Joan Lui
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Joan Lui (Originaltitel: Joan Lui - Ma un giorno nel paese arrivo io di lunedì ("Eines Tages werde ich kommen und es wird Montag sein") ist ein italienischer Musikfilm aus dem Jahr 1985, der von Adriano Celentano geschrieben, inszeniert, geschnitten, vertont und gesungen wurde. Es war der vierte und letzte Film, in dem Celentano sowohl Regie führte als auch die Rolle des Hauptdarstellers übernahm. Darüber hinaus war Joan Lui auch der letzte Film, in dem Claudia Mori mitwirkte bevor sie ihre 26-jährige Schauspielkarriere beendete. Der Film war einer der teuersten (mit etwa 20 Milliarden Lire) im italienischen Kino und war mit verschiedenen Produktions- und Vertriebsproblemen verbunden; Am Ende der Saison 1985/86 belegte er den 23. Platz auf der Rangliste der italienischen Kinocharts. Auch in Deutschland und Russland schaffte es Joan Lui in die Top 30.[1].
Handlung
Joan Lui, ein Prediger unbekannter Herkunft und Vergangenheit erreicht nach einer schwierigen Zugfahrt und langem Fußmarsch endlich Italien. Dort angekommen wird er Zeuge eines Tumults in dessen Verlauf Emanuela Carboni, die Tochter eines Großindustriellen, entführt wird. In Folge einer Personenkontrolle entdecken die eingetroffen Sicherheitskräfte, daß über Joan Lui keinerlei Informationen existieren ‒ der Computer der Beamten spielt bei der Abfrage des Namens verrückt. Joan Lui verwickelt die anwesenden Polizisten in einen Dialog über die Probleme der modernen zivilisierten Gesellschaft und offenbart sich schließlich als der auf die Erde zurückgekehrte Messias.
Durch seine Musik und seine unvorhersehbaren Aktionen wird Joan Lui schnell international bekannt - die Weltöffentlichkeit blickt auf ihn. Judy Johnson, eine einflussreiche Managerin sucht Joan nach einem seiner Konzerte auf, um ihm einen Vertrag anzubieten. Doch als sie ihm gegenübersteht erleidet sie einen Anfall. Joan Lui unterzeichnet den Vertrag und innerhalb von kürzester Zeit erobert er die Spitze der weltweiten Musikcharts. Einzig und allein die russischen Medien weigern sich bislang gegen jede Art von Berichterstattung über Joan Lui. Tina Foster, die einflussreiche Verlegerin einer großen russischen Zeitung und gute Bekannte von Judy Johnson besucht bald darauf eines von Joans Konzerten. Sie ist neugierig darauf, ob Joan Lui politisch Stellung beziehen wird. Das Konzert in der Tempeldisco gerät jedoch aus den Fugen, als Joan Lui beginnt in einer seltsamen Sprache zu singen und er bei einer Art aufkommendem Sturm in der Disco zahlreiche kranke Menschen heilt. Judy Johnson wird danach in der Nacht von Albträumen geplagt und am nächsten Tag gibt es Streit im Büro der Produktionsfirma, weil Joan Lui sich nach ihrer Ansicht nicht an den Vertrag hält. Sie eröffnet ihm, dass er auf Wunsch des italienischen Präsidenten eine Auszeichnung erhalten soll, doch Joan fordert seinerseits vom Präsidenten als Anerkennung den uneingeschränkten Zugriff auf alle Fernsehübertragungen. Zur Überraschung aller Beteiligten gewährt der Präsident Joan Lui die Forderung. Das italienische Parlament stürzt in eine Krise; es hagelt Kritik und die Oppositionsparteien kündigen ein Vorgehen gegen die Entscheidung des Präsidenten an.
