Mangostane
| Mangostinbaum | ||||||||||||
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Vordergrund: Mangostan (Früchte) Hintergrund: Rambutan (Früchte) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Garcinia mangostana | ||||||||||||
| L. |
Der Mangostinbaum, auch Mangostin oder Mangostan genannt (Garcinia mangostana) ist eine Pflanzenart der Gattung Garcinia in der Familie der Clusiaceae. Das Wort „Mangostan“ stammt aus dem Malaiischen.
Beschreibung
Der Mangostinbaum wird 7 bis 25 Meter hoch. Ein Keimling benötigt zwei Jahre, um eine Höhe von 30 cm zu erreichen. Die Rinde des Mangostinbaums ist von dunkelbrauner Farbe. Die immergrünen Blätter sind kurz, dick und ledrig.
Die Blüten sind 2,5 bis 5 cm breit; sie sitzen in Gruppen von 3-9 an den Astspitzen.
Die Früchte sind mit einem Durchmesser von 2,5 bis 7,5 cm etwa tomatengroß. Sie weisen auf der oberen Seite ein festes, kelchartiges Blatt auf. Unter der lederartigen, rotbraun- bis violettfarbenen Schale sitzt das fast weiße Fruchtfleisch, welches in einzelne Segmente aufgeteilt ist und sich leicht heraustrennen lässt. Die Schale der Frucht ist etwa 6 bis 9 mm dick und enthält ein violettes Pigment, das herkömmlich als Farbstoff verwendet wurde.
Vollentwickelte Samen verlieren ihre Keimfähigkeit nach nur 5 Tagen nach dem Entfernen aus der Frucht.
Verbreitung
Der Mangostanbaum ist auf Malakka heimisch und wird in den Tropen kultiviert. Bedeutende Anbauländer sind Indonesien, Thailand,Vietnam, Malaysia, die Philippinen, Mittelamerika und Brasilien.
Verwendung
Die Mangostan-Frucht wird überwiegend aus zwei unterschiedlichen Gründen verzehrt:
1. Als wohlschmeckendes Obst: Die Mangostane kann mit und ohne die Schale verzehrt werden. Das Fruchtfleisch hat einen angenehm säuerlichen Geschmack, der sich zwischen Trauben, Ananas, Grapefruit und Pfirsich bewegt. Eine Mangostan-Frucht enthält bis zu 5g Ballaststoffe. Wird die gesamte Frucht, d.h. Fruchtfleisch und die Schale verzehrt, wird meist ein Püree hergestellt - in ähnlicher Form werden u.a. Orangen samt Schale zu Orangenmarmelade verarbeitet.
2. Als Volksmedizin: Hier wird besonders die Schale der Mangostan-Frucht verwendet.[1] Überliefert sind z.B. Tees, die aus der Schale gewonnen werden. Grund für diese lange überlieferte Praktik ist, dass die Schale der Mangostan-Frucht eine der reichhaltigsten Quellen von bioaktiven Polyphenolen (sekundäre Pflanzenstoffe) in Form von so genannten Xanthonen ist, denen antioxidative Eigenschaften zugeschrieben werden.[2]
Die in einigen Früchten vorhandenen Kerne gelten überwiegend als ungenießbar, werden allerdings von manchen Menschen zum Verzehr gekocht oder geröstet.
Anbau
Die erste Ernte kann etwa 7 bis 9 Jahre nach der Pflanzung erfolgen; die besten Ernten werden 10 bis 20 Jahre nach der Pflanzung erzielt. Die durchschnittliche Ausbeute eines ausgewachsenen Baumes beträgt etwa 500 Früchte, an besonders ertragreichen Exemplaren können es aber auch bis zu 5.000 Früchte sein. Manche Bäume tragen bis zu 100 Jahre lang Früchte und er ist einer der wenigen Bäume, der keine Schädlingsbekämpfungsmittel benötigt. Die Mangostanfrucht muss von Hand geerntet werden; die Früchte werden ganzjährig geerntet.
Der Mangostinbaum ist extrem klimaempfindlich und toleriert keine Temperaturen unter 4 °C oder über 38 °C. Alle Versuche, Mangostinbäume nördlich des 20. Breitengrades anzupflanzen, sind fehlgeschlagen.
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Mangostan (Garcinia mangostana)
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Mangostan (Garcinia mangostana)
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Mangostan (Garcinia mangostana)
Einzelnachweise
Mangostan-Studien und zugängliche wissenschaftliche Original-Quellen zu Xanthonen:
[1]
Garcinia mangostana rind of fruit consumed for chronic diarrhea and dysentery. “Glossary of Indian Medicinal Plants”. R.N. Chopra, S.L. Nayar and I.C. Chopra. National Institute of Science Communication and Information (CSIR) First Edition 1956 Seventh Reprint 2006.
Garcinia mangostana in Cambodia the rind of the fruit is consumed for dysentery and diarrhea. The rind of the fruit is a well-known astringent and is recommended in a dry powdered rind at a daily dose of 60-120 grains dispensed in 3-4 portions. Journal of Bombay Natural History Society 1935-1944 Vol. XLII P. 430-431.
[2]
Mangosteen peel which contains the xanthones has had no adverse side effects reported. Research shows that it has been given to treat many human aliments. Mayo Clinic Book of Alternative Medicine. Brent Bauer; MD. Time Inc. 2007
Xanthones which are found in the peel are found to be hepatoprotective, CNS depressant, anti-inflammatory and antiulcer. Mangostin is a cardio tonic. Medicinal Plants Chemistry and Properties. M. Daniel. Science Publishers 2006.