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Deutschland

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Die Bundesrepublik Deutschland (Kurzform: Deutschland, BRD) ist ein föderal organisierter parlamentarisch-demokratischer Staat in Europa. Die offizielle Amtssprache ist Deutsch, als Minderheitensprachen anerkannt sind Dänisch, Friesisch und Sorbisch. Anerkannt ist seit 1994 durch die EU auch in eingeschränkter Weise Niedersächsisch (Plattdeutsch).

Als Zweitsprachen werden unter Anderem Englisch (35 Mio.) und Französisch (8 Mio.) gesprochen. Beide Sprachen werden neben Latein und Deutsch offiziell an deutschen Schulen zwischen der 5. und 11. Klasse unterrichtet. Andere Sprachen wie zum Beispiel Russisch (5 Mio.), Türkisch (2 Mio., davon fast alle Sprecher Muttersprachler), Polnisch (1 Mio.) und Spanisch werden hauptsächlich von in Deutschland lebenden Ausländern, von im Ausland geborenen deutschen Staatsbürgern sowie deren Familienangehörigen gesprochen, werden jedoch auch außerhalb der Pflichtschulzeit an Schulen unterrichtet. Zahlen in Klammern sind Schätzungen, da hierzu keine genauen Zahlen existieren -u.a. auf Grund der Heterogenität der betr. Bevölkerungsgruppen.

Siehe auch hierzu:


Eine Landkarte Deutschlands mit den wichtigsten Städten aber ohne Grenzen der Bundesländer
Karte

Bundesländer

Deutschland ist eine Bundesrepublik und besteht aus den folgenden Bundesländern:

Geographie

Städte

Wichtige Städte sind Aachen, Augsburg, Berlin, Bochum, Bonn, Brandenburg an der Havel, Bremen, Bremerhaven, Chemnitz, Cottbus, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Duisburg, Erfurt, Essen (Ruhr), Frankfurt am Main, Frankfurt (Oder), Freiburg im Breisgau, Halle (Saale), Hamburg, Hannover, Heidelberg, Jena, Kaiserslautern, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Koblenz, Köln, Leipzig, Lübeck, Lüneburg, Magdeburg, Mainz, Mannheim, Mönchengladbach, München, Münster (Westfalen), Neubrandenburg, Nürnberg, Osnabrück, Rostock, Saarbrücken, Schwerin, Stuttgart, Trier, Wiesbaden, Würzburg. (siehe auch: Städte in Deutschland)

Staatsgrenzen

Deutschland grenzt an die Nordsee, Dänemark, die Ostsee, Polen, Tschechien, Österreich, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande.


Politisches System

Bundeshauptstadt ist Berlin, die Bundesregierung hat ihren Sitz in Berlin. Das politische System der Bundesrepublik Deutschland ist auf der Grundlage seiner Verfassung, dem Grundgesetz, nach den Prinzipien der Gewaltenteilung organisiert. Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident. Gesetzgebende Gewalt, die Legislative, ist der Bundestag zusammen mit dem Bundesrat, vollziehende Gewalt, die Exekutive, ist die Bundesregierung mit dem Bundeskanzler an der Spitze. Rechtsprechende Gewalt, die Judikative oder Justiz, sind die Gerichte, oberste Gerichte sind das Bundesverfassungsgericht, das Bundesverwaltungsgericht und der Bundesgerichtshof.

Kriege seit 1945

1999 Beteiligung am Krieg der NATO gegen die Bundesrepublik Jugoslawien
2002 Beteiligung am Anti-Terror-Krieg in Afghanistan und der Friedensmission ISAF

Kultur

Auf Grund der föderativen, also dezentralen Struktur Deutschlands gibt es eine Vielzahl von kulturellen Institutionen und Ereignissen vor allem in den großen Städten des Landes. Beispiele: Bayreuther Festspiele, Berliner Festwochen, Berliner Philharmoniker, Lange Nacht der Museen in Berlin, Frankfurter Buchmesse, Leipziger Büchermesse, Kurzfilmtage in Oberhausen

Bevölkerung

Die Bundesrepublik Deutschland hat rund 82,5 Millionen Einwohner (Stand 31. 12. 2002, plus 96.000 gegenüber Vorjahr), davon rund 75 Millionen Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit und rund 7,5 Millionen Ausländer. Die leichte Steigerung der Bevölkerungszahl ist vor allem auf Zuwanderung zurückzuführen.

Die Veränderung der Einwohnerzahl setzt sich aus mehreren teils gegenläufigen Summanden zusammen. Einerseits gibt es einen steigenden Sterbeüberschuss von 122.000 Personen und andererseits einen seit 1998 ebenfalls steigenden Zuwanderungsüberschuss von 219.000 Personen. Dieser setzt sich aus 656.000 zugewanderten Ausländern (darunter 71.000 Asylsuchende) gegenüber 504.000 abwandernden Ausländern sowie aus 187.000 zuziehenden Deutschen (darunter 79.000 sog. Spätaussiedler) gegenüber 119.000 auswandernden Deutschen zusammen.

2002 wurden 154.547 in der BRD lebenden Ausländer eingebürgert. Die meisten von ihnen (66.631 = 41,8%) waren Türken. Auf den nächsten Rängen folgen die bisherige Staatsbürgerschaft der Islamischen Republik Iran (13.026) sowie von Serbien/Monetengro (8.375). Alle anderen hatten einen Anteil von jeweils unter 5% der Einbürgerungen. Insgesamt ging die Zahl die Einbürgerungen wiederum zurück, nachdem sie im Jahr 2000 ihren bisherigen historischen Höchststand erreicht hatte.


Religion

Deutschland ist das Mutterland der Reformation. 1517 griff Martin Luther die katholische Kirche an, die in seinen Augen eine Veräußerlichung und Kommerzialisierung des Glaubens betrieb. Somit prägte er entscheidend die europäische und Weltgeschichte und etablierte den Protestantismus als zweitgrößte Religionsgemeinschaft Deutschlands.

Vor dem 2. Weltkrieg waren über 2/3 der Deutschen protestantisch und 1/3 Römisch-Katholisch. Vor allem im Norden und Nordosten Deutschlands überwog die Zahl der Protestanten.

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantiert die Glaubens- und Religionsfreiheit. Es besteht keine rechtliche Diskriminierung religiöser Ansichten.

Gegenwärtig gehören etwa 67 % der Deutschen, über 55 Millionen einer christlichen Kirche an. Etwa die Hälfte sind Protestanten; die andere Hälfte Katholiken. Die meisten deutschen Protestanten sind Mitglieder der Evangelischen Kirche in Deutschland. Annähernd 3 Million Muslime und 100.000 Juden leben in Deutschland.


Sport

Siehe auch: Grundgesetz (Quellentext) -- Deutsche Nationalhymne -- Politische Parteien in Deutschland -- Geschichte Deutschlands -- Deutschland -- Konfessionen in Deutschland Deutsche Inseln Deutschland-Statistik (1925)


Europäische Union:
Belgien | Dänemark | Deutschland | Finnland | Frankreich | Griechenland | Irland | Italien | Luxemburg | Niederlande | Österreich | Portugal | Schweden | Spanien | Vereinigtes Königreich