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Griffonia simplicifolia

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Afrikanische Schwarzbohne

Afrikanische Schwarzbohne (Griffonia simplicifolia)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Tribus: Cercideae
Gattung: Griffonia
Art: Afrikanische Schwarzbohne
Wissenschaftlicher Name
Griffonia simplicifolia
Baill.

Die afrikanische Schwarzbohne (Griffonia simplicifolia) ist ein verholzende Schlingpflanze die in den Regenwäldern von Westafrika und Zentralafrika beheimatet ist. Sie wird etwa 3 m hoch, trägt grünliche Blüten sowie schwarze Schoten. Die Größe und Form der Pflanze kann sich in Abhängigkeit von der Umgebung und den Wachstumsbedingungen jedoch stark unterscheiden. In einigen Fällen können Griffonia simplicifolia-Pflanzen höher als 3 Meter wachsen, während andere Pflanzen eine kriechende Wuchsform annehmen können.[1]

Taxonomie

Griffonia simplicifolia ist eine Pflanzenart aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae). Sie wird manchmal auch als Bandeira bezeichnet. Es gibt mehrere Unterarten von Griffonia simplicifolia, darunter Griffonia simplicifolia subsp. simplicifolia und Griffonia simplicifolia subsp. platycarpa. Es gibt unterschiedliche Ansichten darüber, wer oder was die Namensgebung für die Gattung Griffonia beeinflusst hat. Einige Quellen deuten darauf hin, dass die Gattung von Henri Baillon zu Ehren von Marie-Théophile Griffon du Bellay benannt wurde, einem französischen Naturforscher, der in Gabun arbeitete und eine bedeutende Sammlung von Pflanzen und Tieren aus der Region zusammentrug und auch die Eigenschaften von Griffonia simplicifolia beschrieb.[2]

Inhaltsstoffe und Verwendung

Die Afrikanische Schwarzbohne wird seit langem in der traditionellen afrikanischen Medizin verwendet und enthält eine Verbindung namens 5-Hydroxytryptophan (5-HTP),[3] die im Körper in Serotonin umgewandelt wird.[4] Serotonin ist ein Neurotransmitter, der eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Stimmung, des Schlafes, des Appetits und anderer Körperfunktionen spielt.

Die Verwendung von Griffonia simplicifolia und 5-HTP als Nahrungsergänzungsmittel hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, da sie zur Behandlung einer Vielzahl von Zuständen wie Depressionen, Angstzuständen, Schlafstörungen, Fibromyalgie und Migräne eingesetzt werden kann. Es gibt jedoch begrenzte wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit von Griffonia simplicifolia und 5-HTP bei der Behandlung dieser Zustände, und es gibt auch mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Auf Griffonia basierende Arzneimittel wurden daher in Deutschland 1992 wieder vom Markt genommen.[5][6]

Wirtschaftliche Bedeutung

Es gibt einen beträchtlichen Handel mit Griffonia simplicifolia-Extrakten und Samen,[7] insbesondere zwischen afrikanischen Ländern und asiatischen Ländern wie China und Japan, die große Mengen des Extrakts für den Verkauf als Nahrungsergänzungsmittel importieren. Nach Angaben der Welthandelsorganisation (WTO) betrug der Gesamtwert der Weltexporte von Griffonia simplicifolia-Extrakten im Jahr 2019 rund 17,2 Millionen US-Dollar.

Allerdings gibt es auch Bedenken hinsichtlich des nachhaltigen Anbaus und der Ernte von Griffonia simplicifolia, da die Art in einigen Regionen Afrikas durch Überernte und Lebensraumverlust gefährdet ist. Es gibt Bestrebungen, den Anbau und die Ernte von Griffonia simplicifolia nachhaltiger zu gestalten und den Schutz der Art und ihres Lebensraums zu verbessern.[8]

Einzelnachweise

  1. Musibau Muyiwa Balogun, Muhali Olaide Jimoh, Oluwatoyin Temitayo Ogundipe: Conservation of a Rare Medicinal Plant: A Case Study of Griffonia simplicifolia (Vahl ex DC) Baill. In: European Journal of Medicinal Plants. 27. Juli 2020, ISSN 2231-0894, S. 152–160, doi:10.9734/ejmp/2020/v31i1030291 (journalejmp.com [abgerufen am 5. März 2023]).
  2. http://ecole.nav.traditions.free.fr/officiers_griffon_theophile.htm Retrieved at 10.02 on 31/10/20.
  3. E Emanuele, M Bertona, P Minoretti, D Geroldi: An open-label trial of L-5-hydroxytryptophan in subjects with romantic stress. In: Neuro Endocrinology Letters. 31. Jahrgang, Nr. 5, 2010, S. 663–6, PMID 21178946 (englisch).
  4. Peter A. Lemaire, Reimmel K. Adosraku: An HPLC method for the direct assay of the serotonin precursor, 5-hydroxytrophan, in seeds of Griffonia simplicifolia. In: Phytochemical Analysis. 13. Jahrgang, Nr. 6, 2002, S. 333–7, doi:10.1002/pca.659, PMID 12494751 (englisch).
  5. M. D. Josep Lluís Berdonces: Griffonia simplicifolia. In: Zeitschrift für Phytotherapie. Band 36, Nr. 02, April 2015, ISSN 0722-348X, S. 85–91, doi:10.1055/s-0041-100505 (thieme-connect.de [abgerufen am 5. März 2023]).
  6. Marktrücknahme von Oxitriptan (LEVOTHYM). arznei-telegramm 2/92.
  7. Export of Griffonia Simplicifolia Seed. In: Tridge. Abgerufen am 5. März 2023 (englisch).
  8. African Natural Plant Products: New Discoveries and Challenges in Chemistry and Quality (= ACS Symposium Series). American Chemical Society, Washington DC 2010, ISBN 978-0-8412-6987-3, doi:10.1021/bk-2009-1021.ix002 (acs.org [abgerufen am 5. März 2023]).


[[Kategorie:Hülsenfrüchtler]]