Diskussion:Hintergrundstrahlung
Die Beschreibung sollte etwas ausführlicher sein. Warum ausgerechnet diese Temperatur? Außerdem ist der einleitende Satz etwas verworren.
Die Hintergrundstrahlung ist in allen Energiebereichen (von 10^(-14) bis 10^(13) eV)vorhanden, die 2.7 K wird aber allgemein als Kosmischer Hintergrund bezeichnet. Außerdem gibt es noch isotrope und nichtisotrope Hintergrundstrahlung. Wenn ich Zeit habe, ändere ich mal was, kann aber dauern. --Rernat 22:41, 3. Mär 2005 (CET)
Ich melde mich hierzu einmal als Laie.
Ist die Hintergrundstrahlung seit dem Tag der "Entdeckung" eigentlich immer konstant geblieben oder hat sie, wenn auch minimal seither abgenommen? Wenn´s doch irgendwann einmal "geknallt" hat, müßte der Schall (Hintergrundstrahlung) doch nach physikalischen Gesetzen irgend wann einmal nicht mehr vorhanden sein.
Provokante Frage: Oder "knallt" es irgendwo noch immer??
Hartmut Grewe
- Bin auch Laie, für mich ergibt sich ein ähnliches Problem: Ich habe Schwierigkeiten mir die Hintergrundstrahlung "räumlich" vorzustellen, woher genau kommt die Strahlung denn nun? Dem Beitrag entnehme ich, dass sie praktisch aus allen Richtungen kommt, was mir seltsam erscheint, außerdem bewegt sich die Strahlung doch mit Lichtgeschwindigkeit, wie kann sie dann konstant sein? Müsste sie nicht vielmehr irgendwann an uns "vorbeiziehen", bzw. wie mein Vorgänger schon andeutete schwächer werden?
Bin ebenfalls Laie und muss sagen, daß der Text im Ganzen noch zu wenig erklärend ist. Er setzt viel Herumklicken voraus, und sollte doch eigentlich weitgehend selbsterklärend sein --Nik
So habe mir jetzt mal das Video angeguckt, welches übrigens wahnsinnig aufschlussreich und interessant ist und verstehe das ganze wie folgt: Die Hintergrundstrahlung ist praktisch nichts anderes als die Temperaturstrahlung die man von einem Körper mit einer Temperatur von 2,7 K erwarten würde. Falls diese Erklärung stimmt, finde ich sie eigentlich ziemlich aufschlussreich und frage mich wieso man immer die Erklärung findet, die Hintergrundstrahlung sei ein "Überbleibsel des Urknalls". Natürlich stimmt diese Behauptung, jedoch führt sie auch zu Fehlschlüssen und Irritationen, wie es bei mir der Fall war --Gino Knodel
- Hallöchen,
- ich habe eine kleine Ergänzung vorgenommen um eindeutig und unmissverständlich zu sagen, dass es die nachlassende Thomson-Streuung war, die zur Entkopplung der Hintergrundstrahlung geführt hat, nicht die Rekombination selbst.
- Zu den obigen Fragen:
- Gino hat ganz Recht, die Hintergrundstrahlung ist die Temperaturstrahlung des Universums, das eine Temperatur von 2.7K hat. Das klärt auch die Frage, warum sie niemals nachlässt. Außerdem beantwortet es die Frage, ob sich die Strahlung verändert. Ja, die Strahlung verändert sich, denn das Universum kühlt weiter ab. Allerdings verschiebt sich nur die Intensitätsverteilung der Strahlung, sie wird nicht in dem Sinn "schwächer". (Siehe dazu Artikel über Skalenfaktor - ups, noch nicht geschrieben, aber kommt bald!)
- Zur Frage warum die Hintergrundstrahlung als "Überbleibsel des Urknalls" bezeichnet wird. Das würde ich dadurch erklären, dass es ohne den Urknall keinen Mechanismus gibt, der das Universum weit genug aufheizen könnte, dass es einen Zustand wie vor der Entkopplung erreichen könnte. Ferner zeigt uns die Hintergrundstrahlung, wie die Dichteschwankungen im Universum zu dieser Zeit entwickelt waren und liefert somit wichtige Informationen zur Strukturbildung.
