
Fodale in LexMA
- Siegelabbildung
- Abbildung aus der Martorana
Der Bareser Maio war Skriniar, Vizekanzler und Kanzler unter Roger II. von Sizilien. Unter Wilhelm I. steigt er zum ammiratus ammiratorum auf. Ermordet 1160.
Stifter von San Cataldo
Sein engster Nitarbeiter war der Notar Matheus
Literatur, Quellen
Lit. Beiträge
Nekrolog von Venosa (für die Eltern)
- redirect Matheus von Salerno
Matheus von Salerno (* Salerno, + 21. Juli 1193[1] in Palermo), fälschlich oft auch von Aiello genannt, war ein führender Funktionär des normannischen Königshofes in Sizilien unter Wilhelm I., Wilhelm II. und Tankred, der vom Notar bis zum Kanzler aufstieg.
Familie
Er stammt aus einer im Gebiet von Salerno ansässigen Familie, die wohl zur städtischen Führungsschicht gehörte. Seine Mutter Marocta ist 1173 gestorben, sein Vater Nicolaus am 6. August - das Jahr ist nicht überliefert. Sein Bruder Konstantin war Abt von SS. Trinità di Venosa, sein Bruder Johannes Bischof von Catania (+ 1168 beim Erdbeben), sein Bruder Roger magister iudex in Sorrent.
Die erste Frau, Sica, ist vor 1171 verstorben, die zweite, Iudicta, am 25. Juni 1180. In der gegen Tankred und seine Anhänger gerichteten Polemik des Petrus von Eboli wird er als bigamus (Bigamist) bezeichnet.
Sein Sohn Nikolaus war Erzbischof von Salerno von 1182 bis 1221. Sein Sohn Richard ist als militärischer Führer (und Stellvertreter seines Vaters) in den Diensten König Tankreds nachweisbar.
Karriere
Ob Matheus eine Ausbildung an einer mit dem Hof verbundenen Schule absolviert hat, ist unsicher. Wie die beneventanischen Elemente in seiner Handschrift verraten, hatte er Schreiben bereits in seiner Heimat gelernt. Als Notar ist er in der Königskanzlei von 1154 bis 1160 nachweisbar - für die folgenden Jahre fehlen geeignete Urkunden -, 1166 tritt er als magister notarius und somit bereits in einer leitenden Stellung auf, die in der Funktion der des Vizekanzlers entsprach. Als Vizekanzler (vicecancellarius) ist er seit Dezember 1169 belegt. Dieses Amt übte er zwei Jahrzehnte lang aus.
Als enger Mitarbeiter des Admirals Maio wurde er auch in dessen Sturz verwickelt und eingekerkert. Da bei den Unruhen die Akten der Kanzlei in Unordnung geraten waren, wurde er entlassen, weil er als einziger auf Grund seiner Erfahrung dazu in der Lage war, der das Material reorganisieren und Fehlendes ergänzen konnte. Wilhelm I. hat testamentarisch den Elekten von Syrakus, Richard Palmer, und Matheus als Ratgeber für die Vormundschaftsregierung bestimmt, die unter der Leitung der Königin Margarete stehen sollte. Die Königinwitwe versuchte bald, sich der Familiaren ihres verstorbenen Gatten zu entledigen und holte einen Verwandten, Stephan von Perche, ins Land, den sie zum Kanzler ernannte und dessen Wahl zum Erzbischof von Palermo sie förderte. Stephan stieß auf den Widerstand der "nationalen" Gruppen, zu deren Führern neben Richard und Matheus der Bischof Gentilis von Agrigent gehörte.
Nach dem Tode Wilhelms II. hat er die Erhebung Tankreds von Lecce zum König betrieben. Als Anerkennung erhielt er 1191 den Titel eines Kanzlers (cancellarius).
Stiftungen
- für die Kathedrale San Matteo zu Salerno
- S. Maria de Latinis oder del Cancelliere
- Schenkungen an S. Salvatore di Messina (Gebetsverbrüderung)
- S. Trinità (La Magione) - Zisterzienser , um 1191
Zur Ausstattung seiner Stiftungen verwendete er casalia, die ihm von den Königen Wilhelm I. oder Wilhelm II. verliehen worden waren. Daher war die königliche Zustimmung zur Übertragung nötig.
Anmerkungen
- ↑ Carlo Alberto Garufi, Necrologio del Liber Confratrum di S.Matteo di Salerno.[ Fonti per la storia d'Italia 56] Roma 1922, p. 100
Literatur
- Horst Enzensberger, ‘‘Beiträge zum Kanzlei- und Urkundenwesen der normannischen Herrscher Unteritaliens und Siziliens‘‘. Kallmünz 1971, pp. 54 - 57.
- Norbert Kamp, Kirche und Monarchie im staufischen Königreich Sizilien. I: Prosopographische Grundlegung: Bistümer und Bischöfe des Königreichs 1194- 1266, Teil IV [ Münstersche Mittelalter-Schriften, 10.I,1 ], München 1973, pp. 426 - 428.
- Horst Enzensberger, ‘‘Il documento regio come strumento del potere‘‘. In: Potere, società e popolo nell'età dei due Guglielmi, Bari 1981 [Centro di Studi normanno- svevi, Atti 4], S.120 - 123.
