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Malonsäure

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Datei:Malonic acid.png
Allgemeines
Name Malonsäure
Andere Namen

1,3-Propandisäure

Summenformel C3H4O4
Kurzbeschreibung

farblose Kristalle

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 141-82-2
Wikidata Q421972
Eigenschaften
Molare Masse 104,06 g·mol–1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,619 kg·m–3

Schmelzpunkt

135 - 137 °C

Löslichkeit

löslich in Wasser 1390 g/l (22 °C), Pyridin, Ethanol, Methanol und Diethylether
nicht löslich in Benzol

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung{{{GHS-Piktogramme}}}

H- und P-Sätze H: {{{H}}}
EUH: {{{EUH}}}
P: {{{P}}}
MAK

1,5 mg/m³

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Malonsäure (Propandisäure; 1,3-Propandisäure) ist eine bei Raumtemperatur kristalline Dicarbonsäure, deren Ester und Salze Malonate genannt werden (z. B. Diethylmalonat, aber auch Malonsäurediethylester).

Geschichte

Malonsäure wurde 1858 bei der Oxidation der Äpfelsäure entdeckt. Deshalb trägt sie ihren Namen nach lat. malum = Apfel.

Eigenschaften

Malonsäure bildet farb- und geruchlose Kristalle, die einen Schmelzpunkt von 135 bis 137,1 °C besitzen und sich in Wasser leicht lösen. In Reinform entsteht oberhalb des Schmelzpunktes durch Kohlendioxid-Abspaltung Essigsäure, in wässriger Lösung passiert dieser Prozess bei 70 °C.

Erhitzt man Malonsäure mit stark wasserentziehenden Mitteln, z. B. mit Phosphorpentoxid, so entsteht durch intramolekulare Wasserabspaltung Kohlenstoffsuboxid, auch Malonsäureanhydrid genannt.

Malonsäure ist ein α-CH-acide Verbindung, d. h. durch den elektronenziehenden Effekt der beiden Carboxylfunktionen kann am zentralen Kohlenstoff leicht ein Proton abgespalten werden.

Herstellung

Malonsäure wird unter anderem durch Umsetzung von Monochloressigsäure mit Natriumcyanid (NaCN) und anschließender Hydrolyse der entstandenen Cyanessigsäure hergestellt.

Verwendung und Vorkommen

Malonsäurederivate sind Synthesebausteine bei der Knoevenagel-Kondensation und dienen beispielsweise zur Herstellung von Barbitursäure und deren Derivaten. Malonsäure ist ein Zellgift, das durch Hemmung der Succinat-Dehydrogenase den Ablauf des Citratzyklus (Krebszyklus) hemmt.

Malonsäure kommt im Zuckerrübensaft vor.

Malonat ≠ Malat

Malonat darf nicht mit dem Säureanion der Äpfelsäure, dem Malat-Ion, verwechselt werden.