- Noch eine Kleinigkeit: Die Hintergrundstrahlung ist kein "Schall" im akustischen Sinn, und auch kein Knall. Allerdings (daher vielleicht die Verwirrung) sind der Hintergrundstrahlung Dichteschwankungen aufgeprägt, die von akustischen Schwingungen, sprich Schall, in der "Photonenflüssigkeit" vor der Entkopplung herrühren.
- Ich hoffe, damit konnte ich einige Fragen klären.
- MfG, Rene 08. Mai 2006, 21.40 MESZ
Hintergrundstrahlung im Fernseher sichtbar?
Ich hab' da auch mal eine laienhafte Frage: Stimmt es, dass die Hintergrundstrahlung Teil des weissen Rauschens ist, das man auf dem Fernseher sieht, wenn man einen leeren Kanal wählt? Das wurde in Bill Brysons "Eine kurze Geschichte von fast allem" behauptet. Ich hab' aber zu wenig Ahnung von Fernsehgeräten und Frequenzbändern, um diese Frage selbst entscheiden zu können. Legt man das COBE-Diagramm des Spektrums der Hintergrundstrahlung und die Definiton des UHF-Spektrums zugrunde, die man beide in der englischen Wikipedia findet, so könnte Bryson recht haben. Denn ein Teil der Hintergrundstrahlung hat demnach Wellenlängen von 10 cm, die wiederum die untere Grenze der UHF-Definition ist. Aber empfangen Fernsehgeräte wirklich das GANZE UHF-Spektrum oder nur einen Teil? Alles sehr verwirrend, ich weiss, aber ich bin halt kein Experte. Vielleicht weiss ja eine(r) von Euch Bescheid 141.2.22.211 13:48, 29. Sep 2006 (CEST)
- Soweit ich weiß, stimmt es. Ich weiß es "nur" durch den Kabarettisten Vince Ebert, der allerdings Diplomphysiker ist und über diese Tatsache in seinem aktuellen Programm "Urknaller" Witze macht. MfG
- Na gut, wenn es offenkundig kein Witz ist, dann weiss ich ja jetzt, auf welchem Kanal ich die längste Dauersendung des Universums sehen kann :-)) 141.2.22.211 10:24, 6. Okt 2006 (CEST)
Immanenz
Ist es möglich, daß die sogenannte kosmische Hintergrundstrahlung gar keine kosmische Hintergrundstrahlung, sondern etwas systemimmanentes ist? Etwas, das nur innerhalb unseres Sonnen- bzw Sternsystems existiert? Schließlich haben wir, soweit ich weiß, bislang noch keinerlei Messungen von außerhalb der Heliopause. fz Jahn 22:16, 27. Nov. 2006 (CET)
- Wahrscheinlich verstehe ich die Frage nicht. Falls doch: die Hintergrundstrahlung zeichnet sich durch eine Energieverteilung aus, die der eines schwarzen Körpers der Temperatur von 2.7K entspricht, siehe Artikel. Anton 22:30, 9. Feb. 2007 (CET)
- Ja, aber wie kann man denn sicher sein, daß die 3K-Strahlung auch außerhalb der Heliopause meßbar ist? Oder anders rum: Wie kann man sicher sein, daß die 3K-Strahlung keine Eigenschaft der Heliopause ist? JaHn 12:31, 9. Apr. 2007 (CEST)
- Es gibt kein funktionierendes Modell, wonach die Hintergrundstrahlung innerhalb der Heliopause entstanden sein koennte. Solch ein Modell muesste nicht nur das Frequenzspektrum (fast perfekter schwarzer Koerper) erklaeren, sondern auch das Fluktuationsspektrum, und zwar quantitativ mindestens so gut wie das ΛCDM-Modell. Das ist ein ganz schoener Berg! Mit Argumenten wie "plausibel" (von dem Kollegen unten) kommt man jedenfalls nicht weit. Es gab mal ein Modell von Fred Hoyle, in dem die Hintergrundstrahlung durch Streuung an irgendwelchen Eisenspaenen entstanden sein soll, aber das ist genauso gescheitert wie viele andere.--Wrongfilter ... 17:00, 9. Apr. 2007 (CEST)
