Mozilla Firefox
Mozilla Firefox
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![]() | |
![]() Mozilla Firefox 2.0 unter Debian | |
Basisdaten
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Entwickler | Mozilla Foundation |
Erscheinungsjahr | 2002[1] |
Aktuelle Version | 2.0.0.9 (1. November 2007) |
Aktuelle Vorabversion | 140.0a1[2] (28. April 2025) |
Betriebssystem | Linux, Mac OS X, Windows, u. a. |
Programmiersprache | C[3], C++[3], JavaScript[3], Cascading Style Sheets[4], Rust[3], XML User Interface Language[5] |
Kategorie | Webbrowser |
Lizenz | MPL/GPL/LGPL Mehrfachlizenzierung |
deutschsprachig | ja |
Mozilla-Europe |
Mozilla Firefox [Mozilla-Projekt hervorgegangener freier Webbrowser.
] ist ein aus demIntention und Geschichte
Im Jahr 2002 entschieden sich die Entwickler der Mozilla Application Suite zu einer Kehrtwende ihrer Strategie. Dies lag unter anderem an der Entscheidung von Apple, den eigenen Webbrowser Safari auf der KHTML-Engine und nicht auf der Gecko-Engine (die von Mozilla entwickelt wird) aufzubauen.
Während die Mozilla-Entwickler zuvor darauf bedacht gewesen waren, möglichst alle wichtigen Internetfunktionen wie Webbrowser, E-Mail-Programm, Adressbuch und HTML-Editor in einem Programmpaket (Mozilla Application Suite) zusammenzufassen, strebten sie nun die Veröffentlichung einzelner, voneinander unabhängiger Komponenten an. Diese sollten sich durch einen schnelleren Start und geringere Speicher- und Rechenzeitauslastung auszeichnen. Gleichzeitig sollte die Entwicklung der einzelnen Komponenten ausgebaut und vorangetrieben werden.
Die Webbrowser-Funktion übernahm Mozilla Firefox. Die E-Mail-Funktion wurde unter dem Namen Mozilla Thunderbird ausgelagert, der Kalender wird unter dem Namen Mozilla Sunbird und der HTML-Editor unter dem Namen Nvu weiterentwickelt. Die offizielle Mozilla Application Suite 1.7 wurde lediglich mit Sicherheitsaktualisierungen versorgt. Allerdings arbeitet seit Mitte 2005 ein Community-Projekt an der Weiterentwicklung der Application Suite unter dem Namen SeaMonkey.
Ein Fernziel ist, die von allen Komponenten benötigten Funktionen zu vereinen, so dass die Installationspakete des Browsers, des E-Mail-Programms und der anderen Anwendungen jeweils sehr klein sind und sich die verschiedenen Komponenten gemeinsame Funktionen teilen können. Das wurde bisher noch nicht erreicht, da Firefox, Thunderbird, Sunbird und Nvu derzeit im Gegensatz zum Mozilla-Programmpaket nicht fähig sind, gleichzeitig auf ein gemeinsames Gecko-Modul zuzugreifen. Dadurch beanspruchen die vier einzelnen Programme momentan deutlich mehr Festplattenplatz und Arbeitsspeicher als das Mozilla-Programmpaket. Die Umsetzung mittels XULRunner wird für Versionen nach Firefox 3 erwogen, wobei Firefox 3 möglicherweise zwar XULRunner verwenden, aber nicht mit anderen Applikationen teilen wird.[6]
Funktionen und Besonderheiten
Ebenso wie Mozilla verwendet Firefox die so genannte Gecko Rendering Engine, ein programmübergreifendes Modul zur Darstellung von HTML-Seiten und die XML-basierte Beschreibungssprache XUL zur Gestaltung der grafischen Benutzeroberfläche.
Firefox kann durch Motive (engl. „themes“) optisch an den Geschmack des Anwenders angepasst sowie mit Erweiterungen (engl. „extensions“) um zahlreiche Funktionen aufgewertet werden (zum Beispiel Mausgesten, Werbeblocker, Phishing-Abwehr, Bloggen, Webentwickler-Werkzeuge, Caret Browsing und vieles mehr).
