Zum Inhalt springen

Schwibbogen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. November 2007 um 22:42 Uhr durch Hejkal (Diskussion | Beiträge) (-Bild). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.

Schwibbogen ist ein ursprünglich aus der Architektur stammender Begriff, der mehrere Bedeutungen hat und sich ursprünglich wahrscheinlich von der Bezeichnung Schwebebogen ableitet.

  • Es handelt sich um einen Bogen, der zwei Gebäude spreizt. Der Bogen ist so übermauert, dass sich oben ein gerader Abschluss ergibt. Häufig zu finden in engen Gassen mittelalterlicher Städte, z. B. Lübeck, Passau oder Regensburg; siehe Strebebogen
  • Als Schwibbogen bezeichnete man bis in das ausgehende 18. Jahrhundert die Öffnung einer Mauer, die nach einem vollen oder gedrückten Bogen geschlossen wird und zum Eingang eines meist kleinen Raumes dient, den man vorrangig und an einigen Orten teilweise noch heute zur Beisetzung Verstorbener nutzt. Diese Grabstätten wurden dann meistens auch als Schwibbögen bezeichnet, siehe Stadtgottesacker.
  • In Österreich, vor allem in Niederösterreich sagt man in der Mundart Schwübogen dazu. Dieser wird vor dem Haus eines Brautpaares aufgestellt und soll diesen Glück bringen. Der Schwübogen wird meistens von den Nachbarn aufgestellt und bleibt dann eine Woche stehen, danach wird er ebenfalls wieder von den Nachbarn abgebaut.