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Adolf Brudes

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Adolf Brudes 1976 im BMW 328 „Mille Miglia“ 1976 auf dem Nürburgring

Adolf Brudes (* 15. Oktober 1899 in Breslau, † 5. November 1986 in Bremen) war ein deutscher Rennfahrer. Brudes begann seine Karriere bei Motorradrennen, startete später auf Bugatti. Brudes war unter anderem an dem Erfolg von BMW bei der Mille Miglia 1940 beteiligt, als er auf dem BMW-328-Roadster (Prototyp) zusammen mit Beifahrer Ralph Roese Platz drei in der Gesamtwertung belegte. Nach dem Zweiten Weltkrieg startete Brudes zunächst auf Veritas und dann für die verschiedenen Marken von Borgward als Renn- und Rekordfahrer. 1951 holte er auf einem Goliath-Rennwagen 38 Weltrekorde. 1952 stellte er zusammen mit Hans Hugo Hartmann auf der Rennstrecke von Linas-Monthléry international anerkannte Rekorde in der Klasse bis 1,5 l auf (u. a. 100 km mit einem Schnitt von 215,5 km/h). Im gleichen Jahr absolvierte er seinen einzigen Start bei einem Formel-1-Rennen beim Großen Preis von Deutschland, musste aber wegen Motorschaden das Rennen vorzeitig beenden.

Beim ersten 1000-km-Rennen 1953 auf dem Nürburgring gewann die Mannschaft Brudes/Bechem/Helfrich auf Borgward die Klasse bis 1500 cm³ und wurde Dritte im Gesamtklassement. Bei der Carrera Panamericana des gleichen Jahres verunglückte Adolf Brudes schwer, kam aber mit relativ leichten Verletzungen davon. 1954 war er an den Rekordfahrten mit dem kleinen Lloyd-Rennwagen beteiligt, der mit einem 350-cm³-Zweitaktmotor über drei Stunden einen Schnitt von 120,85 km/h erreichte. Sein letztes Rennen bestritt der damals 69-Jährige 1968 auf einem Alfa. 1976 war Adolf Brudes auf dem Nürburgring ein letztes Mal mit seinem BMW 328 „Mille Miglia“ zu sehen.