Seit der Version 0.9 enthält Firefox ein neues Standardmotiv (engl. „theme“) namens „Winstripe“, das „Qute“ als Standardmotiv ersetzt, um so allen Versionen von Firefox ein einheitliches, allenfalls an die Gegebenheiten der jeweiligen Plattform angepasstes Erscheinungsbild zu verleihen. „Winstripe“ basiert auf dem seit Version 0.8 unter Mac OS X eingesetztem „Pinstripe“-Motiv, das von Kevin Gerich und Stephen Horlander im Hinblick auf Apples Vorgaben zur Benutzerschnittstelle Apple Human Interface Guidelines entwickelt wurde.
Firefox unterstützt auch Tabbed Browsing, worunter man die Darstellung von mehreren, jeweils mit Registerreitern (engl. „tabs“) versehenen Webseiten innerhalb eines einzelnen Anwendungsfensters, versteht.
Des Weiteren wird RSS in Form von dynamischen Lesezeichen unterstützt. Diese Lesezeichen aktualisieren sich beim Start des Browsers und verkörpern eine sich selbst aktualisierende Linkliste, die in einzelnen Ordnern organisiert wird. So sieht der Anwender immer auf einen Blick aktuelle Einträge einer Nachrichtenseite oder eines Weblogs. Eine Anzeige der RSS-Daten in Form einer lesbaren Webseite ist seit der Version 2.0 auch ohne zusätzliche Plugins möglich.
Firefox wird zur Zeit in 41 Sprachen angeboten, darunter auch Deutsch.
Bedienung
Schlüsselwortsuche
Man kann sich Schlüsselwörter/Shortcut für Suchen definieren, um dann in der vereinfacht Suchvorgänge über die Adressleiste abzuwickeln. Um zum Beispiel bei Google nach „Regenschirm“ zu suchen, gibt man in die Adressleiste g Regenschirm
ein, nachdem man dies per Rechtsklick auf die Google-Suche → „Ein Schlüsselwort für diese Suche hinzufügen …“ schnell und einfach eingerichtet hat. Diese Art der Suche kann für beliebiege Suchen eingerichtet werden: z. B. Wikipedia (w Regenschirm
), eBay (e Regenschirm
), Amazon.de (z Regenschirm
). Dieses Feature ist eine leichte Abwandlung der Möglichkeit, Lesezeichen Shortcuts/Schlüsselwörter für die Adresszeile zuzuweisen.[7]
Erweiterungen
Firefox bietet die Möglichkeit verschiedene Erweiterungen zu installieren um Anwendungsfunktionen oder Optionen bereitzustellen, die nicht vom eigentlichen Browser angeboten werden, oder um dessen Erscheinungsbild zu verändern. Einige dieser Zusatzfunktionen werden nicht in den Funktionsumfang des Browsers aufgenommen, damit ein relativ schlanker Browser erhalten bleibt und auch um das Firefox-Projekt dadurch übersichtlicher zu gestalten. Bei den Erweiterungen handelt es sich um Archiv-Dateien, die in XUL und JavaScript geschriebene Progamme enthalten. Die Verwendung von XUL und JavaScript macht diese Funktionen platformunabhänig.
Einer breiten Unterstützergemeinde erfreut sich eine Erweiterung des Projekts Greasemonkey, das sich dem so genanntem Active Browsing widmet. Dabei wird mit Hilfe von benutzerspezifischen lokalen JavaScript-Programmen das Aussehen und sogar die Funktionalität von Websites bzw. Webanwendungen modifiziert.
Firefox bietet eine rudimentäre Methode, Werbung auf Websites herauszufiltern. Die Funktionalität dieses Werbefilters ist jedoch relativ eingeschränkt, so benutzen mittlerweile (2007) viele Websites Mechanismen, den Filter zu umgehen und trotzdem Werbung einzublenden. Die beliebte Erweiterung Adblock und dessen Abspaltung Adblock Plus bietet weitaus mehr Möglichkeiten, Onlinewerbung auszublenden, so kann beispielsweise Werbung in Form von eingebetteten Flash-Dokumenten herausgefiltert werden, was mit Firefox allein nicht ohne weiteres möglich wäre.
