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Per Kirkeby

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Per Kirkeby (*1. Oktober 1938 in Kopenhagen) ist ein dänischer Maler, Bildhauer und Architekt.

Biographie

Er war in den 1950er und 1960er Jahren an der Fluxus- und Happening-Szene beteiligt.

Backsteinskulptur von Per Kirkeby vor der Deutschen Bibliothek in Frankfurt am Main

1962 tritt er in "Den Eksperimenterende Kunstskole", eine avantgardistische Künstlergruppe, ein. Im Jahr 1968 entsteht Kirkebys erster Kurzfilm, unter dem Einfluss von Andy Warhols Filmtheorie, dem bis 1989 dreiundzwanzig weitere folgen.

Zu Beginn der 70er Jahre wendet sich Kirkeby von der Pop-Art der informellen Malerei der 50er Jahre, die er zuvor scharf kritisiert und abgelehnt hatte, zu. 1973 entsteht "Huset" (Das Haus), seine erste Backsteinskulptur im Außenraum. Im Jahr darauf folgen die ersten Ölgemälde, seit Beginn der 1980er Jahre stellt er auch Bronze-Plastiken her.

1978 wird Kirkeby als Professor an die Kunstakademie Karlsruhe gerufen. Während der 80er Jahre entstehen neben großformatigen Ölgemälden monumentale, monolithische Backsteinskulpturen, seit 1995 beschäftigt sich Kirkeby zunehmend auch mit der Architektur und entwarf mehrere Gebäude für die Stiftung Insel Hombroich.

Per Kirkeby lebt und arbeitet in Kopenhagen, Frankfurt/Main und Arnasco (Italien).

Ehrungen

  • 1965 dreijähriges Stipendium der State Art Foundation
  • 1982 Stipendium des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst)
  • 1987 Thorvaldsen-Medaille
  • 1990 Kunstpreis der Norddeutschen Landesbank, Hannover
  • 1996 "Coutts Contemporary Art Foundation Award"
  • 1996 Henrik-Steffens-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S., Hamburg
  • 2003 Herbert-Boeckl-Preisträger


Bildbeispiele aus grossen Sammlungen und Museen der Welt