Auf der Heimfahrt nach dem darauffolgenden Konzert wird Joan Lui entführt und trifft auf Jarak, einen sehr mächtigen orientalischen Geschäftsmann, der in Wahrheit der Satan in Menschengestalt ist. Es stellt sich heraus, dass Jarak einer der Geheilten aus der Tempeldisco ist. Jarak will Einfluß nehmen auf Joan Lui, weil dieser jetzt das Fernsehnetz kontrolliert und bietet ihm Macht, Besitz und Reichtum an. Doch Joan Lui antwortet ihm zunächst nicht. Unterdessen laufen im Management die Telefonleitungen heiß, denn Joan Lui ist seit über einem Monat verschwunden. Die Rundfunk- und Fernsehanstalten senden ein Interview mit Tina Foster, die über Joan Lui und Politik spricht, sowie Berichte über Emanuela Carboni, die entführte Tochter des Großindustriellen. Zurück in der Produktionsfirma stellt Joan Lui ein Team aus jungen Künstlern zusammen ‒ Tänzer und Musiker ‒ mit denen er von nun an seine Auftritte im nationalen Fernsehen inszenieren will. Als infolgedessen eine öffentliche Übertragung der Oper des Barbier von Sevilla unterbrochen wird, löst dies bei den Rundfunkanstalten einigen Ärger aus und es gehen Protestanrufe aus der Bevölkerung ein. Überall wird angekündigt, dass Joan Lui am kommenden Montag zum ersten Mal im Fernsehen zur italienischen Bevölkerung sprechen wird. Im Redaktionsbüro der russischen Zeitung behauptet Tina Foster derweil, Joan Lui würde mit der Regierung in Italien gemeinsame politische Ziele verfolgen. Sie plant Joan Luis guten Ruf absichtlich schädigen und forscht nach dessen Herkunft und Vergangenheit. Von ihren Mitarbeitern erfährt sie, daß darüber keine Informationen existieren. Energisch treibt sie ihre Mitarbeiter zu mehr Engagement an. Als am Montag in Italien endlich die allseits mit großer Spannung erwartete Fernsehansprache beginnt, bricht Joan Lui die Übertragung gleich zu Beginn ab. Große Verwirrung herrscht überall und Fragen an den Präsidenten werden laut, doch dieser kommentiert nur, daß der Auftritt Joan Luis die höchsten Einschaltquoten in der Fernsehgeschichte gebracht habe. In der Zeitungsredaktion in Russland reichen derweil die engsten Mitarbeiter von Tina Foster ihre Kündigung ein, mit der Bemerkung, ihr fehle es an sexueller Befriedigung. Auch Tinas Vorgesetzter weist sie darauf hin daß sie sich das Thema Joan Lui viel zu sehr zu Herzen nähme. Im folgenden Streit kritisiert Tina offen den Führungsstil ihres Vorgesetzten sowie dessen politische Befangenheit. Wenig später erscheint Joan Lui persönlich in ihrem Büro und predigt ihr von Liebe und Gerechtigkeit zwischen den Menschen. Er teilt ihr mit, daß er sie liebt, wobei unklar bleibt, ob er dies direkt persönlich meint oder allgemein auf Menschlichkeit bezogen. Tina droht ihm darauf, ihn mit ihrem nächsten Presseartikel zu zerschmettern.
Im Versteck der entführten Emanuela Carboni versuchen die Erpresser ihre Gefangene zum Konsum von Heroin zu überreden. Doch Emanuela zeigt kein Interesse. Während der darauffolgenden Fernsehübertragung eines wichtigen Fußballspiels schaltet ein Sprecher aus dem Team von Joan Lui dessen unvorbereitete Crew versehentlich live. Joan Lui kommt dazu und bemerkt den Fehler, doch er bleibt gelassen und verkündet eindrücklich die Botschaft "Du sollst nicht töten." Die Erpresser, die Manuela Carboni gerade zu diesem Zeitpunkt töten wollen, sehen die Nachricht im Fernsehen und der Mörder bekommt es mit der Angst zu tun, weil das von Joan Lui Gesagte ihn direkt und unmissverständlich anspricht ‒ und somit dieser Moment für ihn eine ganz spezielle Bedeutung bekommt. Im allerletzten Moment entscheidet er sich dazu, sein Opfer am Leben zu lassen und schenkt ihr die Freiheit. Auch ein Güterzug, geladen mit Giftmüll, wird durch Joan Luis Fernsehansprache von der Polizei gefunden und beschlagnahmt. Die Beamten entdecken darin außerdem tote menschliche Föten, welche illegal an die Kosmetikindustrie geliefert werden sollten. Der Zuschauer erfährt zudem, daß Jarak (Satan) hinter der kriminellen Aktion steckt. Weitere Ermittlungen decken auf, daß auch hochrangige Politiker in den Fall verwickelt sind, was weitere Verhaftungen und eine erneute Regierungskrise mit sich bringt.