Weitere wichtige, durch Erweiterungen bereitgestellte Browserfunktionen:
- Integration des Social-Bookmarking-Dienstes del.icio.us
- Steuerung des Programms mit Mausgesten
Unterstützte Plattformen

Wegen der aktiven Entwicklergemeinde und seiner Beliebtheit bei den Anwendern wird Firefox als Browser für besonders viele Plattformen angeboten. Firefox steht für die Betriebssysteme Microsoft Windows (ab Windows 98), Linux und Mac OS X zur Verfügung. Herstellerangaben für minimale Systemvoraussetzungen der Versionen 1.0, 1.5 und 2.0 für Windows/Linux: Pentium 233 MHz, 64 MB RAM. Für Mac: G3 mit V. 1.0: 64 MB, V. 1.5/2.0: 128 MB RAM. Jedoch soll ab der geplanten Version 3 Windows 9x/Me nicht mehr unterstützt werden.
Außer der oben genannten offiziell von Mozilla unterstützten Versionen gibt es Portierungen für Solaris (sowohl für x86- als auch Sun-SPARC-Prozessoren), OS/2 und AIX von IBM, FreeBSD, PC-BSD, SkyOS, BeOS und ZETA sowie RISC OS. Eine Portierung auf weitere Plattformen ist durch die Quelloffenheit möglich. Mittlerweile ist auch ein Portable Firefox auf Memorystick für Windows erhältlich. Für PDAs hat Mozilla Minimo entwickelt.
Zusätzlich zu den von der Mozilla Foundation herausgegebenen Firefox-Versionen gibt es für verschiedene Prozessortypen optimierte Fassungen (z. B. AMD Athlon XP oder Intel Pentium 4), die von Anwendern bereitgestellt werden. Die Beliebtheit dieser speziellen Fassungen erklärt sich aus dem von vielen als schneller empfundenen Programmstart und Seitenaufbau. Ein Nachteil der optimierten Fassungen ist der höhere Aufwand beim Aktualisieren auf neuere Versionen, die zudem oft mit erheblicher Verzögerung veröffentlicht werden. Im Gegensatz zu den offiziellen Versionen werden die meisten optimierten Versionen nicht als installierbare Pakete, sondern nur als gepackte Archive veröffentlicht.
Versionen und Versionsgeschichte
Die derzeit aktuelle Hauptversion 2.0 von Firefox ist am 24. Oktober 2006 gleichzeitig in mehreren Sprachen erschienen. Für aktuelle Hauptversionen erscheinen regelmäßig Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierungen. Die letzte Aktualisierung für Firefox 2.0 trägt die Versionsnummer 2.0.0.9. Nach Erscheinen einer neuen Hauptversion wird die vorherige in der Regel sechs Monate lang ebenfalls mit Aktualisierungen versorgt.[8] So endete auch die Unterstützung und Weiterentwicklung von Versionszweig 1.5 im Mai 2007. Die nächste Hauptversion ist Firefox 3.0 und befindet sich derzeit im Alpha-Entwicklungsstadium. Deren beinahe täglichen Test-Builds (auch Nightly Builds genannt) werden von den Firefox-Entwicklern als „Minefield-Versionen“ bezeichnet.
Namensänderungen
Ursprünglich wurde Mozilla Firefox unter dem Namen Phoenix entwickelt, allerdings musste dieser Name aufgrund einer Klage des amerikanischen BIOS-Herstellers Phoenix Technologies geändert werden. Zunächst wurde er in Mozilla Firebird und am 9. Februar 2004 mit dem Erscheinen der Version 0.8 in Mozilla Firefox umbenannt. Die letzte Umbenennung erfolgte aufgrund der Namensgleichheit mit einem anderen Open-Source-Projekt, der Datenbank Firebird.

Firefox ist die englische Übersetzung der chinesischen Bezeichnung hǔo hú 火狐 („Feuerfuchs“). Damit bezeichnet man im Allgemeinen den Rotfuchs, aber auch den (rotbraunen) kleinen Panda. Zunächst wurde der Name gewählt, ohne sich auf eine der beiden Tierarten festzulegen. Der kleine Panda hatte jedoch in den Augen von Designer Jon Hicks keinen besonderen optischen Reiz, daher ließ er sich beim Design des Logos von einer japanischen, mit „Firefox“ untertitelten Rotfuchszeichnung inspirieren.[9]
Nach einem Namensstreit mit dem Debian-Projekt über die Nutzungsbedingungen für die Warenzeichen von Mozilla erhielt Firefox dort den Namen Iceweasel. Andere Mozilla-Programme erhielten ebenfalls neue Namen, die alle mit Ice beginnen.