- Ja, aber wie kann man denn sicher sein, daß die 3K-Strahlung auch außerhalb der Heliopause meßbar ist? Oder anders rum: Wie kann man sicher sein, daß die 3K-Strahlung keine Eigenschaft der Heliopause ist? JaHn 12:31, 9. Apr. 2007 (CEST)

- Eisenspäne? Das check ich nicht. Naja, egal. Jedenfalls kam mir beim betrachten nebenstehender Graphik in den Sinn, daß offenbar eine Menge zwischen uns und dem Rest des Universums ist, was womöglich unseren Blick darauf trüben könnte. Daß zB die Heliopause quasi sowas wie ne Art rosarote Brille oder Sonnenbrille sein könnte, durch die wir nicht klar sehen können, was da draußen wirklich ist. JaHn 21:47, 9. Apr. 2007 (CEST)
Wieso eigentlich Urknall
In der Kosmologie wird die so genannte 3-Kelvinstrahlung als Beleg für den Urknall betrachtet. Tatsächlich ist weder klar, dass der Urknall die einzig möglich Erklärung ist noch ist verständlich wieso eine solche Strahlung aus dem Urknall resultieren sollte.
Wird eine Intensitätsverteilung nach dem Plancksche Strahlungsgesetz vorausgesetzt, fällt die Intensität bei hohen Frequenzen – entspricht hohen Energien oder Temperaturen − exponentiell ab. Daher wäre die Intensität im fernen Infrarot und erst recht im Röntgenbereich verschwindend gering und eindeutig nicht mehr messbar. Daher ist die 3-Kelvinstrahlung keinesfalls die einzige Quelle der Hintergrundstrahlung.
Die Herleitung des Strahlungsgesetzes nach Einstein setzt voraus, dass ein thermisches Gleichgewicht zu einer statistischen (siehe Boltzmann-Verteilung) Besetzung der Energieniveaus in den Atomen oder Molekülen führt. Bei einer minimalen Dichte von wenigen Atomen pro Kubikmeter, die im Mittel im Universum vorliegen, kann sich jedoch gar kein solches Gleichgewicht einstellen, weil es praktisch keine Stöße zwischen den Atomen oder Molekülen gibt. Daher erscheint die Annahme, das Urknallmodell würde zu einer Intensitätsverteilung nach dem Strahlungsgesetz führen absurd.
Dagegen ist es nicht unplausibel, dass eine solche Strahlung von Gaswolken − eventuell Vorstufe zu neuen Sternen − im interstellaren Raum stammt. Zur Erklärung der gesamten Hintergrundstrahlung sind jedoch unterschiedliche Strahlungsquellen zu vermuten. 84.59.53.77 11:30, 9. Apr. 2007 (CEST)
- Ich sehe, du hast dich mit der Frage befasst und die Hauptschwierigkeiten (Fortfall der Wechselwirkung bei Expansion des Raumes und damit faktisch eine Abkühlung) verstanden. Eine Diskussion ist deshalb müßig. Immerhin wirst du anerkennen, dass das Modell viele Erklärungen, mindestens aber die der Planckverteilung, bietet. Anton 12:02, 9. Apr. 2007 (CEST)
- Man sollte vielleicht betonen, dass die Hintergruende im FIR- und Roentgenbereich nichts mit der 3-Kelvinstrahlung zu tun haben. Den Roentgenhintergrund hat man inzwischen aufgeloest, der entsteht durch die Roentgenemission vor allem in AGN bei hoher Rotverschiebung. Das steht aber auch im Artikel.--Wrongfilter ... 17:03, 9. Apr. 2007 (CEST)
- Klar, wie oben ausgeführt, ist die Intensität der 3-Kelvinstrahlung bereits im fernen IR und erst recht im Röntgenbereich verschwindend gering. Die angeführeten Erklärungen für die Nicht-3-Kelvinstrahlung ist ja im Prinzip vergleichbar zu meiner Deutung der 3-Kelvinstrahlung. Sie stammt aus verschiedenen nicht auflösbaren Quellen, die annähernd isotrop um die Erde verteilt sind. Wobei die Vorstellung eines aus einem Punkt exandierenden Universums, zur Erklärung nicht gerade hilfreich ist. Es bleibt die Frage wozu der Urknall eigentlich benötigt wird und wieso aus dem Urknallmodell die 3-Kelvinstrahlung folgt. 84.59.53.77 19:06, 9. Apr. 2007 (CEST)