In der folgenden Nacht im dunklen Sendestudio hat Joan Lui einen Traum, in dem Tina Foster ein glückliches, unbeschwertes Leben lebt und frei ist von den Zwängen des politischen Systems, dessen Gefangene sie ist. Kurz darauf erhält Joan einen Anruf von Jarak, der ihn davor warnt, weiter Einfluß auf die Gesellschaft zu nehmen. Jarak droht damit, ihn bei seinem nächsten Fernsehauftritt vor den Augen aller Zuschauer zu töten. Als der Sendetermin gekommen ist, gibt es bereits bei den Vorbereitungen Ärger. Unruhestifter zwischen den angereisten Zuschauern im Saal stören den Ablauf des Geschehens. Unter den Gästen befindet sich auch Manuela Carboni, die freigelassene Tochter des Großindustriellen. Zur selben Zeit zelebriert Jarak in seinen Gemächern bereits die Ermordung Joan Luis, in symbolischer Form einer Kreuzigung. Auch Tina Foster, die bereits an ihrem Negativbericht über Joan arbeitet, schaut der Fernsehübertragung zu. In der nun folgenden Rede kritisiert Joan Lui die grassierende Weltmacht der wirtschaftlichen Konzerne und gibt der Bevölkerung für diese Situation die Mitschuld. Er klagt die Politik an, unter dem Vorwand der Gleichheit für alle manchmal die Vielfalt der Menschen zu verkennen ‒ obgleich er die Grundidee von Parteien, Gutes für die Menschen tun zu wollen, gutheißt. Doch Korruption zerstöre Parteien und die Politik und die Bevölkerung träge auch hier Mitschuld, da es die korrupten Machthaber in die Regierung wählt. Joan Lui nimmt Bezug auf die Menschheitsgeschichte und verurteilt diejenigen, die aus Unzufriedenheit ihre Vorbilder und Volksvertreter töten. Kurz darauf wird Joan vor den Augen aller von einem Attentäter aus dem Publikum erschossen. Panik bricht aus und eine wilde Schießerei beginnt, doch Joan Lui erhebt sich und ist trotz seiner tödlichen Verletzungen wieder am Leben. Die Menschenmenge verharrt regungslos und Jarak bekommt einen Tobsuchtsanfall. In seiner Wut beschwört Jarak das Ende der Welt herauf und die Apokalypse reißt die Menschheit einschließlich ihm selbst in den Abgrund. Noch bevor die Zerstörung endgültig einsetzt, erkennt Judy Johnson, daß sie die Reinkarnation von Judas ist, da sie Joan Lui zuvor verkaufen wollte. Sie entschuldigt sich bei ihm und Joan Lui verschwindet vor ihren Augen in der Luft. Tina Foster, die verzweifelt auf ihrer Schreibmaschine tippt, um die wahre Geschichte von Joan Lui niederzuschreiben (eine Einblendung des Deckblatts mit dem Titel legt dies nahe) wird von herbfallenden Trümmerstücken erschlagen. In ihrer Hand hält sie die Nachricht von Joan Lui: "Ich liebe dich".
Produktion
Celentano hatte die Idee zu Joan Lui bereits im Jahr 1978, aber seine damaligen Produzenten zwangen ihn zunächst dazu, die Sache auf Eis zu legen. Erst nachdem sie mit den Filmen Der gezähmte Widerspenstige, Asso, Gib dem Affen Zucker und anderen großen Kassenerfolgen das Image des Sängers als Schauspieler in der Öffentlichkeit festigen konnten, willigten die Produzenten schließlich ein - allerdings im Austausch für zwei weitere seiner schauspielerischen Leistungen: Für die Filme Der Größte bin ich und Der Brummbär.
Die Produktion erwies sich für das damalige Durchschnittsbuget des italienischen Kinos als sehr teuer (mehr als 20 Milliarden Lire), insbesondere im Vergleich zu anderen, weniger "anspruchsvollen" Filmen mit Celentano. Dieser arbeitete etwa zweieinhalb Jahre an der Vorproduktion des Films.[2][3] Auch Silvio Berlusconi und deutsche Geldgeber schlossen sich der Produktion an, um den Film mitzufinanzieren.
Bereits vor Beginn der Dreharbeiten gab es Schwierigkeiten: Durch die Verlängerung der Produktionszeiten saßen Dutzende von Tänzern, die Celentano selbst direkt aus den Vereinigten Staaten angeheuert hatte, wochenlang untätig in Rom fest. Die Unterhaltskosten dafür verschlangen einen Großteil des Produktionsbudgets. Der Film wurde in Genua und in Rom gedreht[4], die Drehzeit betrug fast zehn Monate (von Januar bis Oktober 1985).
Soundtrack
Der Soundtrack von Joan Lui enthält neun Lieder, von denen Adriano Celentano acht Stück selbst singt, sowie einem Lied das von Rita Rusić gesungen wird.