Wichtige Versionen
- Hauptartikel: Versionsgeschichte Mozilla Firefox, an dieser Stelle nur die wichtigen Versionen
Legende: | alte Version | aktuelle Version | aktuelle Vorabversion | künftige Version |
---|
Browser- Name |
Gecko- Version |
Version | Codename | Veröffentlichung | Wichtigste Änderungen |
---|---|---|---|---|---|
Phoenix | 1.2 | 0.1 | Pescadero | 23. September 2002 | Erste Version. Anpassbare Symbolleisten und Schnellsuche, gleichzeitige Darstellung mehrerer Internet-Dokumente innerhalb eines Anwendungsfensters (Tabbed Browsing) |
Firebird | 1.5 | 0.6 | Glendale | 17. Mai 2003 | Umbenennung in "Firebird", Neues Standardmotiv (theme) namens „Qute“, Verbesserungen bei Lesezeichen und Datenschutz. Sanfter Bildlauf und automatische Größenanpassungen bei Bildern. (Versionen zwischen 0.1 und 0.6) |
Firefox | 1.7 | 1.0 | Phoenix | 9. November 2004 | Offizielle Version 1.0; offizielle Lokalisierungen. Neuerungen: RSS-Nachrichten, Suchleiste, Funktion zum Suchen nach Plugins, Produktname Firefox seit Version 0.8. (Versionen zwischen 0.6 und 1.0) |
1.0.8 | 13. April 2006 | Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierung; letzte Version des Zweiges 1.0; voraus gingen die Aktualisierungen 1.0.1 bis 1.0.7 | |||
1.8 | 1.5 | Deer Park | 29. November 2005 | Offizielle Version 1.5. Neuerungen: Unterstützung für SVG und Canvas, Verbesserungen in JavaScript 1.5 und CSS 2/3, neue Funktionen „Private Daten löschen“ und „Fehlerhafte Website melden“, schnellere Vor- und Zurück-Navigation, Tabs per Drag and Drop verschiebbar, verbesserter Pop-up-Blocker, Fehlerseiten statt Fehlerdialoge, Neues Updatesystem, Anpassungen des Standardmotiv „Winstripe“ an Windows XP-Benutzeroberfläche „Luna“. Identisch mit Freigabekandidat 1.5 RC3. | |
1.5.0.12 | 30. Mai 2007 | Letzte Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierung des Versionszweiges 1.5; voraus gingen die Aktualisierungen 1.5.0.1 bis 1.5.0.11 | |||
Firefox 2 | 1.8.1 | 2.0 | Bon Echo | 24. Oktober 2006 | Offizielle Version 2.0; offizielle Lokalisierungen. Neuerungen: integrierter Anti-Phishing-Filter, Rechtschreibprüfung, Restore-Session-Funktionalität, automatische Suchvorschläge, überarbeitete Updatefunktion und Feedreader-Integration. Identisch mit Freigabekandidat 2.0 RC3. |
2.0.0.9 | 1. November 2007 | Aktuelle Version; außerplanmäßige Aktualisierung (firedrill release) wegen eines kritischen Absturzproblems; acht Aktualisierungen erschienen zuvor, 2.0.0.1 bis 2.0.0.8 | |||
Gran Paradiso | 1.9 | 3.0a8 | Alpha 8 | 20. September 2007 | Entwicklervorschauversion von Firefox 3; Vorschau mit unfertigen Neuerungen: verbesserte Verwaltung der Lesezeichen (genannt „Places“), neuer Passwortmanager basierend auf JavaScript, neue JavaScript-Bibliothek für Entwicklung von Erweiterungen, animierte PNG, Warnung bei Weiterleitungen, Acid2-Test bestanden, Umstellung auf die Grafikbibliothek Cairo, Zoom-Funktion auch für Bilder[10], verbesserter Schutz vor Schadsoftware, Bezug automatischer Updates nur noch über gesicherte Verbindungen oder mit einer digitalen Signatur. |
Die nächsten zu erwartenden Veröffentlichungen/Daten
Browser- Name |
Gecko- Version |
Version | Codename | Veröffentlichung | Wichtigste Änderungen |
---|---|---|---|---|---|
Firefox 2 | 1.8.1 | 2.0.0.10 | Sicherheits- und Stabilitätsaktualisierung | ||
Firefox 3 | 1.9 | 3.0 | „Gran Paradiso“ | Ende 2007 / Anfang 2008[11] |
„Der nächste große Wurf“, Entwicklungsschritte in Form von Entwickler- und Testversionen bis dahin im Unterartikel |
Firefox 4 | 2.0[12] | 4.0 | 2009[13] |
Firefox, Portable Edition