- Du kannst dein Modell gerne weiter entwickeln (quantitativ!) und durch Beobachtungen stuetzen. Viel Erfolg. Die Wikipedia ist aber nicht der richtige Ort dafuer.--Wrongfilter ... 19:20, 9. Apr. 2007 (CEST)
- Klar, wie oben ausgeführt, ist die Intensität der 3-Kelvinstrahlung bereits im fernen IR und erst recht im Röntgenbereich verschwindend gering. Die angeführeten Erklärungen für die Nicht-3-Kelvinstrahlung ist ja im Prinzip vergleichbar zu meiner Deutung der 3-Kelvinstrahlung. Sie stammt aus verschiedenen nicht auflösbaren Quellen, die annähernd isotrop um die Erde verteilt sind. Wobei die Vorstellung eines aus einem Punkt exandierenden Universums, zur Erklärung nicht gerade hilfreich ist. Es bleibt die Frage wozu der Urknall eigentlich benötigt wird und wieso aus dem Urknallmodell die 3-Kelvinstrahlung folgt. 84.59.53.77 19:06, 9. Apr. 2007 (CEST)
- An sinnlosen kosmologischen Modellen besteht wahrlich kein Mangel. Daher beabsichtige auch ich nicht ein weiteres zu entwickeln. Ich wollte nur aufzeigen, dass die Hintergrundstrahlung ziemlich einfach und naheliegend aus verschiedenen denkbaren Quellen erklärt werden kann. Im interstellaren Raum ist es naturgemäß ziemlich kalt, so dass eine Temperatur von 3-Kelvin nicht unplausibel erscheint. Es besteht daher gar kein Anlass verrückte Theorien wie die Urknalltheorie aufzustellen. Zudem liefert diese Theorie tatsächlich keine qualitativ und schon gar nicht quantitativ – wieso genau 2,725 K – nachvollziehbare Erklärung. 84.59.53.77 20:52, 9. Apr. 2007 (CEST)
- Wie jede Theorie hat die Urknalltheorie freie Parameter, die man messen muss. Hat man das getan, dann ist es ziemlich einfach, die Temperatur vorherzusagen. Fuer weitere Fragen gibt es jede Menge Buecher. Weitere Diskussionsbeitraege von dir werde ich loeschen (sofern sie sich nicht konstruktiv auf den Aufbau des Artikels beziehen) - wenn dir das nicht gefaellt, dann bemuehe bitte einen Administrator.--Wrongfilter ... 21:49, 9. Apr. 2007 (CEST)
- Na das ist ja mal wieder typisch. Kaum werden die Fragen unangenehm, schon wird gelöscht. Wäre es nicht besser zu erklären, wie man auf diese 2,725K kommt. Dies ist doch auf jeden Fall im Interesse des Artikels. Mich würde das interessieren. Bernd Jaguste 29. Mai 2007
- Und wenn die gemessene Temperatur der Hintergrundstrahlung von 2,725Kelvin sehr gut den Vorhersagen entspricht und somit das Urknallmodell bestätigt scheint, so wäre es doch interessant zu wissen, wer den diese Vorhersage wann gemacht hat. War es also eine wirkliche Vorhersage oder wurden die theoretischen Berechnungen den Beobachtungsergebnissen nachträglich angepasst? Dies sollte doch auf jeden Fall Eingang in Wikipedia finden. Also, wer weiß es und trägt es hier ein? Bernd Jaguste 30. Mai 2007
- Wie jede Theorie hat die Urknalltheorie freie Parameter, die man messen muss. Hat man das getan, dann ist es ziemlich einfach, die Temperatur vorherzusagen. Fuer weitere Fragen gibt es jede Menge Buecher. Weitere Diskussionsbeitraege von dir werde ich loeschen (sofern sie sich nicht konstruktiv auf den Aufbau des Artikels beziehen) - wenn dir das nicht gefaellt, dann bemuehe bitte einen Administrator.--Wrongfilter ... 21:49, 9. Apr. 2007 (CEST)
