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Brückenkopf

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Als Brückenkopf oder Brückenschanze wird eine Wehranlage bezeichnet, die zur Sicherung einer Flussbrücke errichtet wird.

Neuzeitliche Brückenköpfe wurden häufig als Hornwerk oder Redan ausgeführt, konnten aber wie der Brückenkopf Jülich auch den Grundriss eines Kronwerks aufweisen.

Im heutigen Sprachgebrauch ist mit einem Brückenkopf eine militärische Stellung auf feindlichem Territorium gemeint, welche vom eigenen Territorium durch einen Fluss, einen See oder ein Meer getrennt ist. Zielsetzung ist es einen Raum zu schaffen, welcher ein sicheres Anlanden des Nachschubs und der Truppen ermöglicht. Derartige Stellungen können im Rahmen einer amphibischen Operation erkämpft werden, wie etwa im Zweiten Weltkrieg bei der alliierten Landung in der Normandie. Auch beim Rückzug eines Heeres können Brückenköpfe entstehen, so zum Beispiel der zwischen Januar und Oktober 1943 von Wehrmachtstruppen gehaltene Kuban-Brückenkopf.

Wie auch andere militärische Ausdrücke (Peloton, Attacke) hat auch der Begriff des Brückenkopfes Eingang in den Fachjargon des Radrennsports gefunden. Dort bildet man beispielsweise auf langen Bergetappen einen Brückenkopf vor dem Hauptfeld, der später dem Favoriten helfen kann, die Gegner zu zermürben und sich abzusetzen.

Literatur

Siehe auch