Die offizielle Ausgabe von Mozilla Firefox muss im Normalfall auf dem System installiert werden, wo sie eingesetzt werden soll. Die Installation erschwert allerdings den rechnerübergreifenden Einsatz mit einem USB-Stick oder einem anderem mobilen Datenträger, die es bspw. ermöglichen, Firefox problemlos mit dem gleichen Profil, d. h. den gleichen Lesezeichen, History, Formulareingaben, Passwörtern, Einstellungen etc. an Büro- und Heimcomputer einzusetzen. Aus diesem Grund wird von John T. Haller eine Ausgabe von Firefox angeboten – Firefox, Portable Edition [14][15] –, die so weit angepasst wurde, dass sie direkt auf einen tragbaren Datenspeicher entpackt werden kann und auf diesem nutzbar ist (siehe auch Portable Software). Dabei verbleiben die sensiblen Daten auf dem tragbaren Datenträger und müssen nicht auf der lokalen Festplatte des genutzten Rechners zurückbleiben. Der Benutzer muss jedoch ein Sprachpaket (Language Pack) installieren, wenn er die Benutzeroberfläche in deutscher Sprache nutzen möchte.[14] Carsten Knobloch bietet seinerseits eine eigene portable Version in deutscher Sprache an, bei der die Installation des Sprachpakets entfällt.[16]
Kritik
Die deutsche Version von Firefox 1.0 stand in der Kritik, da das eBay-Such-Plugin Anfragen über eine Drittseite weiterleitete. Dies geschah ohne Wissen der Benutzer.[17] Da diese Drittseite jedoch von eBay Deutschland vorgegeben wurde, wird eher ein unglückliches Missverständnis zwischen eBay und Mozilla Europe als eine böse Absicht angenommen. Am 22. November 2004 räumte die Mozilla-Stiftung den Fehler ein und stellte eine aktualisierte Version zur Verfügung.[18]
Oft wird Firefox kritisiert, weil er außerordentlich viel Systemressourcen und Rechenleistung beansprucht – er kann in Extremfällen bis zu zehnmal mehr RAM als vergleichbare Browser wie Opera oder Internet Explorer belegen. Laut den Entwicklern ist dieses Verhalten zum Teil aber gewollt, da Firefox zur schnelleren Browsernavigation mehr geöffnete Seiten zwischenspeichert, je mehr Speicher dem System zur Verfügung steht.[19] Ein Grund für den unwirtschaftlichen Umgang mit Speicher ist die von Mozilla eigens entwickelte XUL-Oberfläche, eine auf XML basierende Beschreibungssprache für grafische Benutzeroberflächen, die anstelle einer kompakteren, schnelleren und konsistenteren betriebssystemspezifischen Oberfläche benutzt wird. Aus diesem Grund wurde für Mac OS ein eigener Abkömmling, Mozilla Camino, geschaffen, welcher die native Oberfläche von Mac OS benutzt, eine ähnliche Alternative für Windows wurde nie geplant. Als Alternative für Windows-Benutzer bietet sich das auf der Gecko-Engine basierende K-Meleon an. Ein anderer Lösungsansatz besteht darin, Firefox so zu konfigurieren, dass das Programm weniger RAM benötigt[20] bzw. dass man versucht, die Surfgeschwindigkeit zu optimieren.[21]
Verbreitung
Das Feststellen der tatsächlichen Verbreitung eines Webbrowsers gestaltet sich aus verschiedenen Gründen schwierig. Üblicherweise wird die Verbreitung anhand einer Kennung, die der Browser dem Server mitteilt, ermittelt. Allgemeinhin wird angenommen, dass technikbegeisterte Nutzer eher zu einem alternativen Browser wie dem Firefox greifen, während weniger erfahrene Benutzer es bei dem unter Windows standardmäßig installiertem Internet Explorer belassen. Auch können viele Anwender auf ihrem Arbeitscomputer keine Software installieren und müssen daher auf den dort vorgegebenen Browser zurückgreifen, auch wenn sie privat einen anderen verwenden. Daraus ergibt sich, dass der Marktanteil nicht nur stark von dem durchschnittlichen Erfahrungsgrad der Benutzer abhängt, sondern auch vom Zeitpunkt der Messung (Feierabend, Wochenende, typische Ferienzeit), bzw. zu bestimmten Zeiten deutlich vom Durchschnitt abweichen kann.