- An sinnlosen kosmologischen Modellen besteht wahrlich kein Mangel. Daher beabsichtige auch ich nicht ein weiteres zu entwickeln. Ich wollte nur aufzeigen, dass die Hintergrundstrahlung ziemlich einfach und naheliegend aus verschiedenen denkbaren Quellen erklärt werden kann. Im interstellaren Raum ist es naturgemäß ziemlich kalt, so dass eine Temperatur von 3-Kelvin nicht unplausibel erscheint. Es besteht daher gar kein Anlass verrückte Theorien wie die Urknalltheorie aufzustellen. Zudem liefert diese Theorie tatsächlich keine qualitativ und schon gar nicht quantitativ – wieso genau 2,725 K – nachvollziehbare Erklärung. 84.59.53.77 20:52, 9. Apr. 2007 (CEST)
- Die Hintergrund Strahlung wurde zufällig 1965 entdeckt. Diese Strahlung weist eine nahezu ideale Planck Verteilung auf und damit kann sie leicht einer Temperatur zugeordnet werden, denn so strahlt ein 3K warmer Körper. Das ist Deine Erklärung warum man 3K als Temperatur angesetzt hat... Die Vorhersage des Urknallmodells ist eine "simple" Folgerung aus dem Modell, siehe Quellen. Und ja, es war tatsächlich eine Vorhersage, denn sie wurde 1948 von George Gamow und Ralph Alpher gemacht. Damals schätzte man allerdings das Alter des Universums sehr viel geringer, da man noch nicht die Meßgenauigkeit der modernen Astronomie besaß. Die Temperatur der Strahlung wurde also nicht vorhergesagt, wohl aber, daß es eine solche geben müsste und in welchem Bereich sie sich bewegen würde. Und es wäre sehr seltsam, wenn alle kalte Materie im Universum 3K hätte, oder? Warum sollte sie gerade nur mit dieser Temperatur strahlen? Der Weltraum selbst hat nämlich keine "Temperatur" und er ist auch nicht "kalt", nur Materie kenn eine Temperatur haben. Gruß, BigBang 09:08, 31. Mai 2007 (CEST)
- Hallo BigBang, warum sollte es seltsam sein, wenn alle kalte Materie im Universum 3K hätte? Gehen wir mal vom Urknall weg und stellen wir uns ein zeitlich und räumlich unendliches Universum vor. Wir sehen also in jede Richtung zig Billiarden Materieklümpchen auf jeder Bogenminute. Laut den Gesetzen der Statistik ist es förmlich zwingend, dass die Temperatur all dieser Einzelelemente eine einheitliche statistische Verteilung aufweisen muss. Das es nun ausgerechnet 2,7 Kelvin sind, kann durchaus Zufall sein. Aber zurück zum Urknall. Warum stimmt hier der gemessene Wert so schön mit der Theorie überein? Wenn man bei Wikipedia unter dem Stichpunkt Urknall (Abschnitt Forschungsgeschichte, ganz unten) nachliest, wird der Grund ersichtlich. Aus der Temperatur der Hintergrundstrahlung wurde auf das Alter des Universums geschlossen und nicht andersrum. So ist es also kein Wunder, dass die 2,7Kelvin so schön in das Urknallmodell passen. Wären es 1,5Kelvin, so würde heute das Alter des Universums vielleicht mit 25 Mrd. Jahre angegeben werden und die Daten wären auch wieder mit dem Urknallmodell vereinbar. Ein höheres Alter des Universums wäre übrigens besser. Denn viele Messdaten in der Sternen- und Galaxienentwicklung würden ein älteres Universum ganz gut vertragen können. Viele Grüße sendet Bernd Jaguste 03. Juni 2007
