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Friedrich Wilhelm I. (Mecklenburg)

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Friedrich Wilhelm (* 28. März 1675 in Grabow; † 31. Juli 1713) war Herzog von Mecklenburg-Schwerin von 1688-1713.

Friedrich Wilhelm wurde als ältester Sohn des Herzogs Friedrich von Mecklenburg-Grabow (1638–1688) und der Christine Wilhelmine von Hessen-Homburg (1653–1722) geboren und war ein Neffe des kinderlosen Herzogs Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin (1623–1692). Friedrich Wilhelms folgte seinem Onkel am 21. Juni 1692 als Herzog. Mit dem Hamburger Vertrag von 1701 gelang es Friedrich Wilhelm die Streitereien innerhalb des mecklenburgischen Herzoghauses zu beenden. Es wurden die bis 1918 bestehenden zwei Teilfürstentümer Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin gebildet sowie das Erbfolgerecht des Erstgeborenen eingeführt.

Er führte im Jahr 1708 die „Consumptions- und Steuerordnung“, zur Überwindung der Kriegsfolgen sowohl des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) als auch schon des Nordischen Krieges (1700 bis 1721) ein. Neben der Besteuerung der Ritterschaft und der Geistlichen beinhaltete die „Consumptions- und Steuerordnung“ die Abschaffung der leibeigenschaftlichen Abhängigkeit der Bauern von ihren Grundherren. Die Leibeigenschaft der Bauern sollte in eine Erbpacht umgewandelt, Frondienste sollten durch Geldleistungen ersetzt werden. Dadurch entstand ein scharfer Gegensatz zwischen dem Herzog und den Ständen.

Friedrich Wilhelm heiratete in Kassel am 2. Januar 1704 Sofia Charlotte von Hessen-Kassel (16. Juli 1678 – Bützow 30. Mai 1749), Tochter des Landgrafen Karl. Die Verbindung blieb kinderlos. Friedrich Wilhelm hatte jedoch unzählige Mätressen, mit denen er bestimmt neun Kinder hatte, unter denen:

  • Frederika Wilhelmina von Mecklenburg (Boitzenburg 1702 – Schwerin 1748); ∞ (1719) Herman Christiaan von Wolffradt († Dömitz 1723)
  • Margaretha Dorothea Gredler († Dömitz 1744)

Beide waren auch Mätressen ihres Onkels Karl Leopold von Mecklenburg-Schwerin.

Friedrich Wilhelm starb auf der Rückkehr aus Schlangenbad bei Mainz am 31. Juli 1713. Seine Frau Sofia Charlotte nahm ihren Witwensitz hatte sie zu Bützow. Dort ist sie auch gestorben, aber neben ihrem Gemahl in der Gruft der von diesem neuerbauten Nicolaikirche in Neustadt-Glewe beigesetzt. [1]

Quellen

  1. Friedrich Wigger: Stammtafeln des Großherzoglichen Hauses von Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde 50 (1885), S. 111ff (Digitalisat)