Vienna Blood – Der Schattengott
Folge 8 der Reihe Vienna Blood | |
Titel | Der Schattengott |
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Originaltitel | The God of Shadows |
Produktionsland | Vereinigtes Königreich, Österreich |
Originalsprache | Englisch |
Länge | 90 Minuten |
Produktionsunternehmen | Endor Productions, MR Film |
Stab | |
Regie | Robert Dornhelm |
Drehbuch | Stephen Thompson |
Produktion | Oliver Auspitz, Andreas Kamm, Catrin Strasser, Hilary Bevan-Jones, Jeremy Swimer, Carlo Dusi, Rodrigo Herrera Ibarguengoytia |
Musik | Roman Kariolou |
Kamera | Ádám Fillenz Máté Herbai |
Schnitt | Klaus Hundsbichler |
Besetzung | |
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→ Episodenliste | |
Vienna Blood – Der Schattengott (englischer Titel: The God of Shadows) ist ein britisch-österreichischer Fernsehfilm der Krimireihe Vienna Blood aus dem Jahr 2022 von Robert Dornhelm mit Matthew Beard als Arzt und Psychoanalytiker Max Liebermann und Juergen Maurer als Wiener Kriminalbeamten Oskar Rheinhardt. Das Drehbuch von Stephen Thompson basiert auf den Charakteren und Motiven von Frank Tallis.[1] Die BBC-iPlayer-Premiere war am 14. Dezember 2022, die Erstausstrahlung auf ORF2 am 2. Jänner 2023.[2][3] Auf Flimmit wurde die Folge am 26. Dezember 2022 veröffentlicht.[4]
Handlung
In ihrem achten gemeinsamen Fall untersuchen der Wiener Kriminalbeamte Oskar Rheinhardt und der Arzt und Psychoanalytiker Max Liebermann eine Reihe von Einbrüchen, die die Polizei vor ein Rätsel stellt. Eines der Opfer war ein ehemaliger Finanzminister, ein weiteres eine ebenfalls gut situierte Person in Hietzing. Der Dieb dürfte dabei aber kein Interesse an den Wertgegenständen zeigen.
Fräulein Lindner bittet Liebermann, Hauptmann Georg Steiner im Kierling-Haus, einem Heim für ehemalige Armee-Offiziere aufzusuchen und ihn neurologisch zu untersuchen. Der medizinische Leiter Dr. Wiesinger ist allerdings dagegen. Steiner war zuletzt im Boxeraufstand in China im Einsatz und hatte Lindners Vater das Leben gerettet. Bald darauf ist Steiner tot, es wird ein Suizid angenommen. Steiner litt unter dem Wahn, dass ihn eine uralte Gottheit zum Tod verdammt hat. Bei der Obduktion finden sich etwa ein Monat alte Schnittwunden an den Füßen, Max vermutet, dass Steiner gefoltert und in den Selbstmord getrieben wurde. Rheinhardt befürchtet, dass noch weitere Heimbewohner gequält werden.
Von Unterleutnant Hammer, einem weiteren Heimbewohner, erfahren die Ermittler, dass Steiner gemeinsam mit einem Kameraden, einem Soldaten aus seinem Regiment, einen wertvollen Schatz mit einem Dampfer aus China nach Wien geschmuggelt hatte. Die beiden hatten den Schatz von einem chinesischen Kaufmann gestohlen, Steiners Kamerad hatte den Kaufmann anschließend getötet. In einem Lokal hatten sich die Soldaten, die in China gedient hatten, getroffen. Sie sprachen von einem Fluch, der in Zusammenhang mit dem Schatz stehen soll. Steiners Wahnvorstellungen begannen, als ihn sein Kamerad vor einem Monat besuchen kam. Er wurde gefoltert, bis er glaubte verflucht zu sein. Aus den Regimentsakten geht hervor, dass Steiner ein Jahr in China in Gefangenschaft war.
Rheinhardt vermutet, das Steiners Komplize der Einbrecher ist und er auf der Suche nach dem geschmuggelten Schatz ist. Max lässt ein Imitat eines Lack-Schränkchens mit chinesischer Lackkunst anfertigen, in dem der Schatz aufbewahrt wurde, um dieses bei einer Auktion zu versteigern. Clara Weiss schreibt über berühmte Künstler, sie soll für Max über die Auktion in der Zeitung berichten, damit der Einbrecher davon erfährt. Mendel Liebermann soll das Imitat ersteigern, Max erwartet, dass in der Folge bei der Familie Liebermann eingebrochen wird, was auch tatsächlich passiert. Der Einbrecher kann jedoch unerkannt entkommen. Bei dessen Verfolgung finden sie die den ermordeten Pfleger Johann.