- Ein paar Einwände hätte ich da schon. Erstens wäre die Strahlungsdichte bei einem unendlichen Universum mit konstanter Dichte ebenfalls unendlich, denn die Abstrahlung nimmt mit zu und verteilt sich auf eine Kurgeloberfläche, so dass insgesamt eine Zunahme linerar mit dem Radius nach Integration herauskommt. Zweitens ist die Überlagerung meherer schwarzer Strahler unterschiedlicher Temperatur nicht identisch mit der der Strahlung eines schwarzen Strahlers einer mittleren Temperatur. Wie aus dem BigBang-Modell die Strahlung eines schwarzen Strahlers mit einer festen Temperatur (ich dachte die Astronmomen sehen die Strahlung ganz unterschiedlicher Zeiten auf der Erde ankommen oder ??) herauskommen soll ist mir jedoch vollkommen unverständlich. Auch der Zusammenhang mit dem Alter des Universums ist mir daher unklar. 84.59.42.96 15:35, 11. Jun. 2007 (CEST)
Noch einmal zum Fernseher
Nach allem was ich hier so gelesen habe, sollte die 3-Kelvinstrahlung nach dem Strahlungsgesetz verteilt sein

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Für kleinere Wellenlänge fällt die Intensität (Exponentialfunktion) drastisch ab und ist im IR definitiv nicht mehr messbar. Dagegen ist der Abfall für größere Wellenlängen nur mit dem Qudrat der Frequenz. Bei 10 cm, etwa der 100-fachen Wellenlänge im Vergleich zum Maximum, ist die Intensität trotzdem kaum noch messbar. Aber die Hintergrundstrahlung hat ja vielleicht noch andere Komponenten, die mit dem Fernseher empfangen werden können. Es wäre natürlich eine gute Idee Geld zu sparen und die Hintergrundstrahlung mit dem Fernseher zu messen, statt Geld für teure Satelliten zu verschwenden 84.59.51.103 23:31, 10. Apr. 2007 (CEST)
- Hallo Anonymus, guter Gedanke! Und dann die Ersparnis, wenn man noch auf die teuren Fernseher verzichtet. Anton 00:18, 12. Apr. 2007 (CEST)
Grafik zur BigBang-Theorie falsch ?
Die Verschiebung des Maximums der Intensität wird durch das Wiensche Verschiebungsgesetz beschrieben. Ich habe gerade mal in dem Artikel nachgelesen und per Überschlagsrechnung festgestellt, dass wie im obiger Grafik zu entnehmen die Intensitätsverteilung ein Maximum bei ca. 1.000 (3.000/3) haben sollte. Dabei ist zu beachten, dass sich die Lage des Maximums fast um einen Faktor 2 verschiebt je nachdem, ob die Intensität pro Wellenlängen- oder Frequenzinterval angegeben wird. Bezogen auf die Wellenlänge liegt das Maximum bei 3 K bei etwa 1.000 oder einem Millimeter. Die andere Abbildung zeigt jedoch ein Maximum bei etwa 5 Zentimenter. Wie ist das zu erklären ?

- Ich dachte vielleicht es könnte eventuell die Energie der Mikrowellenstrahlung in cm−1 angegeben sein (Faktor 2 wegen Frequenz/Energie statt Wellenlänge). Dann scheint die Kurve jedoch seitenverkehrt, weil der flache Abfall auf der Seite der großen Wellenlängen oder kleinen Energien liegen sollte oder ??? 84.59.39.183 10:59, 11. Jun. 2007 (CEST)
- Nein, nicht die Theorie ist falsch, die eine Zeichnung ist es. Das Maximum liegt bei ca. 2000um also 5 Wellen pro Zentimeter. Wer die falsche Zeichnung rein hat weiß ich nicht... Gruß, BigBang 15:47, 11. Jun. 2007 (CEST)
- Ja, das hatte ich doch auch vermutet, die Intensität ist offenbar gegen die Frequenz/Energie in cm−1 aufgetragen und das Maximum ist daher um einen Faktor zwei zu kleineren Energien verschoben wie hier vorgerechnet. So weit so gut, aber der Kurvenverlauf entspricht nicht dem Strahlungsgesetz sondern ist spiegelverkehrt, weil bei hohen Frequenzen/Energien eigentlich ein starker exponentieller Abfall der Intensität zu erwarten ist. Naja, falls eine Verteilung nach dem Strahlungsgesetz vorliegt. Aber warum sollte aus dem BigBang nicht ein gespeigeltes Strahlungsgesetz rauskommen ?