- Horst Enzensberger, Chanceries, Charters and Administration in Norman Italy . In: The Society of Norman Italy, hg von Loud, G.A. - Metcalfe, A. [The Medieval Mediterranean] 38 , Leiden - Boston - Köln 2002, 117 - 150.
Familiar König Wilhelms II. von Sizilien.
Quellen
Nekrolog von S. Matteo zu Salerno - Nekrolog von Venosa - Hugo Falcandus - Petrus von Eboli
San Filippo di Fragalà, auch San Filippo di Demenna, war ein griechisches Kloster im Val Demone in der Gemeinde Frazzanò.

Die Förderung durch die normannischen Herrscher seit Roger I. bezeugen zahlreiche, meist griechische Urkunden, die wegen der relativen Selbständigkeit nicht ins Archiv von S. Salvatore gelangten, sondern in Palermo liegen. Bei der Gründung des Archimandritats von Messina durch Roger II. gehörte San Filippo zu den autokephalen Klöstern, die weiterhin von einem eigenen Abt geleitet wurden.
Quellen und Literatur
- Silvestri Giuseppe: Tabulario di S. Filippo di Fragalà e Santa Maria di Maniaci. Parte prima: Pergamene latine [ Docc. Storia Sicilia I, 11] Palermo 1887.
- Mario Scaduto:
- Vera von Falkenhausen: Die Testamente des Abtes Gregor von San Filippo di Fragalà. In: OKEANOS. Essays presented to Ihor Sevcenko on his Sixtieth Birthday by his Colleagues and Students , vol. VII, 1983, 174 - 195 (Harvard Ukrainian Studies)
- Vera von Falkenhausen: The Greek Presence in Norman Sicily: The Contribution of Archival Material In: The Society of Norman Italy ed. by Loud, G.A. - Metcalfe, A. Leiden - Boston - Köln 2002 (The Medieval Mediterranean, 38) 253 - 287
Weblinks
- S. Filippo di Fragalà 1096 - 1105 Testamente des Abtes Gregor PDF 80k, in englischer Übersetzung

Santo Spirito ist eine Kirche in Palermo und eine ehemaliges Kloster der Zisterzienser. Die Kirche liegt im Friedhof Sant'Orsola.
Geschichte
Zwischen 1173 und 1178 gründete Erzbischof Walter von Palermo außerhalb der Stadt, aber noch diesseits des Flusses Oreto, eine Zisterzienserabtei, für deren Besiedelung er Mönche aus dem kalabresischen Sambucina holte. König Wilhelm II. hat die Stiftung ebenfalls gefördert, auch die Königinmutter Margarete. Wahrscheinlich befand sich am Ort bereits eine Kapelle mit dem Heilig-Geist-Patrozinium, das für die Zisterzienser damals ungebräuchlich war. Ob Joachim von Fiore bei seinen Aufenthalten am Königshof zu Palermo in Santo Spirito logierte, ist in den wenigen erhaltenen Quellen nicht faßbar.
1282 fand vor dieser Kirche der Zwischenfall statt, der als Auslöser der Sizilianischen Vesper gilt.
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Weblinks
- redirect Walter (Erzbischof von Palermo)
Walter fälschlich of the Mill (lat. Offamilius, ital. Gualtiero Offamilio)(† nach Juni 1190) war Erzbischof von Palermo von 1169 bis 1190 und führendes Mitglied des Familiarenkollegiums am Hofe Wilhelms II. von Sizilien.
πρωτοφαμιλιάριος kommt allerdings nicht als Selbstaussage vor. In der autographen Unterschrift verwendet Walter nur den Begriff familiarius.
Bereits Wilhelm Behring, Gymnasiallehrer im ostpreußischen Elbing, hat im Jahre 1887 (sic!) gezeigt, daß es sich bei Of the Mill um eine Fehlinterpretation aus dem Griechischen handelt. Hundert Jahre später hat das auch ein Amerikaner gemerkt, bei Norbert Kamp ist das natürlich ebenfalls nachzulesen, aber es ist ein anscheinend unausrottbarer Mythos - auch ohne Walter gibt es genug Engländer in der Geschichte Siziliens im 12. Jahrhundert.
Walter war Archidiakon von Cefalù, Dekan von Agrigent, Kanoniker der Hofkapelle und Erzieher der Söhne Wilhelms I. Die Familie war in Sizilien ansässig, bekannt sind die Namen seiner Mutter Bona. Der Bischof Bartholomäus von Agrigent war sein Bruder und Nachfolger als Erzbischof von Palermo. Ein weiterer Bruder Johannes ist 1174 bezeugt.
Siehe auch
Literatur
- Norbert Kamp, Kirche und Monarchie im staufischen Königreich Sizilien. I: Prosopographische Grundlegung: Bistümer und Bischöfe des Königreichs 1194- 1266, Teil IV [ Münstersche Mittelalter-Schriften, 10.I,4 ], München 1982, pp. 1112 - 1119.
Weblinks
Enzian44/Catalogus baronum. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL).
Urkunde Wilhelms II. anläßlich der Weihe Walters, September 1169 PDF 88k; lateinisch mit deutscher Vorbemerkung