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Hayriye (İnegöl)

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Hayriyeköyü
Basisdaten
Staat: Türkei
Provinz: Bursa
Kreis: İnegöl
Geografische Lage: Vorlage:Koordinate Text Artikel
Höhe: 540-600 m ü. NN
Fläche: ? km²
Einwohner: 381
Bevölkerungsdichte: ? Einwohner/km²
Telefonvorwahl: +90 224 725 xx xx
Kfz-Kennzeichen: 16

Hayriye ist ein Dorf am Fuße des Uludağ-Gebirges in der Provinz Bursa die im Westen der Türkei an der Küste des Marmarameeres liegt. Bursa heißt auch die gleichnamige Provinzstadt in ihrer Mitte und ist 60 km von Hayriye entfernt. Die Kreisstadt İnegöl ist 15 km von Hayriye und 45 km von Bursa entfernt.


Geschichte

Aus Angst vor einer wahrscheinlichen Vergeltung des Russischen Reiches nach Ende des Russisch-Türkischen Krieges von 1877-1878 sind tausende moslemische Georgier aus ihrer kaukasischen Heimat geflohen. In der Georgischen Hafenstadt Batum stiegen sie in Schiffe und reisten nach Giresun, Ordu, Samsun, Sinop, Istanbul und andere Hafenstädte des Osmanischen Reiches. Während einige Georgier sich in der Nähe dieser Städte niederließen, sind andere ins innere des Landes gereist und haben sich in den Provinzen von Amasya, Adapazari, Bursa und Balikesir in verschiedenen Dörfern niedergelassen.

Die Gründer von Hayriye verließen mit einer Gruppe von 250 Personen damals ein Dorf in der Nähe von Artvin, das an der heutigen Grenze der Türkei und Georgien liegt, in Richtung der Provinz Bursa. Nach Aussagen der Dorfältesten sind die Gründer damals von einem georgischen Imam Namens "Haci Mehmet Efendi" auf das Gebiet auf dem das Dorf gegründet wurde aufmerksam gemacht worden. Dieser lebte in dem türkischen Dorf "Maden" das ganz in der nähe liegt. Dieser wurde vorher durch Ausflüge und Wanderungen auf das Gebiet aufmerksam, als er merkte welche Ähnlichkeit das Gebiet selbst, das Klima, die Wälder und Flüsse mit denen in seiner Heimat Georgien hatten.

Als die Gruppe aus Artvin in diesem Gebiet ankam fanden sie jedoch eine kleine Gruppe von Tscherkessen an, die sich in der Zwischenzeit hier niedergelassen hatten. Das Recht auf das Gebiet führte zu Konflikten und Streitereien zwischen den beiden Gruppen. Um diesen Konflikt friedlich zu lösen wurde der Fall an den Landrat in Inegöl geleitet. Dieser erlaubte den Georgiern in diesem Gebiet zu bleiben und wies den Tscherkessen das heutige "Hacikara" zu. Aussagen zufolge gebrauchte der Landrat öfters das Wort "hayirli" (zuträglich, Wohltat) als er seine Entscheidung mitteilte. Den Georgiern zufolge war dies der Grund der Namensgebung des Dorfes.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
2007
2000 381
1997 350
1974 750
1970 746
1965 1.010
1955 1.063
1950 1.083
1945 1.026
1940 995
1880 250


Siehe auch