- Wenn die Zeichnung falsch ist, sollte sie doch rausgenommen werden oder ?
Rotverschiebung?
Wie will man denn eine "Rotverschiebung" der 2.7-Kelvin-Strahlung messen? Vielleicht bezogen auf die 4-Kelvin-Strahlung des flüssigen Heliums, das den Vorverstärker kühlt?
Stehende Wellen?
"Stehende Wellen" sollen in der Hintergrundstrahlung beobachtet worden sein? Einmal quer durchs Universum laufende Infrarotwellen und dann immer wieder hin- und herreflektiert, oder wie? Das Universum wummert dann wie ein schlecht gedämpfter Abhörraum bei bestimmten Resonanz-Frequenzen? Warum sieht man solche Resonanzen nicht in der Temperaturverteilung? Oder hat man sie da heraus-equalized?
Die ganze Story stinkt wieder nach US-Propaganda für wissenschaftliche Hochstapler. Auch daß man mit COBE die Lage des doch recht breiten und oben flachen 2.7K-Temperaturstrahlungs-Peaks auf 0.0001 Kelvin genau bestimmt und in diesem feinen Bereich dann auch noch signifikante Meßeffekte in der Winkelverteilung gesehen haben will: Das soll denen mal das Stockholmer Nobel-Kommittee mit seinem stets offenen Händchen in Richtung Washingtoner Regierung glauben.
Ich meine: Verscheißern können wir uns auch alleine, dafür brauchen wir keine Amerikaner.
Wenn ich noch etwas Politisches anmerken darf: Wenn man alle Staaten Europas, Afrikas und Asiens zusammenschlösse zu einer engen EAA-Kollaboration in allen Wissenschaftsfragen (und nicht nur dort), dann hätte man dergestalt die Macht, der korrumptiven Power der USA zu widerstehen und endlich einmal ein realistisches Weltbild, frei von nationalistischen und rassistischen Erwägungen, zu erarbeiten. Zu unserem Thema der kosmischen Hintergrundstrahlung: Ich fände es sehr interessant, die Ergebnisse eines EAASA-Satelliten, der konkurrenzfähig sein könnte zu NASA's COBE, mit dessen Resultaten zu vergleichen.
Claudio Giardinieri
- Ich weiß zwar nicht, was Deine politischen Schimpftiraden mit der Hintergrundstrahlung zu tun haben sollen (ist das der übliche Ton an der Universitaet Hamburg?) - aber in ein paar Jahren kannst Du die COBE-Daten mit den Planck-Daten vergleichen (soll nächstes Jahr starten). -- srb ♋ 10:11, 10. Mai 2007 (CEST)
- Was hat denn das mit den Amerikanern zu tun? Die machen ihren Job genauso wie alle anderen und auch deutsche Wissenschaftler waren sehr angetan von den COBE Daten. Auch waren die Wellen damals alles andere als im Infrarotbereich, sie besaßen das Spektrum von einem mehrere tausend Grad heißen Schwarzkörper. Es war die Expansion des Raumes welche gestreute Wellen auf das Infrarot verlängerten das wir heute sehen. COBE besaß ein Bolometer welches im mittleren bis hin zum fernen Infrarot arbeitete - eine enorme Leistung damals. Es besaß ein DEWAR und... nur zur Information: Helium das im Vakuum verdampft erreicht eine Temperatur von ~1.4 K - schon mal was von Verdampfungsenthalpie gehört? Also - erst mal Fragen stellen anstatt gleich die Klappe so weit aufzureissen. Grüße, BigBang 00:36, 15. Mai 2007 (CEST)
- Hast Du auf meinen Kommentar geantwortet? -- srb ♋ 00:51, 15. Mai 2007 (CEST)
- Jain, eher auf den vorigen - wenns recht is... Gruß, BigBang 20:29, 16. Mai 2007 (CEST)