- L'uomo perfetto - 4:58
- Sex Without Love (gesungen von Rita Rusić) - 3:04
- Il tempio - 5:43
- Mistero - 6:00
- Lunedì - 4:43
- Qualcosa nascerà - 6:17
- Splendida e nuda - 5:45
- L'ora è giunta - 8:19
- La prima stella (gesungen von Claudia Mori) - 4:16[5]
Vermarktung
Erscheinungsdaten
Joan Lui wurde am 25. Dezember 1985 in den italienischen Kinos veröffentlicht. Um den Film zu promoten, mietete die Produktion kurz vor der Veröffentlichung eigens Flugzeuge und Helikopter mit Postern des Films.[6] In Russland kam Joan Lui am 17. Juni 1987 in die Kinos[7] Dort wurde eine 125-Minuten-Fassung veröffentlicht. Nachdem es verschiedenen Streitigkeiten im Zusammenhang mit den Entführungsszenen gegeben hatte, kontaktierte Celentano persönlich einen spezialisierten Muttersprachler für die Übersetzung von Rollentexten aus dem Italienischen ins Russische. Aufgrund der begrenzten verfügbaren Zeit war es jedoch nicht möglich, Untertitel einzufügen und man entschied, einen Simultandolmetscher im Kinosaal einzusetzen. Die Neuauflage des Films und alle anderen Restaurierungsarbeiten erforderten Kosten von insgesamt 20 Milliarden Lire.[8]
Kontroverse und Beschlagnahme
Als der Film am 25. Dezember 1985 in die italienischen Kinos kam, hatte er für damalige Verhältnisse eine beachtliche Laufzeit (163 Minuten).[6] Dem Produzenten des Films, Cecchi Gori, mißfiel die Überlänge, weil in den Kinos dadurch nur drei Vorführungen pro Tag abgehalten werden konnten, anstatt von vieren, was höhere Kasseneinnahmen gebracht hätte.[9]
In den ersten Wochen der Vorführung stieß der Film sowohl bei der Fachkritik als auch beim Publikum auf verhaltene Reaktionen, was erahnen ließ, dass man dort die musikalisch-erzählerische Kulisse des Films nicht besonders zu schätzen wusste.[10] Nach etwa einem Monat hatte der Film nur 4,7 Milliarden Lire eingenommen - ein Betrag, der im Vergleich zu den ursprünglichen Produktionskosten (20 Milliarden Lire) verschwindend gering war. Die Produzenten nahmen angesichts dieser Umstände Kürzungen an der Originalfassung des Films vor, allerdings ohne Celentano darüber zu informieren. Diese veränderte Fassung war um dreißig Minuten kürzer als das Original (Gesamtlänge 133 Minuten[6]) und wurde in Mailand uraufgeführt. In Rom blieb weiterhin die Originalfassung in den Kinos. Doch auch die gekürzte Version erwies sich als Flop, außerdem waren durch die hastige Bearbeitung unter Zeitdruck deutlich erkennbare Qualitätseinbußen im Filmmaterial entstanden (Farbsprünge im Druck, Bildkörnigkeit, unpräzise Sequenzschnitte usw.).[9]
Dank eines Hinweises aus Fankreisen bemerkte Celentano die vorgenommene Fassungsänderung und forderte am 5. Januar 1986 die sofortige Beschlagnahme des Films.[11] Er verklagte die Familie Produzenten wegen "Ruinierung seines Kunstwerks und seines Rufes" auf etwa 10 Milliarden Lire Schadensersatz. Außerdem verlangte Celentano die Freistellung von seiner vertraglichen Verpflichtung, an der darauffolgenden Produktion Der Brummbär mitwirken zu müssen.[9] Bei einem Interview in der italienischen Sendung Fantastico sagte Adriano Celentano kurz darauf, er sei bereit die Anklage fallenzulassen, wenn die Originalfassung wiederhergestellt würde.[12] Die erneute Beschlagnahme des gekürzten Films wurde jedoch erst durchgeführt, als dieser bereits aufgrund von zurückgegangenen Zuschauerzahlen aus den Kinos genommen worden war. Insgesamt spielte Joan Lui in Italien 7,3 Milliarden Lire ein.[13]
Später erwarb Celentano die Rechte an dem Film zurück[14] und drehte trotzdem Der Brummbär. Einige Jahre danach wurde der Film für die auf Mediaset ausgestrahlte Fernsehfassung von Celentano selbst nochmals überarbeitet und auf 125 Minuten gekürzt, im Jahr 2011 dann auch auf DVD von Medusa Video veröffentlicht.[6]
In Russland fand der Film große Beachtung; Joan Lui wurde dort auf ausdrücklichen Wunsch des damaligen russischen Präsidenten Michail Gorbatschow gezeigt.[15]
Kritik
Die allgemeine Rezeption von Joan Lui, insbesondere des katholischen und politischen Umfelds zur Zeit der Uraufführung, fiel in Italien größtenteils negativ aus.
