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Retinoschisis

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Retinoschisis (griech. schisis Spaltung) bezeichnet eine primäre Netzhautspaltung (Spaltung der Retina) in zwei Schichten mit Schichtrupturen, und zumeist beiderseitigen Netzhautdefekten (durchlöcherte, gefäßhaltige Membranbildungen).

Es gibt die erworbene Form der Retinoschisis, die sich im mittleren Alter zeigt, am häufigsten bei weitsichtigen Männern ab 50. Als Behandlung werden Laser- und Kryotherapie eingesetzt, um ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern.

Die seltene Form der juvenilen (angeborenen) Retinoschisis ist an das X-Chromosom gebunden und wird rezessiv vererbt. Sie tritt nur bei Männern auf. Diese Form führt schon beim Kind zu starken Sehbehinderungen und kann bis zur Erblindung führen.

Literatur

Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 256. Auflage, de Gruyter 1990. S. 1442.

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