- Was hat denn das mit den Amerikanern zu tun? Die machen ihren Job genauso wie alle anderen und auch deutsche Wissenschaftler waren sehr angetan von den COBE Daten. Auch waren die Wellen damals alles andere als im Infrarotbereich, sie besaßen das Spektrum von einem mehrere tausend Grad heißen Schwarzkörper. Es war die Expansion des Raumes welche gestreute Wellen auf das Infrarot verlängerten das wir heute sehen. COBE besaß ein Bolometer welches im mittleren bis hin zum fernen Infrarot arbeitete - eine enorme Leistung damals. Es besaß ein DEWAR und... nur zur Information: Helium das im Vakuum verdampft erreicht eine Temperatur von ~1.4 K - schon mal was von Verdampfungsenthalpie gehört? Also - erst mal Fragen stellen anstatt gleich die Klappe so weit aufzureissen. Grüße, BigBang 00:36, 15. Mai 2007 (CEST)
Hier mal schnell zum Verstaendnis: Bei den "stehenden Wellen" handelt es sich nicht um solche in der Hintergrundstrahlung selbst, sondern um akustische Wellen in dem stark gekoppelten Brei aus baryonischer Materie, dunkler Materie und Strahlung in der Zeit vor der Entkopplung (die gegeneinander wirkenden Kraefte sind die gravitative Anziehung in Richtung auf ueberdichte Gebiete und der Strahlungsdruck, der dem resultierenden Gravitationseinfall entgegen wirkt. Diese "Wellen" bestimmen die statistischen Eigenschaften der resultierenden Dichteverteilung zum Zeitpunkt der Entkopplung, die wiederum die statistischen Eigenschaften (das Leistungsspektrum) der Richtungsabhaengigkeit der Temperatur des CMB bestimmt.--Wrongfilter ... 23:57, 16. Mai 2007 (CEST)
Ungelöste Probleme
Der Artikel ist leider in ziemlich schlechtem Zustand, insbesondere der Abschnitt "Ungelöste Probleme". Die unverstandenen Aspekte muessen natuerlich erwaehnt werden, nehmen meines Erachtens aber zu viel Raum im Vergleich zu der Bedeutung dessen, was wir von der Hintergrundstrahlung verstehen. Leider wurde der Abschnitt wohl weitgehend von jemandem geschrieben, der den Artikel aus SuW gelesen hat, ohne allerdings das notwendige Hintergrundwissen mitzubringen. Ich weiss, ich sollte das selbst verbessern, aber die Zeit, die Zeit... Die Unterschrift zu der Abbildung habe ich mal eben gerettet, aber in der Form ist das natuerlich kaum verstaendlich.--Wrongfilter ... 23:50, 16. Mai 2007 (CEST)
- Habe versucht ihn etwas zu reduzieren und umzuformulieren. Ungelöste Probleme finde ich zu negativ... habs umbenannt, da ich mich zum positiv denken ermahne... Ich zweifle aber an der korrekten Wiedergabe des Inhalts der SuW, kann es aber ebenfalls nicht nachprüfen. Gruß, BigBang 16:29, 21. Mai 2007 (CEST)
- Wenn Du an einer korrekten Wiedergabe des Artikel in SUW zweifelst, dann kansst du mir eine Mail schicken und ich kann dir den Artikel zuschicken,--Roland Schmid 21:34, 29. Mai 2007 (CEST)
- Ich wäre mit einer Bestätigung der korrekten Widergabe durchaus von qualifizierter Stelle durchaus zufrieden, stimmt das so? Ist dort tatsächlich eine Abweichung auf einen nicht meßtechnisch bedingte Ursache zurückzuführen? Gruß, BigBang 09:56, 31. Mai 2007 (CEST)
Zeichnung
Die Zeichnung (Excel Blatt?) von "Anton", das Schwarzkörper Spektrum, ist verwirrend. Ich bin auch beinahe reingefallen, weil es keine Einheit für die Intensität angibt. Hier sollte ein neues Diagramm her, denn man fragt sich zurecht, warum die Werte beim "nachrechnen" nicht passen. Hier sollte eine Erklärung oder Ähnliches eingefügt werden, am besten aber einfach die Einheit dazu, damit es wissenschaftlich korrekt ist. Gruß, BigBang 16:13, 11. Jun. 2007 (CEST)