Oskar findet heraus, dass sich der Pfleger Johann als Gottheit verkleidet hatte, damit Steiner ihm den Ort des Schatzes verrät. In einem Geheimraum neben Steiners Zimmer wird die Maske gefunden. Schwester Scholz wusste darüber Bescheid, dass Johann Steiner gefoltert hatte, sie behauptet allerdings, dass sie ihn davon abbringen wollte. Sie hatte Steiners Kameraden gesehen. Rheinhardt sucht das Lokal Pflaumenblüte auf, von dem Hammer gesprochen hatte, und trifft dort auf die Wirtin Xiuying, die Max bereits im Auktionshaus gesehen hatte. Sie verkauft den Soldaten dort neben Alkohol auch Opium, liefert den Ermittlern jedoch keine neuen Erkenntnisse.
Lindner findet aus den Akten heraus, dass es sich bei Steiners Kameraden um Leutnant Franz Ebner handeln dürfte. Ebner wurde in Peking vor ein Kriegsgericht gestellt, weil er einen Händler ermordet hatte, Steiner wurde wegen Beihilfe verhaftet. Bald darauf wird Schwester Scholz ermordet aufgefunden, die Ermittler vermuten, dass sie wusste, wo sich der Schatz befindet.
Schwester Aigner findet bei ihr eine Liste von Schränkchen, bei dem letzten Eintrag der Liste treffen Max und Oskar auf Leutnant Ebner, der in einem Lack-Schränkchen Diamanten findet und vom Besitzer der Wohnung angeschossen wird. Nach einer Verfolgungsjagd finden sie Ebner tot auf. Xiuying behauptet, dass Ebner ins Wasser gestützt sei, und sie ihm nicht mehr helfen konnte. Tatsächlich wurde Ebner von Xiuying erstochen, die Diamanten nahm sie an sich. In der Zeitung erscheint Claras Artikel über Das Geheimnis der Pflaumenblüte.
Produktion und Hintergrund
Die Dreharbeiten zur dritten Staffel, bestehend aus drei Folgen, fanden vom 21. März bis zum 24. Juni 2022 in Wien und Budapest statt.[5] Produziert wurde die Serie von der österreichischen MR Film und der britischen Endor Productions, an der die Red Arrow Studios beteiligt sind. Unterstützt wurde die Produktion vom Filmfonds Wien, dem Fernsehfonds Austria und dem National Filmoffice Hungary, beteiligt waren der Österreichische Rundfunk und das ZDF.[1][6]
Die Kamera führten Ádám Fillenz und Máté Herbai, die Montage verantwortete Klaus Hundsbichler. Für das Maskenbild zeichnete Michaela Payer verantwortlich, für das Kostümbild Thomas Oláh und für das Szenenbild Péter Horgas und Viktória Horváth.[3][5] Das Drehbuch schrieb der Engländer Stephen Thompson, der auch für drei Folgen der englischen Fernsehserie Sherlock die Drehbücher verfasst hat. Gedreht wurde auf Englisch, die deutschsprachigen Schauspieler synchronisierten sich für die deutschsprachige Fassung selbst.[1]
Weblinks
- Vienna Blood – Der Schattengott bei crew united
- Vienna Blood – Der Schattengott bei IMDb
- Vienna Blood – Der Schattengott bei Fernsehserien.de
- Vienna Blood – Der Schattengott auf orf.at
- Vienna Blood – Der Schattengott auf Flimmit
Einzelnachweise
- ↑ a b c „Klappe, Kamera läuft!“ für drei neue „Vienna Blood“-Krimis. In: ots.at. 24. März 2022, abgerufen am 3. Dezember 2022.
- ↑ Vienna Blood S03E02: Der Schattengott. In: Fernsehserien.de. Abgerufen am 3. Dezember 2022.
- ↑ a b Vienna Blood S03E02: Der Schattengott. In: Wunschliste.de. Abgerufen am 3. Dezember 2022.
- ↑ Flimmit-Dezember-Highlights: „Rotzbub: Der Deix Film“, „Schrille Nacht“, Landkrimi „Steirergeld“ & „Weber und Breitfuß – Auf Reha“. In: ots.at. 24. November 2022, abgerufen am 3. Dezember 2022.
- ↑ a b Vienna Blood – Der Schattengott bei crew united, abgerufen am 3. Dezember 2022.
- ↑ „Klappe, Kamera läuft!“ für drei neue „Vienna Blood“-Krimis. In: ORF.at. 25. März 2022, abgerufen am 3. Dezember 2022.