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Bahnstrecke Friedrichsdorf–Friedberg

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Die Brunnenbahn ist eine eingleisige, nicht elektrifizierte Bahnstrecke in Hessen. Sie ist in den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) integriert. Die Strecke hat die Kursbuchnummer 636 und wird beim RMV als RB 16 geführt.

Strecke

KBS 636: Stationen und Abzweige
Friedberg (Hessen)
Abzweig nach links
KBS 620 Main-Weser-Bahn (nach Kassel / Frankfurt)
Haltepunkt / Haltestelle
Friedberg Süd
Bahnhof
Rosbach vor der Höhe Kreuzungsbahnhof
Haltepunkt / Haltestelle
Rodheim vor der Höhe
Haltepunkt / Haltestelle
Burgholzhausen
Erlenbach-Viadukt
A5 und L3057
Abzweig nach links und geradeaus
KBS 637 Taunusbahn (nach Brandoberndorf)
Friedrichsdorf (Taunus)
Strecke
KBS 645.5 Homburger Bahn (S5)

Die Strecke beginnt heute in Friedrichsdorf, wo kurz nach dem Bahnhof die Taunusbahn abzweigt. Die Bahn läuft in einer weiten Rechtskurve in östlicher Richtung. Nach der Überquerung der A5 liegt der Haltepunkt Friedrichsdorf-Burgholzhausen. In der Wetterau liegt hinter einem Bahnübergang der Haltepunkt Rosbach-Rodheim. Der darauf folgende Bahnhof Rosbach wurde zu einem Kreuzungsbahnhof ausgebaut, was eine Taktrate von einer halben Stunde ermöglicht. An ihn schließt sich der zweite Bahnübergang an. Am Rand von Friedberg liegt der neueste Haltepunkt Friedberg Süd. Vorbei an den Kasernen erreicht die Bahn den Friedberger Hauptbahnhof.

Die Züge aus Friedrichsdorf halten in Friedberg meist auf einem Kopfgleis, selten auch auf dem benachbarten Durchgangsgleis. In Friedrichsdorf wird das Gleis 4 angefahren.

Die Strecke wurde vor einiger Zeit komplett mit Y-Schwellen erneuert. Als Rollmaterial werden GTW 2/6 eingesetzt. Selten fährt auch ein LINT 41 auf der Strecke.

Heute (2006) fahren die Züge unter der Woche jede halbe Stunde, an Wochenenden stündlich.

Geschichte

Die Planung einer Verbindung nach Friedberg als Fortsetzung der Homburger Bahn (heute S5) begannen schon 1868. 1898 war Baubeginn, und am 15. Juli 1901 konnte die Strecke in Betrieb genommen werden. Die Züge starteten damals im Kopfbahnhof Bad Homburg-Louisenstraße. Um die Kapazitäten zu erhöhen, wurde die gesamte Strecke von Frankfurt an über Bad Homburg und Friedrichsdorf bis nach Friedberg zwischen 1907 und 1912 zweigleisig ausgebaut.

Ab 1905 verkehrten auf der Strecke auch Züge der Bäderbahn, Eilzüge von Wiesbaden über Höchst und Bad Homburg nach Bad Nauheim.

Aufgrund sinkender Rentabilität wurde das zweite Gleis von Friedrichsdorf nach Friedberg später wieder abgebaut. Ende des 20. Jahrhunderts fuhren die Züge immer seltener. Es wurden vor allem Zriebzüge der VT 628 eingesetzt. Sie standen meist außerhalb des Friedrichsdorfer Bahnhofs auf einem heute nicht mehr angeschlossenen Abstellgleis Seulberger Richtung.

Seit dem 24. Mai 1998 hat die Butzbach-Licher Eisenbahn (BLE), eine Tochter der Hessischen Landesbahn, die Betriebsführung. Es gab auch Planungen, die Strecke wieder zweigleisig auszubauen. Nur eine Brücke in Burgholzhausen hätte verbreitert werden müssen. Man entschied sich jedoch für einen Ausbau des Rosbacher Bahnhofs, so dass sich die Züge dort begenen können. Auch die anderen Haltepunkte wurden renoviert und die Bahnsteighöhe angepasst.

Bilder

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