Verbreitung in Deutschland |
07/2006 | 09/2006 | 10/2006 | 11/2006 | 01/2007 | 03/2007 | 07/2007 |
---|---|---|---|---|---|---|---|
XiTi Monitor | 29,3 % | 30,9 % | - | 33,0 % | - | 36,2 % | 38,0 % |
OneStat.com | 39,0 % | - | 33,4 % | - | 25,7 % | - | 26,7 % |
Webhits.de | - | - | - | - | - | - | 20,3 % |
Websidestory | 26,8 % | - | - | - | - | - | - |
Heise Online | 46,2 % | - | - | - | 49,5 % | - | 51,0 % |

Laut einer Untersuchung des französischen Unternehmens XiTi Monitor[22] verwendeten zwischen dem 2. und 8. Juli 2007 schätzungsweise 38 % der deutschen, 30,7 % der österreichischen, 23,7 % der schweizerischen und 27,8 % der europäischen Surfer Mozilla Firefox auf den von XiTi überwachten kommerziellen Webangeboten. Laut XiTi Monitor sind Slowenien mit 47,9 % und Finnland mit 45,4 % der Surfer die Länder mit dem größten Anteil an Firefox-Nutzern in Europa.
Laut einer Untersuchung des niederländischen OneStat.com[23] vom 2. Juli 2007 beträgt die Verbreitung von Firefox rund 26,7 % und liegt damit weiterhin mehr als 40 Prozentpunkte hinter dem Marktführer Microsoft Internet Explorer. Damit weist Deutschland eine der größten Verbreitungen des Firefox auf, die im weltweitem Mittel bei rund 12,7 % liegt. Im Juli 2006 kam Onestat.com für Deutschland seltsamerweise bereits auf einen Verbreitungsgrad von 39 %[24].
Beim Web-Barometer des deutschen Besucherzähler-Anbieter Webhits kommt der Firefox auf 21,1 % (September 2007).[25]
Bei der letzten Messung von WebSideStory im Juli 2006, kam der Firefox in Deutschland auf 26,8 %.[26]
Bei Heise online, einer Website, die mehrheitlich von IT-Interessierten aufgesucht wird, kommt Firefox auf eine Verbreitung von 51,0 % (Juli 2007)[27], 49,5 % (Januar 2007).[28] und 46,2% (Juli 2006).
