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Elektrizitäts-AG vormals W. Lahmeyer & Co.

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Die Elektrizitäts-AG vormals W. Lahmeyer & Co (EAG) war ein Unternehmen der Elektroindustrie mit Sitz in Frankfurt am Main.

Die EAG entstand am 1. April 1893 aus der Fusion der Ingenieurfirma Wilhelm Lahmeyer & Co mit der Actiengesellschaft für Bau und Betrieb elektrischer Anlagen in Frankfurt am Main. Sie befasste sich mit allen Zweigen der Elektrizitätswirtschaft. Dazu gehörte im 19. Jahrhundert auch der Bau und Betrieb von Elektrizitätswerken und Straßenbahnen.

In dem benachbarten Bad Homburg vor der Höhe errichtete die EAG 1897 ein Dampfkraftwerk und gründete dafür eine eigene Aktiengesellschaft. Diese betrieb vom 26. Juli 1899 bis zum 31. Juli 1935 in Homburg auch eine elektrische Straßenbahn, die ab 1910 mit dem Netz der Frankfurter Straßenbahnen verbunden war. Das Bindeglied war die Frankfurter Lokalbahn AG (FLAG), deren Aktien die EAG nach und nach zu 100 % erworben hatte.

Bernhard Salomon war von 1900 bis 1933 Generaldirektor bei der EAG in Frankfurt.

Im Bereich des Verkehrswesens beteiligte sich die EAG bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 noch maßgeblich an folgenden Unternehmungen

  • Thüringer Elektricitäts-Lieferungs-Gesellschaft AG (mit Straßenbahn Gotha)
  • Straßenbahn Guben GmbH
  • Hirschberger Thalbahn AG
  • Mülheimer Kleinbahnen AG
  • E-Werk und Straßenbahn Tilsit AG sowie
  • Straßenbahn Kiew - Swiatoschin.

Der wirtschaftliche Erfolg der EAG ermöglichte es ihr, am 25. April 1898 die heutige RWE zu gründen, die ihrerseits im Laufe der Zeit Mehrheitsaktionär der EAG wurde. Die 1969 in Lahmeyer AG umbenannte EAG wurde Anfang 1997 mit der RWE-Tochter Rheinelektra AG vereinigt.