Morando Morandini wies dem Film in seinem Lexikon nur anderthalb von fünf Sternen zu und schrieb:
"Un madornale videoclip fondato sullo choc visivo, stracolmo di musica, con scenografie monumentali e montaggio elaborato. Una vera sagra del kitsch anche a livello ideologico." [16]
("Ein enormes Musikvideo, basierend auf visuellen Schockszenen, vollgepackt mit Musik, einigen monumentalen Kulissen sowie mit aufwendiger Nachbearbeitung. Ein wahres Fest aus Kitsch, auch auf ideologischer Ebene.")
Paolo Mereghetti kritisierte die Filmaufführung scharf, vergab in seinem Lexikon einen von vier Sternen (das Minimum) und schrieb:
"Grazie ai soldi dei Cecchi Gori Celentano mette in scena il suo personale delirio di onnipotenza, una personale rilettura del cristianesimo in musical. Scritto, montato, sceneggiato, musicato, interpretato e diretto con assoluta mancanza di qualsiasi misura e pudore, il film è un delirio finto-apocalittico che riesce a elencare, banalmente, i peggiori luoghi comuni del qualunquismo." [16]
("Dank des Geldes der Cecchi inszeniert Gori Celentanos persönlichen Allmachtswahn, eine eigenwillige Neuinterpretation des Christentums als Musical. Geschrieben, geschnitten, geschrieben, vertont, interpretiert und inszeniert mit einem absoluten Minimum an Zurückhaltung und Bescheidenheit, ist der Film ein scheinapokalyptisches Delirium, dem es gelingt, auf simple Weise die schlimmsten Klischees von Gleichgültigkeit aufzulisten.")
Francesco Mininni lobte Celentanos Absichten, obwohl das Urteil über den Film dennoch negativ ausfiel:
"L'ultima follia del molleggiato nazionale: ritenuto da quasi tutti bruttissimo, il film di Celentano, pretenzioso e assolutamente privo di equilibrio narrativo, è comunque un atto di coraggio in tempi di ipocrisia. Non crocifiggiamolo senza discuterne" [17]
("Der neueste Wahnsinn des nationalen Frühlingsfilms: Von fast allen als ziemilch scheußlich bezeichnet, ist Celentanos Film, prätentiös und absolut ohne erzählerische Ausgewogenheit, in jedem Fall ein Akt des Mutes in Zeiten von Heuchelei. Kreuzigen wir ihn nicht, ohne darüber zu sprechen.")
Ausstrahlung im Fernsehen
Die Fernsehpremiere von Joan Lui wurde in Italien am Samstag, den 26. November 1988 um 20:30 Uhr auf dem Sender Canale 5 ausgestrahlt. Diese Fassung wurde von Adriano Celentano selbst bearbeitet, in einer neueditierten Fassung von 125 Minuten Länge.[18] Anschließend wurde die Originalfassung vom Sender Tele Monte Carlo in voller Länge ausgestrahlt.
Einzelnachweise
- ↑ Siehe https://www.hitparadeitalia.it/bof/boi/boi1985-86.htm und Celentano zeigt "Joan Lui" in Moskau, La Repubblica, 17. Juni 1987
- ↑ Joan Lui (Rezension auf www.acfans.it)
- ↑ Interview mit Adriano Celentano in der TV-Show "Fantastico" 1986
- ↑ Joan Lui - Ma un giorno nel paese arrivo io di lunedì (1985) ‒ verifizierte Drehorte, davinotti.com
- ↑ Nicht im Film enthalten
- ↑ a b c d Joan Lui: Langfassung und Kurzfassung
- ↑ Zeitungsartikel in "La Repubblica" ‒ Über die Popularität Adriano Celentanos in Russland
- ↑ Celentano präsentiert Joan Lui in Russland
- ↑ a b c Celentano fordert Beschlagnahme von Joan Lui (www.repubblica.it)
- ↑ Vorlage:Cita news
- ↑ Celentano e "Joan Lui" , stasera arriva la fine del mondo, Corriere della Sera, 17 agosto 1996
- ↑ Celentano a Fantastico 6 su Joan Lui Video YouTube
- ↑ Gli incassi di inizio anno
- ↑ "Joan Lui" la favola di un film, La Repubblica, 26 novembre 1988
- ↑ Celentano a Mosca elogia Gorbacev
- ↑ a b Joan Lui su Whipart
- ↑ Joan Lui - Ma un giorno nel paese arrivo io di lunedì, comingsoon.it
- ↑ La sfida dell'anno del sabato sera
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