Das Firefox-Projekt rief anlässlich der Herausgabe der Vorschauversion von Firefox 1.0 im September 2004 zum Massen-Download auf. Es war geplant, die magische Grenze von einer Million Downloads in zehn Tagen zu brechen. Nach nur vier Tagen war die Marke von einer Million erreicht. Mit der Veröffentlichung der endgültigen Version 1.0 wurde diese Marke bereits am ersten Tag durchbrochen. Am 15. Februar 2005, 99 Tage nach der Veröffentlichung von Firefox 1.0 wurde die 25-Millionen-Marke durchbrochen und am 29. April 2005 die 50-Millionen-Marke. Ein knappes halbes Jahr später, am 19. Oktober 2005 sind daraus 100 Millionen Downloads geworden. Nach anfänglichem exponentiellem Wachstum hat sich ein lineares Wachstum von etwa 25 Millionen Downloads pro Halbjahr eingependelt. Die momentane Downloadzahl liegt bei über 400 Mio. Downloads (Stand: 7. September 2007).[29] Die aktuelle Version 2.0 wurde laut eigenen Angaben bereits innerhalb von 24 Stunden nach der Freigabe von über zwei Millionen Menschen heruntergeladen.[30]
Zum Vergleich: Die Version 9 des Opera-Browsers wurde in zwei Monaten 10 Millionen Mal heruntergeladen[31], die Version 7 des Internet Explorers drei Millionen Mal innerhalb von vier Tagen (vor der Freigabe als automatisches Update).[32]
Spendenfinanzierte Werbeaktionen

Zur offiziellen Freigabe der Version 1.0 schaltete die US-Initiative Spread Firefox [29] am 16. Dezember 2004 eine doppelseitige Anzeige in der New York Times, die über Spenden finanziert wurde. Mehr als 10.000 Personen oder Familien spendeten in zehn Tagen jeweils zwischen 10 $ und 45 $, insgesamt 250.000 $, wofür sie namentlich in der Anzeige genannt wurden.
Auch in Deutschland wurde durch die Aktion „Firefox kommt“ [33] eine Werbeaktion in der Frankfurter Allgemeine Zeitung durch Spenden finanziert. Ihr ging eine Abstimmung durch die Spender zwischen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Süddeutschen Zeitung und der Zeitung Die Welt voraus. Die Anzeige[34] erschien am 2. Dezember 2004 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf Seite 21.
Kurioses
Da der Browser Opera, mit dem Firefox oft verglichen wurde, lange Zeit Werbung einblendete (Adware), entwickelte Jesse Ruderman eine Firefox-Erweiterung namens adbar [35], die in ähnlicher Weise kontextsensitive Google-Werbung im Browser darstellt.
Als Anfang 2003 klar wurde, dass der Browser Phoenix umbenannt werden musste, nutzte man am 1. April gleich die Gelegenheit für einen Aprilscherz und verkündete offiziell auf allen bis dahin bekannten Mozilla-/Phoenix-Webseiten, dass der Browser in „Phallus“ umbenannt werden würde.
Als Scherz auf die mehrfachen Namensänderungen entstand die Erweiterung Firesomething [36], die bei jedem Start von Firefox dem Programm einen anderen Namen (jeweils zusammengesetzt aus einer Naturkraft und einem Tiernamen) verpasst.
Siehe auch
- Liste von Webbrowsern
- Blake Ross
- Browserkrieg
- Flock – Ein um Web 2.0-Funktionen erweiterte Abspaltung von Firefox
Literatur
- René Meyer: Firefox – Tipps, Tricks, Hacks. Markt & Technik Verlag, München 2005, ISBN 3-8272-6914-8
- Lars Schulten: Firefox – Alles zum Kult-Browser. O’Reilly, 2005 ISBN 3-89721-510-1
- Abdulkadir Topal, Steffen Haubner: Firefox 1.5 Hacks und Secrets, 2006, ISBN 3-81582-760-4
Weblinks
- Offizielle deutsche Mozilla-Firefox-Website
- Mit Firefox per Du – Tipps und Tricks für Firefox-Neulinge
- Firefox-Wiki, Betreiber: Abdulkadir Topal
- Vorlage:Secunia
- Vorlage:Secunia
- Firefox-Erweiterungen
- Portal für deutschsprachige Erweiterungen für Mozilla-Ableger
- Firefox add-ons (multilingual)
- Eigene Firefox Erweiterung entwickeln
Quellen
- ↑ web.archive.org.
- ↑ Firefox Nightly 140.0a1, See All New Features, Updates and Fixes. 28. April 2025 (englisch, abgerufen am 29. April 2025).
- ↑ a b c d www.openhub.net.
- ↑ davidwalsh.name.
- ↑ developer.mozilla.org.
- ↑ Benjamin Smedberg: XULRunner: What we are doing, 15. Mai 2007, englisch
- ↑ Using keyword searches: Firefox mozillazine.org, Anleitung zum Erstellen von Schlüsselwortsuchen (englisch).
- ↑ Mozilla Corporation: Offizielle Release-Roadmap, Version 0.3, 8. November 2006, englisch
- ↑ Hicksdesign: branding firefox, 2. September 2004, englisch
- ↑ Mozilla Fehlerdatenbank: Full zooming not functional (images, objects as well as text) (page zoom like opera), darin eine Meldung die Funktion würde bei Bildern doch nicht funktionieren (Kommentar 255), Erklärung: diese Programmfunktion sei noch nicht in der Benutzeroberfläche verankert, somit für Endnutzer nicht zu testen, 5. August 2007, englisch
- ↑ Mozilla Corporation: Offizielle Release-Roadmap, verlinkt am 23. Oktober 2007, englisch
- ↑ Brendan Eich: Mozilla 2 / Firefox 4, 13. Oktober 2006, englisch
- ↑ Mozilla Wiki: Mozilla 2 Timeline, 30. März 2007, englisch
- ↑ a b John T. Haller: Mozilla Firefox, Portable Edition, auf PortableApps.com, Version 2.0.0.5, 18. Juli 2007, englisch
- ↑ Firefox Wiki: Portable Firefox, Artikel mit weiterführenden Informationen zu Firefox Portable, verlinkt am 2. März 2007
- ↑ Carsten Knobloch: Portable Firefox 2.0.0.9 (Deutsch), Blogbeitrag mit Downloadmöglichkeit, 01. November 2007
- ↑ Heise Newsticker: Firefox: eBay-Suche mit Umleitung, 16. November 2004
- ↑ Mozilla Europe: Update von Mozilla Firefox 1.0 de-DE für ebay Suchmaschine, 21. November 2004
- ↑ Ben Goodger: About the Firefox „memory leak“, 14. Februar 2006, englisch - Firefox-Entwickler über den zum Teil sehr hohen Speicherbedarf des Browsers
- ↑ FAQ: „Speicherbedarf reduzieren“ im Firefox-Wiki, abgerufen am 26. Oktober 2007
- ↑ FAQ: „Geschwindigkeit optimieren“ im Firefox-Wiki, abgerufen am 26. Oktober 2007
- ↑ XiTi Monitor: Firefox frôle les 28 % d’utilisation en Europe - Internet Explorer sous les 70 %, Studie zur Verbreitung von Firefox zwischen dem 2. und 8. Juli 2007, französisch
- ↑ OneStat.com: Mozilla's Firefox global usage share is still growing according to OneStat.com, Untersuchung der Marktanteile von Webbrowsern im Juli 2007, englisch
- ↑ Heise Newsticker: Mozilla Firefox gewinnt wieder Marktanteile, Bereits 39 % Marktanteil für Firefox im Juli 2006
- ↑ Webhits: WebHits Web-Barometer, abgerufen am 16. September 2007
- ↑ Heise Newsticker: Firefox in Westeuropa unter deutschen Nutzern am stärksten vertreten, 19. Juli 2006
- ↑ Heise Newsticker: Firefox gewinnt in Europa hinzu, 16. Juli 2007
- ↑ Heise Newsticker: Studie: Internet Explorer vergrößert in Deutschland Abstand zu Firefox, 24. Januar 2007
- ↑ a b Spread Firefox: Four Hundred Million Firefox Downloads, 7. September 2007, englisch
- ↑ spreadfirefox.com: Over 2 Million People Using Firefox 2 in the First 24 Hours, 27. Oktober 2006, englisch
- ↑ Daniel Goldman: Some Opera Statistics, 21. August 2006, englisch
- ↑ ZDNet.com: Up next: IE 8.0, 25. Oktober 2006, englisch
- ↑ Werbeaktion Firefox kommt, temporär offline
- ↑ Mozilla Europe: Feuer!, abgerufen am 26. Oktober 2007 - Anzeige in der FAZ als PDF zum Download
- ↑ Jesse Ruderman: Opera’s least popular feature comes to Firefox, 15. August 2004, englisch
- ↑ Cosmic Cat Creations: Firefox-Erweiterung Firesomething, abgerufen am 26. Oktober 2007, englisch
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